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KAMERATEST Sony DSC-W630

Die Sony DSC-W630 für unter 150 Euro ist sehr klein und passt in die Hemdentasche. Und für den Preis klingt die Ausstattung anständig: mit an Bord sind unter anderem ein HD-Videomodus – wenn auch nur mit 720er Auflösung – und eine hochwertige Optik in Form eines Vario-Tessar von Zeiss.

Sony Cybershot DSC-W630

Hersteller
Sony
UVP
210.00 €
Wertung
41.5 Punkte
Testverfahren
1.6

Die gebürstete Metallfront täuscht etwas darüber hinweg, dass das Gehäuse aus Kunststoff besteht. Erhältlich ist die DSC-W63 in Schwarz, Silber und verschiedenen, schwer zu definierenden Modefarben. Winzige Erhebungen am Kameraboden sorgen dafür, dass die 115 Gramm leichte Kamera auf ebenen Flächen gut steht.

© Sony

Die Qualität der Bedienelemente ist überwiegend ok, lediglich der seitlich angebrachte mechanische Schiebeschalter ist etwas bockig. Wie der hakelt muss man befürchten, dass er ist nicht für die Ewigkeit ausgelegt ist. Nicht mehr zeitgemäß ist das Display: Mit 2,7 Zoll Diagonale und 76.666 RGB-Pixeln zeigt es das Sucherbild grieselig und in mäßiger Abbildungsqualität. Aber einen Tod müssen die Konstrukteure halt immer sterben. Das Menu ist schlicht, eine Bedienungsanleitung für die paar überschaubaren Funktionen nicht erforderlich. Unsere Testkamera verstand nur Englisch, das sollte in den Serienmodellen anders sein.
Manuelle Einstellmöglichkeiten gibt es hier natürlich nicht, immerhin eine Belichtungskorrektur und manuellen Zugriff auf die Voreinstellungen des Weißabgleichs. Wer diese Kamera nutzt, schaltet in der Regel die Automatik ein, die aus den 33 Motivprogrammen die gerade passenden Einstellungen heraussucht. Das Brennweitenspektrum reicht von 25 bis 125 Millimetern (KB-quivalent) und darf für ein 5-fach Zoom als ideal gelten. Im Weitwinkel ist die  Anfangslichtstärke mit f2,6 überdurchschnittlich, f6,3 für die Teleeinstellung dagegen mau. Ein optischer Bildstabilisator ist an Bord.

© Sony

Wer Spielereien nach der Aufnahme liebt, kommt bei der W630 voll auf seine Kosten. Neben dem Standardprogramm gehören mit „Poppige Farbe“, „Partielle Farbe“ und „Soft High Key“ auch ein paar Filter der eher ausgefallenen Sorte zur Sammlung. Neben solchen Gimmicks hat die Kamera auch nützliche Dinge wie ein Autofokus-Hilfslicht zu bieten, liegt mit Autofokuszeiten von über 0,7s bei allen Brennweiten aber trotzdem am Ende unseres Testfeldes. Auch eine Serienbildgeschwindigkeit von einem Bild pro Sekunde ist unter Durchschnitt.
Bei der Bildqualität hat uns die W630 positiv überrascht. Bei ISO100 ist die Auflösung in der Bildmitte bei Weitwinkel mit 1539 LP/BH gut, der Randabfall von rund 270 LP noch tolerabel. Auch Kurtosis (0,9) und DL-Werte (922) sind gut, die Bilder visuell kontrastreich und akzentuiert. So springt das durchaus sichtbare Rauschen nicht allzu sehr ins Auge. Bei steigender Empfindlichkeit bleibt die Auflösung in der Mitte hoch, sinkt in den Ecken dafür umso mehr ab. Ab ISO800 steigt auch das visuelle Rauschen kräftig an, ISO1600 ist bereits jenseits von Gut und Böse.
Fazit: Die Sony DSC-W630 ist eine Mainstreamkamera für Einsteiger, die bei niedriger Empfindlichkeit durchaus brauchbare Bilder macht. 41,5 Punkte sind für 150 Euro eine respektable Leistung.

Alle Daten und Testergebnisse zum Sony Cybershot DSC-W630

 
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