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Testbericht Sony Cybershot DSC-WX100 – handliche Kamera mit üppiger Ausstattung

Die Sony Cybershot DSC-WX100 passt in jede Hemdtasche. Trotzdem hat sie ein ausgewachsenes 10x-Zoom und einen 18-Megapixel-Sensor zu bieten.

Sony Cybershot DSC-WX100

Hersteller
Sony
UVP
240.00 €
Wertung
50.5 Punkte
Testverfahren
1.6

Auf der nicht immer besonders ausdruckssicheren Website von Sony findet sich die W-Serie, zu der auch die Cybershot DSC-WX100 gehört, in der RubrikKompakte und leistungsstarke Modelle“. Und obwohl sie demnach nicht zu den „schlanken und eleganten Modellen“ gehört, ist sie genau das: 120 Gramm leicht und sieht dazu noch schnuckelig aus. Sie ist in den Farben Schwarz, Weiß, Silber, Braun und Rosa erhältlich.

Gehäuseform und Anordnung der Bedienelemente sind nicht neu, sondern eine konsequente Weiterentwicklung der bisherigen WX-Modelle. Die kleine Fläche, die für die Bedienelemente bleibt, lässt natürlich auch hier nur kleine Tasten und Tastenkennzeichnungen zu. Auch die von uns wenig geschätzten Schiebeschalter, die Sony bei dieser Gehäuseform schon länger verwendet, sind hier wieder im Einsatz. Wie alle W-Modelle bietet die Cybershot DSC-WX100 nur vielfältige Automatikfunktionen, keine manuellen Einstellungsmöglichkeiten der Belichtung.

Ausgestattet ist die DSC-WX100 mit einem optischen 10-fach Zoomobjektiv, das im Weitwinkel mit guten 25 Millimetern startet und eine maximale Brennweite von 250 Millimetern bietet. Für eine Kamera dieser Größe durchaus beachtlich, auch wenn eine Anfangsöffnung von f3,3 (Weitwinkel) bis f5,9 (Tele) eher mäßig ist. Als ständiger Begleiter im Alltag oder im Urlaub verschwindet die nur 92 Millimeter breite und 21 Millimeter dicke Kamera dezent in der Hemd- oder Hosentasche. Die Ausstattung ist für diese Kameraklasse vom Feinsten und soll für unbeschwerten Fotospaß und gleichzeitig gute Bilder in jeder Situation sorgen. Einzige Ausnahme: Das Display mit einer Diagonalen von 2,7 Zoll ist nicht mehr ganz state of the art.
Trotz ein paar fehlender Millimeter gibt es am Display wenig zu kritteln. Es zeigt die Bilder scharf und farbneutral, alle Menüpunkte sind gut zu lesen. Und auch nach der Aufnahme kommt das Display zum Einsatz, wenn man den Ankündigungen von Sony folgt: „Sie benötigen keinen PC oder teure Bildbearbeitungssoftware, um mit der Kamera schöne Effekte zu erzielen, die nicht nur Portraits und Panoramaaufnahmen den letzten Schliff verleihen. Wählen Sie aus verschiedenen Bildeffektmodi, um ihr Meisterwerk zu optimieren.“ Heißt im Klartext: Neben der Bildoptimierung lassen sich auch Spezialeffekte wie HDR, Gemälde, Sattes Monochrom, Miniatur, Spielzeugkamera, Pop-Farbe, Teilfarbe, Soft High-Key, Wasserfarbe, Illustration zur Veränderung der Aufnahmen nutzen. Fotografen mit Hang zum Spielen finden hier also ein weites Betätigungsfeld. Ein besonderes Argument für Taucher kann das Unterwassergehäuse sein, das es als Zubehör zu kaufen gibt. Es schützt die Kamera bis zu 40 m Tiefe, kostet aber mit knapp 300 Euro mehr als die Kamera selbst.

Der 18-Megapixel-Sensor, den Sony in der HX-Serie verbaut, ist jetzt auch in der WX-Serie gelandet. Folglich ist die WX100 mit einem solchen Exmor-Sensor ausgestattet. Fotos nimmt er mit einer Auflösung von 4896 x 3672 Pixeln auf, Videos mit Full-HD (1920x1080 Pixel). Der Sensor verhilft der WX100 zu einer guten Mittenauflösung von 1615 LP/BH bei ISO 100 und Weitwinkel, der Verlust zu den Ecken beträgt bei der Einstiegsempfindlichkeit rund 270 LP/BH und steigt bis ISO 800 auf knapp 400 LP/BH an. Diese Eckdaten teilt die WX100 mit den HX-Schwestern, die den gleichen Sensor besitzen und auch das Rauschverhalten ist ähnlich. Ein filmkornähnliches Grundrauschen, das bei niedrigen Empfindlichkeiten sichtbar ist, aber nicht stört; ab ISO 800 dann deutliche Artefakte.

Kräftig punkten kann die WX100 noch einmal bei der Geschwindigkeit. Sie ist nach dem Anschalten schnell aufnahmebereit und auch die Autofokuszeiten geben keinen Anlass zur Kritik: 0,15 Sekunden im Weitwinkel und 0,27 Sekunden im Tele machen sie über den gesamten Brennweitenbereich zu einer guten Schnappschusskamera. Alles in allem ist Sony so ein rundum ausgeglichenes Modell gelungen, das den Preis von 250 Euro ohne Frage rechtfertigt.

Fazit: Mit einem guten Mix aus Bildqualität, guter Ausstattung, kompaktem Design und reellem Preis kann die Sony Cybershot DSC-WX100 überzeugen. Kauftipp Preis/Leistung.

Alle Daten und Testergebnisse zum Sony Cybershot DSC-WX100

 
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