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TESTBERICHT Samsung ST88

Die kleine und mit 18 mm vor allem flache Samsung ST88 gewinnt mit ihrem Design und guter Verarbeitung auf Anhieb das Wohlwollen des Nutzers.

Samsung ST88

Hersteller
Samsung
UVP
120.00 €
Wertung
40.5 Punkte
Testverfahren
1.6

Die Vorderseite aus kühlem Metall wirkt je nach Farbe edel (schwarz) oder modisch (lila und weiß). Die Tasten fordern Fotografen mit großen Händen zwar zu feinmechanischer Akrobatik heraus, sind aber gut lesbar beschriftet und haben deutliche Druckpunkte.

Sympathiepunkte gewinnt die Samsung ST88 überdies mit ihrem außerordentlich übersichtlichen Menü. Es zeigt im Aufnahmemodus die vier Kategorien „Aufnahme“, „Ton“, „Anzeige“ und „Einstellungen“ und listet auch in den tiefergelegenen Ebenen alle Einstellungsmöglichkeiten logisch und schnell auffindbar auf.

Schnellzugriff auf die wichtigsten Einstellungen gewährt die Funktionstaste: Ein Knopfdruck bringt alle im jeweiligen Aufnahmemodus veränderbaren Parameter auf den Bildschirm – das ist hilfreich und praktisch. Noch bedienfreundlicher wäre jedoch die Möglichkeit, eine oder zwei Tasten mit den individuell bevorzugten Funktionen zu belegen; doch darauf muss der Fotograf verzichten.

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© Samsung

Das gegebene Versprechen der „gehobenen Ausstattung für anspruchsvolle Fotografen“ kann die ST88 nicht ganz einhalten. Zwar können sich die Kenngrößen - 16 Megapixel, 5-fach-Zoom und eine Lichtstärke von 2,5 bei der Anfangsbrennweite von 25 mm - durchaus sehen lassen. Die manuelle Belichtungseinstellung ist jedoch nicht möglich. Lediglich eine Blendenkorrektur von bis zu 2 EV kann der Fotograf vornehmen. Stattdessen sollen verschiedene Automatikprogramme zum optimalen Bildergebnis führen: Smart Auto 2.0 ordnet das Motiv automatisch in eine Kategorie ein und wählt die dazu passenden Aufnahmeparameter selbstständig: von Porträt und Makro über Landschaft bis hin zu Feuerwerk oder Kerzenlicht deckt das Programm unterschiedlichste Situationen ab. Zahlreich Filter verwandeln die Schnappschüsse wahlweise in Spielzeuglandschaften oder SW-Zeichnungen, verzerren Porträts zu lustigen Fratzen, legen einen Fischeye-Effekt über die Aufnahme oder tauchen sie in nostalgisches Sepia.

Weniger verspielt und weitaus nützlicher als diese Effekte ist die Unterstützung,  die ST88 bei Selbstporträts bietet: Der Selbstauslöser lässt sich so programmieren, dass die Kamera zwei Mal kurz hintereinander auslöst.

Die Bildqualität nicht überwätligend. Die Auflösung beginnt zwar bei optimistisch stimmenden 1566 LP/BH, fällt aber sowohl zu den Ecken hin sehr stark ab (auf 1056 LP/BH) als auch mit steigender Empfindlichkeit: auf 1142 LP/BH in der Bildmitte und 816 LP/BH in den Bildecken. Da erstaunt es nicht, dass es den Bildern vor allem bei höheren ISO-Werten erheblich an Brillanz fehlt. Auch die Feinzeichnung lässt zu wünschen übrig (Kurtosis 4,1/ISO 100 und 2,5/ISO 400), und weil der Prozessor nicht sensibel genug ins Bild eingreift, fransen bei höheren Empfindlichkeiten ab ISO 400 die Kanten stark aus.

Fazit: Die Samsung ST88 ist eine handliche Digitalkamera mit gut durchdachtem und konsequent umgesetztem Bedienkonzept. Die Bildqualität ist bei niedrigen Empfindlichkeiten in Ordnung, mit steigender Empfindlichkeit setzt das Rauschen den Aufnahmen jedoch sichtbar zu.

Alle Daten und Testergebnisse zum Samsung ST88

 
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