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Testbericht

Sony Alpha 500

Testergebnis
65.5 Punkte
530 EUR
Testverfahren: 1.5

ColorFoto


Karl Stechl

18. Dezember 2009

Kauftipp Live-View-AF 1/2010

Auch die kleinere Schwester der Alpha 550 glänzt durch eine gehobene Ausstattung mit Klappmonitor und schnellem Live-View-AF dank Zusatzsensor. Von der Al­pha 550 (750 Euro) unterscheidet sich die Neue für 650 Euro in Fol­gendem: Die Nennauflösung des CMOS beträgt nicht 14,2, sondern 12,3 Megapixel, der 3-Zoll-Monitor hat eine geringere Auflösung (76 800 gegenüber 30 7000 RGB-Pixeln), und der spezielle Serienbildmodus mit bis 7 B/s (Herstellerangabe) der Alpha 550 fehlt. Ein mechanischer Bildstabilisator (Steady Shot) ist bei beiden Modellen an Bord. Dafür verzichtet Sony quer durch das gesamte Modellsortiment auf eine Videofunktion.

Kleine Variationen beim Gehäusedesign

Während sich die Alpha 550 durch ein anthrazitfarbenes Gehäuse­oberteil ausweist, kommt die Alpha 500 komplett in Schwarz. Das Design ist gefällig, die Kamera liegt gut in der Hand. Beim modelltypischen Klappmonitor sorgen zwei Scharniere dafür, dass man zum einen über Kopf fotografieren, zum anderen von oben auf den Monitor schauen kann, was bei Aufnahmen in Bodennähe praktisch ist. Will man dagegen „ums Eck" fotografieren, funktio­niert das nur in Hochformatposition der Kamera. Ein dreh- und schwenkbar gelagerter Monitor wie bei der Nikon D5000 ist da eben noch ein Stück flexibler.

Doch auch wenn die Verstellmöglichkeiten begrenzter sind: Der Klappmonitor ist eine feine Sache, vor allem beim Live-View, wenn der Bildschirm als Motivsucher dient. Nach dem Umschalten auf Live-View nutzt die Kamera einen Zweitsensor zum Generieren des Monitorbilds, so dass der Umlenkspiegel nicht nach oben geklappt werden muss und der schnelle Phasen-AF aktiv bleibt. Zuschaltbar ist eine Gesichtserkennung zum Optimieren von Schärfe und Belichtung, ergänzt durch eine Auslöseautomatik bei Lächeln („Smile Shutter“).


Bild vergrößern 937 703 http://img2.magnus.de/image-r937x703-C-193327a8-25325722.jpg Über die Fn-Taste gelangt man zum Info-Monitor mit Direktzugriffsmöglichkeiten auf bestimmte Funktionen.

Über die Fn-Taste gelangt man zum Info-Monitor mit Direktzugriffsmöglichkeiten auf bestimmte Funktionen.

Die Bildfeldabdeckung am Monitor beträgt dabei 90 Prozent. Sie erhöht sich auf 100 Prozent, wenn man die Funktion „MF Check LV" mittels Tastendruck aktiviert. Dann wird das Live-View-Bild am Monitor bei hochgeklapptem Spiegel über den Hauptsensor erzeugt. Im Live-Bild kann man mit 7- oder 14-facher Bildschirmlupe präzise manuell scharfstellen, was vor allem bei Einsatz eines Stativs sinnvoll ist. Eingeblendete Gitterlinien erleichtern die Bildgestaltung. Kontrast-AF über den Hauptsensor ist bei der Alpha 500 dagegen nicht vorgesehen und wäre angesichts der deutlich schnelleren Live-View-Option mit Phasen-AF auch wenig sinnvoll. Der Phasen-AF arbeitet mit 9 Messpunkten in­­klusive zentralem Kreuzsensor.


Bild vergrößern 937 704 http://img2.magnus.de/image-r937x704-C-a2eeeda8-25325728.jpg Bei eingeschalteter HDR-Funktion werden zwei unterschiedlich belichtete Aufnahmen miteinander verrechnet.

Bei eingeschalteter HDR-Funktion werden zwei unterschiedlich belichtete Aufnahmen miteinander verrechnet.

Viele Tasten und ein neuer Anzeigemodus

Was die Alpha 500 hinten und oben am Gehäuse an Bedientasten versammelt, kann für den Einsteiger etwas verwirrend wirken. Später lernt man es schätzen, dass man dadurch mehr Funktionen im Direktzugriff hat. Positiv fällt auf Anhieb der Schiebeschalter auf, mit dem man den Live-View-Modus (de-)aktiviert. Links neben dem Prisma sitzt das Moduswahlrad für die Belichtungsprogram­me; neben den Standards (Auto, P, A, S, M) findet man sieben Motivprogramme.

Bei der Aufnahme dient der 3-Zoll-Monitor als Informations- und Einstellzentrale. Typisch für die Sony-Kameras: Die Anzeige wird dem Hoch- und Querformat angepasst, was äußerst praktisch ist. Die Anzeige erlischt, wenn sich das Auge dem Suchereinblick nähert, während dabei gleichzeitig der Autofokus aktiviert wird – letzteres aber nur dann, wenn man zuvor im Menü den sogenannten Eye-Start-AF aktiviert hat.


Bild vergrößern 937 703 http://img3.magnus.de/image-r937x703-C-6f1f04b2-25325725.jpg Ist Eye-Start-AF aktiviert, so nimmt der Autofokus seine Arbeit auf, sobald sich das Auge dem Suchereinblick nähert.

Ist Eye-Start-AF aktiviert, so nimmt der Autofokus seine Arbeit auf, sobald sich das Auge dem Suchereinblick nähert.

Was man bereits bei der Alpha 550 bewundern konnte, ist ein neuer Anzeigemodus, in dem Zeit- und Blendenreihe übereinander angeordnet sind und sich entsprechend der Belichtungsmessung oder manuellen Einstellung gegen­läufig verschieben. Ein vertikaler Balken markiert jeweils die aktuelle Zeit-Blenden-Kombination. Direkt darunter ist die Belichtungskorrekturskala abgebildet, so dass man über das Wechselspiel von Zeit und Blende jederzeit umfassend informiert ist.


Bild vergrößern 937 703 http://img3.magnus.de/image-r937x703-C-62dfe83a-25325731.jpg Verschlusszeiten- und Blendenreihe wer­­­den übereinander angezeigt, was fototechnische Zusammenhänge verdeutlicht.

Verschlusszeiten- und Blendenreihe wer­­­den übereinander angezeigt, was fototechnische Zusammenhänge verdeutlicht.

Erfreulicher Zuwachs bei der Bildqualität

Bereits mit der Alpha 550 konnte Sony beweisen, dass man die Hausaufgaben in Sachen Bildqualität erledigt hat. Erfreulicherweise kann die Alpha 500 in dieser Hinsicht sogar noch etwas drauflegen. Die gemessene Auflösung ist etwas geringer (maximal 1248 LP/BH gegenüber 1286 LP/BH), doch in den meisten anderen Disziplinen liegt die A500 knapp vor dem Schwestermodell A550: Beim Rauschen werden VN-Werte zwischen 0,9 und 1,9 erreicht, und die Texturverluste fallen mit maximal 1,2 deutlich geringer aus als bei früheren Modellen. Auch bei der Dynamik ist die Alpha 500 mit 8,5 bis 9,5 Blenden gut dabei. Der Qualitätsverlust bei höheren ISO-Einstellungen hält sich somit in Grenzen, selbst bei ISO 6400 kommen noch vorzeigbare Bilder zustande – Sonys Profimodelle Alpha 850/900 könnten sich davon eine Scheibe abschneiden.

Sony Alpha ISO400 (Bildausschnitt)
Sony Alpha ISO1600 (Bildausschnitt)
Sony Alpha ISO6400 (Bildausschnitt)
Sony Alpha ISO400 (Bildausschnitt)
Sony Alpha ISO1600 (Bildausschnitt)
Sony Alpha ISO6400 (Bildausschnitt)



Technische Daten und Testergebnisse

Bildsensor/Datei  
Auflösung (nicht interpoliert) 4272 x 2848 Pixel
Pixelgröße (Pixelpich), förderliche Blende 5,5 μm, f9
Sensorgröße, Bildwinkelfaktor 23,4 x 15,6 mm, 1,5x
Sensortyp, Sensorreinigung, Bildstabilisator CMOS, –, Bildstabilisator
Dateiformat JPEG, RAW, RAW + JPEG
Aufnahmesteuerung  
AF-Felder, davon Kreuzsensoren, man. Fokus 9 AF-Sensoren, 1 Kreuzs., man.
Verschlusszeiten, kürzeste Blitzsync., B 1/4000–30 s, Blitz 1/160 s, B
Belichtungsmessung: mittenbetont Spot, Matrix –, Spot, Matrix mit 40 Feldern
Progr.-, Blenden-, Zeitautom., Man (P, Av, Tv, M) P mit Programmshift, Av, Tv, M
Belichtungskorrektur, Blitzbelichtungskorrektur ±2 Blenden, ±2 Blenden
Belichtungsreihe, Blitzbelichtungsreihe Belichtungsreihe, –
Empfindlichkeitswahl: ISO-Autobereich variabel man., Reihe ISO-Auto, 200–12800, –
Weißabgleich: auto, messen, Presets, Kelvinwerte, manuelle Korrektur, Reihe auto, messen, Presets, Kelvinwerte, manuelle Korrektur, Reihe
Farbräume sRGB, Adobe RGB
Steuerbare Grundeinstellungen: Schärfe, Kontrast, Farbsättigung, Gradationskurve, Rauschfilter Schärfe, Kontrast, Sättigung, Lichter-/Schattenkorrektur, Rauschfilter
Sucher/Monitor/Display  
Sucher (Typ, einblendbares Gitter, Gesichtsfeld, Vergrößerung, effektive Sucherbildgröße, auswechselbare Mattscheiben) SLR-Sucher, –, 95 %, 0,80 , eff. 0,51,–
Monitor: Größe, Auflösung, verstellbar 3,0", 76800 RGB-Bildpunkte, verstellbar
Monitor als Sucher nutzbar, Sensor-AF, Phasen-AF, Lupe für MF, Histogramm, Über-, Unterbelichtungswarnung LiveView, –, Phasen-AF, Lupe, Histogramm,
–, –
Bildwiedergabe: Histogramm, Über- und Unterbelichtungswarnung Histogramm, Lichterwarnung, Schattenwarnung
Anschlüsse und weitere Ausstattung  
Bajonett, Speicher, Akku Sony A, SDHC/MSPro Duo, Li-Ion
int. Blitz, Anschluss ext. Blitz (Buchse, Blitzschuh) int. Blitz, –, Blitzschuh
Schnittstellen USB 2.0, TV
Video: Format, max. Auflösung, Bildfrequenz, max. Länge, AF-Funktion
Spiegelvorauslösung, Spritzwasserschutz Spiegelvorauslösung, –
Maße (Bx H x T), Gewicht mit Batterie 137 x 104 x 84 mm, 685 g
Testergebnisse  
Bildqualität  
Objektiv für Auflösungs- / AF-Messung Minolta AF 1,4/50/Sony SAL 3,5-5,6/18-55
Grenzauflösung ISO 100/ 400/ 800/ 1600 1248/1212/1195/1168 LP/BH
Punkte Grenzauflösung (max. 20 Punkte) 8,5/8/8/8 Punkte
Texturverlust ISO 100 0,5/0,6/1,2/1,0
Punkte Texturverlust (max. 15 Punkte) 13,5/13/10,5/11,5 Punkte
Rauschen ISO 100/400/800/1600 0,9/1,0/1,5/1,9 V/N
Punkte Rauschen (max. 20 Punkte) 17/16,5/14/12 Punkte
Objektkontrast ISO 100/400/800/1600 9,5/9,5/9,0/8,5 Blenden
Punkte Objektkontrast (max. 10 Punkte) 8/8/7/6 Punkte
Farbgenauigkeit (max. 6 Punkte) 6,8 DeltaE 5 Punkte
Weißabgleich Tageslicht (max. 4 Punkte) 1 DeltaRGB 4 Punkte
Pixelfehler (Abwertung ab 0,001% bis 1,5 Punkte) 0 Pixel
Blitz (Leitzahl)
Bildqualität ISO 100 / 400 / 800 / 1600 (max. 75 Punkte) 54,5/53,5/47,5/45,5 Punkte
Bedienung/Performance  
mögliche Bildserie bei max. Auflösung 4,8 B/s, bis Karte voll
Einschaltverzögerung 0,6 Sekunden
AF Zeit + Auslöseverzögerung bei 3000/30 Lux(max. 10 Punkte) 0,36/0,39 Sekunden 6,5 Punkte
Ausstattung/Lieferumfang (max. 15 Punkte) 8,5 Punkte
Ausstattung/Performance (max. 25 Punkte) 15 Punkte
Gesamtpunktzahl (max. 100 Punkte) 65,5 Punkte
4 % über Durchschnitt


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