TESTBERICHT Sony Cybershot DSC-W610
- Testbericht
- Datenblatt
Sony Cybershot DSC-W610
- Hersteller
- Sony
- UVP
- 150 €
- Wertung
- 33.5 Punkte
- Testverfahren
- 1.6
© Sony
Die geringen Abmessungen – 93 x 53 x 19 Millimeter bei einem Gewicht von 114 Gramm – lassen natürlich auch nur Bedienelemente von geringer Größe zu. So haben die runden Tasten Durchmesser von 4 und 5 Millimetern. Grundsätzlich ist das Versenken der Tasten in Ordnung, so sind sie vor unbeabsichtigtem Betätigen geschützt. Wenn jedoch eine so kleine Tasten bündig zur Gehäuseoberfläche ist, wird die Bedienung schwierig. Mit der Fingerkuppe will es nicht so richtig funktionieren, man muss Tasten schon mit dem Fingernagel drücken. Der etwas erhabene Vierwegetaster ist dagegen sehr gut zu betätigen.
Über Schiebeschalter wurde auch an dieser Stelle schon alles gesagt. Dieser hier fühlt sich neu schon „teigig" an und mag nicht sauber einrasten. Wie wird das nach häufiger Betätigung sein? Die Kennzeichnung der Bedienelemente ist bei unserem Testgerät (Farbe Silber) nicht gut zu erkennen. Die Gehäuseoberfläche ist matt metallic, die Symbole sind glänzend metallic. Da ist bei ungünstiger Beleuchtung zu wenig Unterschied, das mag aber bei anderen Gehäusefarben aber besser sein. Das Hauptmenu ist klar und übersichtlich, alle wichtigen Positionen sind schnell und einfach zu erreichen. Grundeinstellungen erfolgen eine Ebene tiefer und sind ebenfalls deutlich und unmissverständlich.
Kleine Kameras beherbergen kleine Displays. Dieses Display hat 2,7 Zoll, die Darstellung der Farben ist schon etwas grenzwertig, die Schärfe geht. Positiv bewerten wir die Größe der Symbole und Schriften im Menü. Die USB-Buchse wird von einem Kunststoffdeckel verschlossen, und auch die Stativgewindebuchse ist aus Kunststoff, aber mehr als ein paar Dutzend Mal wird eine solche Kamera ihren Gebrauch auch nicht aushalten müssen.
Der Brennweitenbereich von 26 bis 105 mm (KB) deckt die Alltagsanforderungen an eine „Immer-dabei-Kamera“ ab. Nicht mehr und nicht weniger. Die Automatik übernimmt alle Einstellungen, sogar die Auswahl eines Motivprogrammes. An manuelle Einstellmöglichkeiten gibt es nur eine Belichtungskorrektur und den Weißabgleich. Der Makroabstand von 4 cm reicht immerhin, um eine Visitenkarte formatfüllend abzubilden.
© Sony
Trotz dieser Einschränkung kann man die Sony DSC W610 durchaus empfehlen. Wenn es nicht auf jeden Cent ankommt, lohnt vielleicht auch ein Blick auf das 40 Euro teurere Schwestermodell W630 – mit optischem Stabilisator, lichtstärkerem Fünffach-Zoom und einem HD-Videomodus.
Fazit: Die Sony Cybershot DSC W610 ist eine Einsteigerkamera, die ihre Sache gut macht. Für einen Straßenpreis unter 100 Euro sind 33,5 Gesamtpunkte beachtlich.
Alle Daten und Testergebnisse zum Sony Cybershot DSC-W610