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Testbericht Nikon Coolpix S6400 im Test: Handschmeichler in modischen Farben

Ein neues Modell der Coolpix S-Kompaktreihe lockt Kunden mit 12-fach Zoom und Touchscreen in einem schicken Gehäuse: die Nikon Coolpix S6400.

Nikon Coolpix S6400

Hersteller
Nikon
UVP
250.00 €
Wertung
32.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Nikon Coolpix S6400
  • +12-fach Zoom
  • +Touchscreen
  • -akzeptable Bildqualität nur bei niedriger Empfindlichkeit
  • -lichtschwach

Mit Gardemaß 96 x 59 x 27 mm und 150 Gramm Gewicht gehört die Nikon Coolpix S6400 in die Kategorie „leicht und dünn“ der ständigen Begleiter, und ihre Rundungen machen sie zum Handschmeichler. Aber leider ist das Gehäuse auch noch glatt wie ein Aal. Daher ist beim Fotografieren Vorsicht geboten, damit das gute Stück nicht mangels irgendwelcher Rutschbremsen aus der Hand gleitet.

Modische Farbvielfalt

Zu haben ist die Nikon Coolpix S6400 in den Farben Schwarz, Rot, Silber, Violett und Blau, die UVP liegt bei 250 Euro. Insgesamt gibt es nur sechs mechanische Bedienelemente: on/off, Zoomwippe, Videoaufnahme, Auslöser und zwei Tasten.

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Die Bedienelemente – außer dem Auslöser – sind klein, und ihre noch kleinere Kennzeichnung ist schlecht zu erkennen. Die Funktion der beiden länglichen Tasten, rechts am Display, ist unzuverlässig. Der Tastenhub ist nur an dem runden Ende der Taste ausreichend groß. Drückt man auf das andere Tastenende mit dem kurzen Tastenhub passiert meist nichts.

© Nikon


 
Das 3 Zoll große Display ist ein Touchscreen. Die Auflösung beträgt 153.333 RGB Pixel und sorgt für eine Abbildung, die korrekt in den Farben sowie durchweg scharf ist. Leider steht bei der Aufnahme von Fotos nur ein Fenster 49 x 37 mm für das Motiv zur Verfügung. Der verbleibende Rand wird zur Darstellung von Symbolen verwendet. Bei der Wiedergabe und bei Videoaufnahmen wird die gesamte Displayfläche von 65 x 37 mm zur Bilddarstellung genutzt.

Bei entsprechender Einstellung kann mit einem Fingertouch am Display der Fokusbereich definiert werden. Nach einer kurzen Verzögerung ist die Kamera auf diesen Focuspunkt eingestellt und die löst automatisch aus.

© Nikon

Menüführung mit Köpfchen

Im Hauptmenü werden Bildgröße, Touchscreenfunktion, ISO-Einstellung, Serienaufnahmen, Weißabgleich, kreative Effekte, Filmsequenz und weitere Menüpunkte eingestellt. Aus diesem Menü gelangt man dann an die Systemeinstellungen.

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Das ist etwas ungewöhnlich – die Systemeinstellungen werden in der Menühierarchie meist zuerst eingestellt – aber durchaus machbar. Die Symbole für schnellen Zugriff sind logisch und an der linken Displayseite positioniert. Belichtungskorrektur, Makro, Selbstauslöser, und Blitzfunktionen lassen sich so mit einem Touch aufrufen. Mehr Einstellungen gibt es nicht.

Nachdem die Aufnahme im Kasten ist, kann sie mit der Funktion Kreative Effekte weiter aufgepeppt werden. Dabei können Sie anhand von Beispielbildern aus 19 verschiedenen Effekten auswählen.

Die Brennweite des Zoomobjektivs reicht von 25 bis 300 mm (KB). Das ist in unseren Augen praxisgerechter als etwa 28 bis 336 mm, was ebenfalls einem 12-fach Zoom entspricht. Die Lichtstärke von 6,5 bei der langen Brennweite müsste man korrekterweise schon eher als Lichtschwäche bezeichnen, auch 3,1 im Weitwinkel hauen keinen so richtig vom Hocker.

Insgesamt ist die Kamera ordentlich verarbeitet, nur die Abdeckung für die Steckanschlüsse ist aus Kunststoff und hängt an zwei dünnen Halterungen. Die Stativgewindebuchse ist aus Kunststoff und sollte sehr vorsichtig behandelt werden. Die Abdeckung für das Akkufach ist gefedert und etwas leichtgängig.

Der Sensor klingt nach Standard und liefert Standardqualität: 16 Megapixel auf einem 1/2,3-Zoll-CMOS-Sensor bieten 1594 LP/BH in der Bildmitte bei ISO 125 im Weitwinkel, der Randabfall ist mit 300-400 LP/BH über alle Empfindlichkeiten ähnlich stark ausgeprägt. Bei ISO 100 und 400 ist wenig Rauschen zu erkennen; die Bilder wirken seltsam glatt gebügelt, sonst aber eher ausgewogen. Ab ISO 800 sind deutliche Artefakte an den Kanten zu erkennen.

Fazit

Die Nikon Coolpix S6400 ist eine durch den Touchscreen aufgewertete Mainstream-Kamera, die weder begeistert noch enttäuscht. Dafür sind 250 Euro teuer.

Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon Coolpix S6400

 
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