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Testbericht Nikon 1 J2 im Test

Etwa ein Jahr nach dem Erscheinen der Nikon 1 J1 präsentiert der Hersteller die leicht aufgewertete Variante J2. Neben einem höher auflösenden Monitor und mehr Belichtungsprogrammen bietet die Nikon 1 J2 eine modifizierte Bildabstimmung. Wir haben die spiegellose Systemkamera getestet.

Nikon 1 J2

Hersteller
Nikon
UVP
450.00 €
Wertung
41.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Nikon 1 J2
  • +Kreativmodus
  • +Ordentliche Bildqualität
  • -Neigt zu Kontrastüberhöhung

Am Ball bleiben, so lautet offenbar die Devise bei Nikon, wenn es um das spiegellose Kamerasystem 1 geht. Und so schüttelt man etwa ein Jahr nach der J1 die leicht verbesserte Variante Nikon 1 J2 aus dem Ärmel.

An der Gehäusekonstruktion hat sich ebenso wenig verändert wie an den Basisdaten der Bildaufzeichnung: Es bleibt beim 10-Megapixel-Sensor im Nikon-CX-Format (13,2 x 8,8 mm, Crop-Faktor 2,7). Auch das hybride AF-System mit Phasen- und Kontrast-AF am Sensor kennt man von den Schwestermodellen. Angenehm ist die geringe Auslöseverzögerung von 0,19 s bei 1000 Lux; deutlich länger (0,86 s) dauert’s bei wenig Licht.

Erstmals im Nikon-1-System ist jetzt auch ein Unterwassergehäuse (WB-N1) bis 40 mm Tauchtiefe erhältlich; es ist kompatibel mit dem 10–30-mm-Standardzoom.

Neu ist der 3-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von jetzt 307 000 RGB-Bildpunkten gegenüber 153 000 bei der J1. Ein elektronischer Sucher bleibt dem Topmodell der Nikon-1-Serie, der V1, vorbehalten. Zusammen mit dem neuen kompakten Set-Objektiv 3,5–5,6/11–27,5 mm (30–74 mm KB-äquiv.) soll die J2 etwas über 500 Euro kosten.

Mehr Automatikprogramme

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Beim Blick auf das Programmwahlrad fällt als Neuerung der sogenannte Kreativmodus auf. Was sich dahinter verbirgt, klärt ein Druck auf die Funktionstaste (F): Motivprogramme wie Nachtaufnahme, Nachtporträt und Gegenlicht, ergänzt durch eine Schwenk-Panoramafunk­tion und diverse Filter wie Weichzeichnung, Miniatureffekt oder Selektive Farbe, deren Wirkung sich vor der Aufnahme am Monitor beurteilen lässt.

Zudem kann man im Kreativ­modus auf Programm-, Zeit- und Blendenauto­matik (P, A, S) sowie die manuelle Belich­tungssteuerung (M) zugreifen. Zur Anwahl eines dieser Programme muss man aber den umständlichen Umweg über das Aufnah­me­menü gehen.

Besonderheit: Durch Drücken der Entriegelungstaste links am Objektiv und Drehen des Zoomrings lässt sich die Kamera ebenfalls einschalten.

Weitere Aufnahmemodi wie Voll­automatik, Smart Photo Selector oder „Bewegter Schnappschuss“ kennt man bereits von der J1/V1, ebenso den Videomodus mit Full-HD-Auflösung (1080p). Eine Besonderheit ist, dass sich die Kamera automatisch einschaltet, wenn man den Zoomring entriegelt und dreht.

Bildqualität

Nikon stimmt die J2 im Vergleich zu J1/V1 etwas populärer ab und hebt den Kontrast an, was die Bilder knackiger wirken lässt, ohne dass sich beim Rauschen viel ändert. Diesen Effekt zeigen auch die bei vergleichbarer Auflösung durchgängig höheren Dead-Leaves-Werte.

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Allerdings führt die Kontrastanhebung gleichzeitig zu einer Kontrastüberhöhung bei gröberen Strukturen und einem teils unnatürlicheren Bildeindruck. Beide Effekte zeigen die Dead-Leaves-Kurven und die Testbilder der J1 und J2 im Vergleich. Der Texturverlust bleibt bis ISO 1600 moderat, das Rauschen ebenso. Und eine Dynamik zwischen 9 und 8 Blenden bis ISO 6400 ist auch nicht übel.

Fazit

Mit der 1 J2 beweist Nikon einmal mehr, dass sich aus dem 10-MP-CMOS im CX-Format (das nur etwa die Hälfte der Fläche eines Four-Thirds-Sensors aufweist) eine ordentli­che Bild­qualität herausholen lässt – ohne allerdings die Bildqualität der Nikon-APS-C-Modelle zu erreichen. Abgesehen davon bleibt die J2, was auch die J1 bereits war: eine schicke Sys­temkamera im praktischen Kompaktformat.

Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon 1 J2

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