Testbericht Samsung NX210 im Test: Magnesium-Kamera mit WLAN
- Testbericht
- Datenblatt
Samsung NX210
- Hersteller
- Samsung
- UVP
- 720 €
- Wertung
- 44.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.6
- +WLAN
- +Gelungenes Bedienkonzept
- +Verbesserte Bildqualität
- -Kein verstellbares Display
- -Kein Anschluss für elektronischen Sucher
- -Langsamer AF
Neu hinzugekommen ist das eingebaute WLAN-Modul, mit dem man nun Fotos und Videos kabellos übertragen, komfortabel ins Internet stellen oder per Mail versenden kann. Samsung schickt die NX210 zum Preis von rund 810 Euro ins Rennen, setzt den Aufschlag für das WLAN-Bauteil also mit 50 Euro an.
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Da jedoch der Preis für die NX200 mittlerweile von ursprünglich 760 auf 450 Euro gesunken ist, handelt es sich bei dem Auslaufmodell ohne WLAN um ein echtes Schnäppchen. Allerdings, so zeigen die Mess- und Testergebnisse, hat Samsung auch an der Signalverarbeitung gearbeitet, stimmt die Bilder nun anders ab und erzielt dadurch eine sichtbar bessere Bildqualität.
© Samsung
Leichtes Magnesiumgehäuse
Obwohl aus Magnesiumlegierung gefertigt, wirkt die 271 g leichte NX210 etwas weniger solide als so manches größere Metallgehäuse der Konkurrenz. Zu diesem Eindruck trägt auch das Kit-Objektiv bei, dessen Zoomring für unseren Geschmack etwas geschmeidiger laufen könnte. Wie die meisten Systemkameras bietet die NX210 keinen Spritzwasserschutz, aber eine Sensorreinigung. Die Bildstabilisierung erfolgt über bewegliche Linsen im (Kit)-Objektiv.
Wer den fehlenden Sucher nachrüsten will, wird enttäuscht: Der Anschluss dafür fehlt. Hoch willkommen daher, dass die Live-Vorschau am 3-Zoll-Monitor auch bei hellen Lichtverhältnissen vergleichsweise gut erkennbar bleibt. Trotzdem stößt man in der Sonne schnell an Grenzen; vor allem bei größerem Betrachtungswinkel.
Ein Grund mehr für ein verstellbar gelagertes Display, das sich stets so ausrichten lässt, dass man direkt von vorne darauf blickt. Diesen Luxus bietet aber leider nur die 150 Euro teurere NX20 . In der NX210 kommt ein spezielles PenTile-Display zum Einsatz, das an jedem der 307.000 Bildpunkte zwei statt der üblichen drei Subpixel nutzt. Auf die Anzeigequalität hat dies offensichtlich keine negativen Auswirkungen: Die Vorschau ist scharf, farbecht und rauscharm.
Autofokus und Video
Wie bei den anderen NX-Modellen der neuesten Generation arbeitet das 15-Punkt-Kontrastautofokussystem der NX210 etwas langsamer als das der älteren NX200: Die Auslöseverzögerung inklusive AF betrug im Test je nach Lichtverhältnissen 0,59 bzw. 0,52 s (NX200: 0,43/0,45 s) – da wäre mehr drin.
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Ein Tempoplus gibt es dagegen im Serienmodus: So kann die NX210 bis zu 11 JPEG-Bilder mit 6,8 B/s in Folge verarbeiten; die NX200 schafft höchstens 5,2 B/s. Außerdem verkürzt sich die Einschaltzeit von 4,0 (NX200) auf 2,9 s (NX210).
© ColorFoto
Videos lassen sich mit Full-HD-Auflösung, Stereoton und kontinuierlichem, leider etwas zu trägem Autofokus aufzeichnen. Dabei kann der Anwender dank Videoauslöser direkt aus einem der Fotomodi heraus starten.
Den per Moduswahlrad zuschaltbaren Videobetrieb braucht er nur, wenn manuelle Einstellungen etwa für ISO, Blende und Belichtungszeit wirksam werden sollen. Die Bildqualität der Filme ist okay – abgesehen von einigen Bildstörungen in Schattenbereichen und sichtbaren Blendensprüngen.
Gelungenes Bedienkonzept
Schnellzugriffs- und Hauptmenü lassen sich leicht mit den Einstellrädern für Zeigefinger und Daumen bedienen. Ebenfalls für die Rechte gut erreichbar liegen die Belichtungskorrektur-Taste, die multifunktionale Vier-Richtungs-Wippe und das große Moduswahlrad oben.
Für die linke Hand ist die i-Fn-Taste seitlich am Objektiv gedacht, die Aufnahmeparameter wie ISO, Belichtungskorrektur, Weißabgleich, Blende und Belichtungszeit schnell zugänglich macht. Wer selbst per Objektivring fokussiert, bekommt automatisch eine klare Lupenansicht zu sehen.
Bildqualität
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Fazit
Die Samsung NX210 ist ihr Geld wert. Samsung ergänzt beim neu aufgelegten 200er-Modell keineswegs nur das WLAN-Modul, sondern holt dank schonender Signalverarbeitung auch eine bessere Bildqualität aus dem 20-Megapixel-Sensor heraus. Schade allerdings, dass die NX210 weder ein verstellbares Display noch Anschluss für einen elektronischen Sucher bietet.
Alle Daten und Testergebnisse zum Samsung NX210