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KAMERATEST Sony Cybershot DSC-HX10V – Digitalkamera mit 18 Megapixel

Mit ihren wohlgeformten Rundungen und einem strukturierten Kunststoffgriff vermittelt die Sony Cybershot DSC-HX10V ein sehr gutes Haltegefühl.

Sony Cybershot DSC-HX10

Hersteller
Sony
UVP
320.00 €
Wertung
50.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Auch die Bedienung geht gut von der Hand. Das Einstellrad an der Kameraoberseite ist tief versenkt und dadurch gegen unerwünschtes Verstellen geschützt. Erhältlich ist sie in den Farben Schwarz, Rot, Weiß und Silber. Etwas irritierend ist das Verhalten des Auslösers. Der erste Druckpunkt, an dem Entfernung und Licht gemessen und eingestellt werden, ist bei dieser Kamera nur schwer zu erfühlen. So passierte es uns häufig, dass beim vorsichtigen Niederdrücken des Auslösers bis zur Messposition die Kamera bereits auslöst.

© Sony

Erfreulich, dass Sony einen Stativgewindeeinsatz aus Metall spendiert. Weniger erfreulich, dass der Steckanschluss an der Kameraunterseite keine Abdeckung hat. Da ist der Ärger programmiert, wenn die winzige USB-Buchse verschmutzt und der Stecker dann irgendwann nicht mehr passen will.
Das Menü ist sehr übersichtlich und erlaubt schnellen Zugriff auf die einzelnen Positionen. Das wird ermöglicht durch die Verlagerung von Funktionen auf ein mechanisches Einstellrad. So wird die Hauptposition am Einstellrad vorgegeben und im Menü werden nur die jeweils möglichen Einstellungen aufgeführt. Dadurch bleibt das Ganze schlank und damit schnell.

© Sony

Das Display mit 307.000 RBG-Pixeln misst 3 Zoll, ist hell, klar und knackscharf in der Abbildung. Sämtliche Farben werden realistisch dargestellt. Die Symbole am Display sind zwar etwas filigran, aber noch gut zu erkennen. Sehr deutlich in Farbe und Größe werden die Menüunterpunkte dargestellt. Wie alle anderen Kompakten hat auch die Sony Cybershot DSC-HX10V viele Effektfilter an Bord. Neben Sinnfreiem gibt es hier aber auch durchaus brauchbare Funktionen, etwa einen HDR-Modus, mit dem sich Bilder mit großem Dynamikumfang erstellen lassen, oder einen Modus, um den Hintergrund unscharf werden zu lassen und so den Effekt einer weit geöffneten Blende zu simulieren.
Der Brennweitenbereich reicht von 24 bis 384 mm (KB) – ein 16x-Zoom, mit dem man in der Praxis kaum an Grenzen stößt. Dieser Bereich ist in der Gruppe der „schlanken Megazoomer“ schon fast zum Standard geworden. Zu Recht, denn im Weitwinkelbereich hat man genügend Reserven in beengten Verhältnissen und am Tele-Ende holt man locker den Spatz vom Dach formatfüllend auf den Sensor.
Apropos Sensor: Hier läutet Sony mit der HX10V die nächste Runde im Pixelpoker ein. 4896 x 3672 Pixel zählt der 1/2,3 Zoll große CMOS – 17.978,112 Bildpunkte, also satte 18 Megapixel. War schon die letzte Steigerung von 14 auf 16 Megapixel in Sachen Bildqualität eher ein Rückschritt als ein Fortschritt, so stellt sich die Frage nach der Sinnhaftigkeit natürlich auch jetzt bei der 18-Megapixel-Auflösung wieder. Lassen wir die Messwerte antworten.
Eine Mittenauflösung von 1538 LP/BH bei ISO 100 und Weitwinkel ist in derselben Größenordnung wie bei 16-Megapixel-Kameras, der Verlust zu den Ecken hin liegt bei 300 LP/BH. Interessant das Verhalten des Sensors bei steigender Empfindlichkeit: Während die Mittenauflösung bis ISO 800 um gerade mal 70 LP/BH sinkt, sind es in den Ecken mehr als 250 LP/BH. Dadurch wächst die Differenz zwischen der Bildmitte und den Ecken auf rund 500 LP/BH an. Das ist kräftig. Das visuelle Bildrauschen ist schon bei ISO100 deutlich sichtbar und steigt schnell weiter an. Die ISO 12800-Funktion der Kamera kann man getrost vergessen. Das kann man nicht mehr Bild nennen.
Fazit: Die Sony Cybershot DSC-HX10V ist eine schöne, kompakte und moderne Kamera mit guter Ausstattung. Auch die Bildqualität kann sich sehen lassen, das sollte angesichts des Preises von rund 350 Euro aber selbstverständlich sein.

Alle Daten und Testergebnisse zum Sony Cybershot DSC-HX10

 
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