Testbericht Olympus E-3
Dazu gehört neben Belichtung und Weißabgleich auch ein zuschaltbarer Kontrastausgleich durch Schattenaufhellung (Gradation Auto), wie man ihn auch bei Nikon und Sony findet. Mit dem schwenkbaren TFT-Monitor besitzt die Olympus E-3 ein Merkmal, das man auch von der Panasonic DMC-L10 kennt. Der 2,5-Zoll-Monitor lässt sich horizontal wie vertikal verschwenken, was das Fotografieren in Bodennähe ebenso erleichtert wie „über Kopf“.
Zudem lässt sich der Fn-Taste eine von 10 Kamerafunktionen zuordnen. Kamerainterne Möglichkeiten, das Bild nachzubearbeiten und dann erneut zu speichern, bieten heute einige Modelle. Zudem lassen sich bei der Olympus RAW-Bilder ganz einfach (ohne Einstellen von Parametern) zu JPEGs zu verarbeiten, die dann wieder auf der Karte gespeichert werden. Der Pentaprismensucher bietet eine Bildfeldabdeckung von 100 Prozent und eine effektive Suchervergrößerung von 0,58. Das mit 11 Kreuzsensoren arbeitende AF-System zeichnet sich laut Herstellerangabe durch hohe Lichtempfindlichkeit aus; es arbeitet bereits ab einem Lichtwert von -2 EV, während die meisten anderen Systeme in der Regel ab -1 EV funktionieren. Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit von 0,27 s ist relativ kurz, die Einschaltverzögerung von 1,2 s ziemlich hoch.
Der 17,3 x 13 mm große CMOS der E-3 bringt bei der Auflösung gute, klassenübliche Resultate von 1171/1132 LP/BH bei ISO 100/400. Weniger erfreulich die Rauschwerte: Zwar liefert die Kamera bei ISO 100 mit VN 0,9 noch ein achtbares Ergebnis, fällt aber bereits bei ISO 400 auf VN 1,7 ab. Und VN 2,7/3,6 bei ISO 800/1600 sind wahrlich nicht mehr zeitgemäß. Unbefriedigend auch der Objektkontrast: Während die Konkurrenz bis zu 10,5 Blenden schafft, bringt es die E-3 auf maximal 8,5 Blenden bei ISO 100, um dann bis auf 6,5 Blenden bei ISO 1600 abzufallen. Unterm Strich: stattliche 55,5 Punkte für die Bildqualität bei ISO 100, aber nur 51 bei ISO 400.
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$umbruch$ Beurteilung nach neuen Testkriterien
Olympus E3
10 Megapixel- Kamera. Bei ISO 100 sind die Werte gut - im Klassenvergleich aber nur durchschnittlich. Bei höheren Empfindlichkeiten kämpft die E3 mit dem Problem aller 4/3-Kameras: Der kleinere Sensor führt zu kleineren Pixeln und damit höherem Rauschen. Auch die Kurtosis-Werte (Texturverlust) könnten niedriger sein. Allerdings macht Olympus nicht den Fehler, das Rauschen auf Kosten der Detailzeichnung zu unterdrücken.
Detaillierte Testergebnisse - Olympus E3
Im Live-View ist eine Vorschau auf Belichtung und Weißabgleich möglich; ein Histogramm kann eingeblendet werden.
Jedes Feld am Monitor lässt sich direkt anwählen; ist es gelb unterlegt, kann man mittels Einstellrad Werte verändern.