ColorFoto


19. Januar 2008
Profi-Spiegelreflexkameras im Vergleich Canon EOS 1Ds Mark III, Nikon D3, Nikon D2Xs, Canon EOS 1D Mark III Bild vergrößern 937 615 http://img2.magnus.de/Profi-Spiegelreflexkameras-im-Vergleich-Aufmacher-r937x615-C-e4f6b7c3-14620497.jpg

Profi-Spiegelreflexkameras im Vergleich Canon EOS 1Ds Mark III, Nikon D3, Nikon D2Xs, Canon EOS 1D Mark III

Die wenigen am Markt erhältlichen, „echten" Profikameras bieten das, was man von Ihnen angesichts der hohen Anschaffungspreise zu Recht erwartet: Höchstleis­tungen bei der Kameratechnik und Bildqualität. Dabei wirkt es fast ein wenig kurios, dass die ursprünglich nur bei digitalen Kompaktkameras vorhandene Live-View-Funktion nun auch Einzug in die massiven Magnesium-Gehäuse gehalten hat – bei der Nikon D300 mit AF-Unterstützung, bei den Canon-Modellen ausschließlich mit manueller Fokussierung. Dies aber nur am Rande, denn letztlich zählt, was auf das Bild kommt: ein Maximum an Bildpunkten beispielsweise wie bei der Canon EOS 1Ds Mark III, deren 21-Megapixel-CMOS im Vollformat bei der Auflösung einen neuen Maßstab setzt. Das macht die Kamera zum neuen State-of-the-Art-Werkzeug für Studio- und Modefotografen, auch als Alternative zu kostspieligen Digitalrückteilen an Mittelformatkameras. Einen ganz anderen Schwerpunkt setzt die ebenfalls mit Vollformatsensor ausgestattete Nikon D3: Mit Einstellwerten bis ISO 25 600 bietet sie das derzeitige Maximum an Sensorempfindlichkeit, geringes Rauschen bis ISO 1600, verwendbare Bildergebnisse bis ISO 6400. Die Vorgängerin D2Xs mit APS-C-Format-Sensor kann da nicht mehr mithalten, auch wenn ihre Auflösung geringfügig höher ist. Mögliche Alternative: die semiprofessionelle D300 mit ebenfalls ausgezeichneten Werten beim Rauschen und Objektkontrast. Keineswegs aus dem Rennen aber ist die EOS 1D Mark III: Zum einen bildet sie preislich eine Brücke zwischen der EOS 5D und dem Topmodell EOS 1Ds Mark III, zum anderen ist die 10-Megapixel-SLR ein ausgewiesener Spezialist für schnelle Bildfolgen: 10 Bilder pro Sekunde, dazu gute Werte beim Rauschen und Objektkontrast. Zum angepeilten Nutzerprofil mit Vor­lieben fürs Tele passt auch der 28,1 x 18,7 mm große CMOS mit einem Bildwinkel­faktor von 1,3.Sieger nach Punkten ist eindeutig die EOS 1Ds Mark III, was vorrangig durch die hohe Auflösung ihres Bildsensors bedingt ist. Nimmt man dagegen geringes Rauschen, auch bei hohen Empfindlichkeiten, und maximalen Objektkontrast als Gradmesser, ist die Nikon D3 der heimliche Star dieses Tests.

Seit Kodak mit den DCS-Modellen im Kampf um die Gunst der Käufer die Segel streichen musste, liefern sich Canon und Nikon ein Kopf-an-Kopf-Rennen im heiß umkämpften Profilager. Und trotz vieler Unterschiede im Detail zeigen die Flaggschiffe der beiden Hersteller charakteristische Gemeinsamkeiten.

Dazu gehört ein massives, gegen Spritzwasser abgedichtetes Mag­nesiumgehäuse ohne eingebauten Pop-up-Blitz, der sich möglicherweise als mechanische Schwachstelle erweisen könnte. Das Unterteil des Gehäuses ist zu einem Handgriff geformt, der den Akku beherbergt und zusätzliche Bedienelemente bereit stellt, um Hochformataufnahmen zu erleichtern. Ebenfalls typisch: ein schma­les LC-Display unterhalb des TFT-Monitors, ergänzend zum grö­ße­ren LC-Display an der Oberseite der Kamera, um Belichtungsdaten umfassend anzuzeigen. Vom optischen Sucher einer Profi-SLR erwartet man, dass er das Sucherbild möglichst groß und 100 Prozent des späteren Bildes anzeigt. Vom Kameraverschluss wird eine extrem hohe Belastbarkeit vorausgesetzt; bis zu 300 000 mögliche Auslösungen bescheinigt beispielsweise Nikon dem aus einem Kevlar-/Kohlefaser-Verbundmaterial bestehenden Verschluss der D3. Zudem will der Profi die Möglichkeit haben, über einen optional erhältlichen W-LAN-Adapter Bilddaten drahtlos zu versenden.

Neu bei einigen Profimodellen ist die Live-View-Funktion, die Möglichkeit also, den TFT-Monitor bei Bedarf als Sucher zu verwenden. Canon EOS 1Ds Mark III (8200 Euro) und Nikon D3 (4900 Euro), die aktuellen Topmodelle der beiden Hersteller, eint eine weitere Gemeinsamkeit: Sie zeichnen Bilder mit einem CMOS im sogenannten Vollformat auf, das mit rund 36 x 24 mm die Fläche eines Kleinbildfilms aufweist. Canon packt allerdings 21 Millionen Pixel auf diese Sensorfläche, während Nikon sich mit 12 Millionen Bildpunkten begnügt, die dafür größer und empfindlicher sind und ISO-Werte bis 25 600 erlauben. Einen Bildsensor im APS-C-/DX-Format (23,6 x 15,6 mm) mit 12 Millionen Bildpunkten verwendet die Nikon D2Xs (4400 Euro), die mit dem Erscheinen der D3 abverkauft und nicht mehr weiter produziert wird. Anders unser weiterer Test­kan­ditat, die Canon 1D Mark III: Mit ihrem 28,1 x 18,7 mm großen CMOS (Bildwinkelfaktor 1,3), 10 Millionen Bildpunkten und bis zu 10 Bildern pro Sekunde bleibt sie eine schnelle und preisgünsti­ge Alternative zum Pixelboliden 1Ds – gerade für Reportagefotografen.



Meistgelesen
1. Canon Powershot A1300

Die Canon Powershot A1300 ist eine Einsteigerkamera mit einer Besonderheit: Sie hat einen optischen Sucher.

2. AF-S Nikkor 2/200mm VR II G ED + Nikon TC20E III an Nikon…

Die gute Bildqualität, die das Nikon AF-S Nikkor 2/200 mm VR II G ED an der Nikon D7000 zeigt, wird durch den 2-fach Extender kaum beeinträchtigt.

3. Der Klempner auf dem Court

Nintendo bittet zum knallbunten Maskottchen-Match. Kein großes, aber unterhaltsames Tennis, wie sich im Test zeigt.

4. Samsung Galaxy S3 im Praxistest

Das Samsung Galaxy S3 ist da. Im ausführlichen Praxistest hat es in Sachen Performance die Konkurrenz an die Wand gespielt.


Finden Sie Ihr Produkt

Schnellfinder

Sie wollen schnell einen Überblick gewinnen? Mit wenigen Klicks zum passenden Gerät!

Hier auswählen:

Handy-Tariffinder

Handyrechnung zu hoch? Hier finden Sie Ihren perfekten Handytarif.

Zum Tarifvergleich