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KAMERATEST Olympus SZ-14

Wenn es einen Kauftipp für maximalen Brennweitenbereich auf minimalem Raum gäbe – die Olympus SZ-14 wäre ein heißer Kandidat.

Olympus Stylus SZ-14

Hersteller
Olympus
UVP
220.00 €
Wertung
27.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Ein 24-fach Zoom mit kleinbildäquivalenten 25-600 Millimetern Brennweite in einem Gehäuse, das nur rund 200 Gramm, ist gigantisch. Trotz ihrer Tiefe von 40 Millimetern wirkt sie lange nicht so klobig wie die klassischen Bridge-Kameras, etwa die SP-62UZ aus dem gleichen Haus. Der geschickt angeordnete "Griff" ragt deutlich aus dem flachen Kameragehäuse. Zusammen mit dem ausklappbaren Blitz, der das Gehäuse optisch noch ein wenig höher macht, gibt er den Linien Schwung und lässt die Kamera noch schlanker aussehen.
Wie bei allen neueren Olympus-Kompakten ist die Kameraoberfläche aalglatt. Durch die gute Gestaltung des Kamerabodys liegt sie trotzdem gut in der Hand und lässt sich sicher halten. Einige Bedientasten an der Kamerarückseite sind etwas klein geraten, haben aber einen klaren, deutlichen Druckpunkt. Die Kennzeichnung der Bedienelemente ist klein bis undeutlich, das Menu, wie bei Olympus üblich, einfach und verständlich mit der hilfreichen Permanentanzeige an der rechten Seite des Displays. Allzuviel einzustellen gibt es allerdings auch nicht. Zielen und Abdrücken, das war’s. 16 Motivprogramme stehen zur Auswahl, wer es ganz einfach will wählt „i-Auto - die intelligente Automatik“. Manuelle Einstellmöglichkeiten gibt es nicht.

© Olympus

Das Drei-Zoll-Display mit 153300 RGB-Pixeln liegt im Klassenschnitt, die Darstellung der Symbole ist überdurchschnittlich – dank ihrer sehr gut erkennbaren Größe sind sie bei allen Lichtverhältnissen gut zu lesen. Der Brennweitenbereich von 25 bis 600 mm (KB) ist phänomenal. Es ist schon eine große Leistung der Olympus-Ingenieure, die dafür erforderliche Technik in so einen kleinen Body zu packen. Bei 600 Millimeter Brennweite ist ein Bildstabilisator enorm wichtig, denn es völlig aussichtslos, aus der Hand scharfe Aufnahmen zu schießen. Doch erst ein Stativ macht diese Kanonenbrennweite tatsächlich beherrschbar.
Ein 14-Megapixel-CCD mit1/2,3 Zoll kann im Bereich von ISO 80 bis ISO 1600 belichtet werden. Videos fängt die Olympus SZ-14 im HD-Videomodus (1280x720 Pixel) ein. Dabei kommt die Multi-Motion Movie Image Stabilisation (Movie IS) zum Einsatz. Dieser spezielle Bildstabilisator soll „Unschärfen minimieren, die entstehen können, wenn Videos aus der Bewegung aufgenommen werden“.  In der Praxis sollen damit auch die langen Brennweiten noch akzeptable Clips liefern.
Spaßfilter gibt es in Hülle und Fülle, mit denen „auf Knopfdruck kleine Kunstwerke entstehen“, wie Olympus auf der Website schreibt. Für alle Filterfans heißt es dort: „Als eine der ersten Kameras hat die SZ-14 den neuen Filter Splittereffekt“.  Nun denn. 10 Bildern pro Sekunde schafft die Olympus SZ-14, wenn man die Auflösung auf 3 Megapixel beschränkt. Bei voller Auflösung sind es nur noch 0,89 Bilder/Sek. Beim Autofokus macht sie dagegen wieder Boden gut: Eine Auslöseverzögerung von 0,3s im Weitwinkel und 0,45s im Tele ist gut.
Die Bildqualität im Weitwinkel ist akzeptabel, solange man bei viel Licht fotografiert und die Automatik die Empfindlichkeit unten hält. Bei ISO 100 und Weitwinkel sehen die Bilder sogar besser aus, als der starke Kurtosiswert (4,6) vermuten lässt. Noch stärker als bei steigender Empfindlichkeit leidet die Qualität im Telebereich: Hier kommt die optische Konstruktion offenbar an ihre Grenzen. Das schlägt sich nicht nur in den Messergebnissen nieder, auch die Testbilder sind schlecht.
Fazit: Die Olympus SZ-14 ist eine Sorglos-Kamera mit intelligenter Automatik, bei der ein üppiges 24-fach Zoom in einem schlanken Gehäuse untergebracht ist. Die Bildqualität ist vor allem im Telebereich aber unterdurchschnittlich.

Alle Daten und Testergebnisse zum Olympus Stylus SZ-14

 
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