Kompakte Systemkamera Samsung NX1000 im Test
- Testbericht
- Datenblatt
Samsung NX1000
- Hersteller
- Samsung
- UVP
- 620 €
- Wertung
- 45.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.6
- +WLAN
- +Gute Bildqualität bei ISO 100
- -Haptik
- -Kein Sucher
Mittlerweile gibt es neun passende NX-Objektive. Im Kit verkauft Samsung zur NX200 das Standardzoom 3,5–5,6/18–55 mm III OIS, zur NX1000 das kompaktere 3,5–5,6/ 20–50 mm II – für jeweils circa 100 Euro Aufpreis. Beide Objektive zeigen haptische Schwächen: Beim 18–55 mm läuft der Zoomring schwer und wenig geschmeidig, beim 20–50 mm würde ein längerer Drehweg helfen.
© Samsung
Gehäuse und Ausstattung
Während Samsung die NX200 großteils aus Magnesiumlegierung fertigt, besteht die NX1000 aus Kunststoff. Die Systemkamera liegt nicht sehr sicher in der Hand und fällt haptisch klar zurück. Der SD-Steckplatz teilt sich ein Fach mit dem Lithium-Ionen-Akku und ist bei aufgeschraubter Stativplatte nicht zugänglich.
Die Samsung NX1000 ist mit Sensorreinigung (Ultraschall) und Bildstabilisator (im Objektiv) ausgestattet und ermöglicht neben Belichtungs- und Weißabgleichsreihen auch die Aufnahme mehrerer Bilder mit unterschiedlichen Stilen, die sich wiederum über Farbe, Sättigung, Schärfe und Kontrast individuell anpassen lassen.
Sucher und Monitor
Mangels Sucher muss der Fotograf bei der Samsung NX1000 zwangsläufig mit dem 3-Zoll-Monitor auskommen. Dessen LCD-TFT stößt in heller Umgebung und bei größerem Blickwinkel schnell an seine Grenzen.
© ColorFoto
Autofokus und Performance
Klassentypisch stellt die Samsung NX1000 per Kontrastmessung scharf, wobei sie im Normalmodus 15, im Makrobetrieb 35 Felder berücksichtigt. Dabei braucht sie 0,56/0,67 s (1000/30 Lux) zum Fokussieren und Auslösen, womit sie hinter die ältere Samsung NX200 zurück (0,43 bis 0,45 s) zurück fällt.
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Fortschritte macht Samsung dagegen bei der Serienfunktion: So schafft die NX1000 statt 7,7(NX200) nun 6,7 B/s. Allerdings läuft der Pufferspeicher dabei bereits nach 11 JPEG- beziehungsweise 8 RAW-Aufnahmen voll, sprich nach weniger als zwei Sekunden. Außerdem benötigt die Systemkamera danach relativ viel Zeit, um all die Daten zu verarbeiten.
Kabellose Übertragung per WLAN
Der WLAN-Modus der Samsung NX1000 ist vielseitig und übersichtlich umgesetzt. Zum schnellen Versenden der Bilder wählt man einfach im WLAN-Menü „Email“, gibt über die Onscreen-Tastatur Absender- und Empfängeradresse ein, und schon sucht die Kamera nach WLAN-Netzen, fragt gegebenenfalls nach dem Passwort und verschickt nach erfolgreicher Anmeldung alle ausgewählten Aufnahmen – automatisch auf zwei Megapixel komprimiert.
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Ähnlich einfach gestaltet sich das Hochladen von Daten ins Internet auf Facebook, Picasa, YouTube oder Photobucket. Mit den entsprechenden Apps ist es außerdem möglich, das passende Smartphone (iPhone, Android) als Sucher, Fernauslöser oder als Wiedergabemonitor zu nutzen. Der kabellose Transfer zu TV-Geräten funktioniert entweder über ein privates bzw. öffentliches WLAN-Netz oder per WiFi direkt, was allerdings einen kompatiblen Fernseher voraussetzt.
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Bedienkonzept
Im Großen und Ganzen realisiert Samsung bei allen aktuellen NX-Kameras ein ähnliches Bedienkonzept: Dank der i-Fn-Taste am Kit-Objektiv lassen sich mit der linken Hand bequem Parameter wie ISO, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Blende und Verschlusszeit wählen. Mit der Rechten bedient man den Einstellbildschirm, der noch mehr wichtige Funktionen und Einstelloptionen enthält.
Video
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Ein Manko: Der kontinuierliche Autofokus regelt die Schärfe nur langsam und ruckartig nach. Bei Kameraschwenks verstärkt sich das Bildrauschen sichtbar, und in Einzelfällen stören merkwürdige Abbildungsfehler.
Bildqualität
Die Samsung NX1000 punktet mit schwachen Texturverlusten (0,6 Kurtosis) und bietet bei ISO 100 eine hohe Dynamik (9,7 Blenden). Mit wachsender ISO-Zahl steigt das Farbrauschen deutlich an. Trotz dieser Schwächen lässt sich sagen, dass Samsung die NX1000 erfreulich zurückhaltend abgestimmt hat.
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Testfazit
Gegenüber der Vorgängergeneration hat die Samsung NX1000 merklich zugelegt und punktet nicht nur mit einer offensichtlich höheren Auflösung (bis zu 1720 LP/BH), sondern auch mit schwächerem Rauschen und höherer Dynamik (9,7 Blenden). Bei ISO 100 bietet sie eine gute Bildqualität, ab ISO 800 macht sich dann der Einfluss des Rauschfilters bemerkbar. Die Haptik der Systemkamera lässt allerdings zu wünschen übrig.
Alle Daten und Testergebnisse zum Samsung NX1000