DSLR Nikon D300s im Test
- Testbericht
- Datenblatt
Nikon D300s
- Hersteller
- Nikon
- UVP
- 1450 €
- Wertung
- 49.5 Punkte
- Testverfahren
- 1.6
- Auszeichnung
-
- +HD-Qualität (1280 x 720)
- +Hohe Bildfrequenz
- +AF-Modul mit 51 Messfeldern
Neu im Vergleich zu D90/D500 ist, dass beim Videofilmen mittels AF-on-Taste automatisch scharfgestellt werden kann. Das eingebaute Mikrofon zeichnet den Ton in Mono auf; alternativ lässt sich jetzt ein externes Stereomikrofon anschließen. Damit kann man die Tonqualität insgesamt verbessern und verhindern, dass sich der AF-Motor mit Geräuschen in der Aufnahme verewigt. Neu bei der D300s ist auch eine einfache Filmschnittfunktion für Anfang und Ende einer Videosequenz. Blendenwerte können jetzt bis 1:16 (1:8 bei der D90) eingestellt werden.
Ratgeber: So funktionieren moderne AF-Antriebe
Zum Speichern der Bilder und Filme stehen bei der D300s zwei Kartenschächte bereit, der eine für CompactFlash-, der andere für SDHC-Karten. Die Karten können in verschiedenen Modi, parallel oder nacheinander, beschrieben werden. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Bilder auf das eine Medium und Filme auf das andere zu speichern.
Höhere Bildfrequenz als die Vorgängerin
Das solide und griffige Magnesiumgehäuse der D300s ist umfassend gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet, ein Selbstreinigungssystem für den Bildsensor an Bord. Der 100-Prozent-Sucher bietet eine effektive Vergrößerung von 0,63x und gehört damit zu den größten seiner Klasse. Gitterlinien lassen sich einblenden. Beim Ausrichten der Kamera im Live-View-Modus bzw. beim Videofilmen hilft ein künstlicher Horizont.
Aufwändiges AF-Modulmit 51 Messfeldern
Zur automatischen Fokussierung verwenden D300/300s das auch beim Profimodell D3 eingesetzte AF-Modul Multi-CAM 3500 mit 51 Messfeldern (15 Kreuzsensoren) und einem Messbereich von LW -1 bis 19 (ISO 100 bei 20° C). Der Autofokus lässt sich auf verschiedene Objektive feinabstimmen, zudem hilft eine Motiverkennungsfunktion bei der Schärfenachführung.
Über den Multifunktionswähler, der nicht nur „oben-unten" oder „links-rechts" erlaubt, sondern auch Schritte in diagonaler Richtung, lassen sich einzelne AF-Felder komfortabel anwählen. Neu ist die Bestätigungstaste im Zentrum des Multifunktionswählers. Zwar hat man die Bestätigungsfunktion als solche auch bei der D300, wenn man die große Richtungstaste exakt in der Mitte drückt. Verfehlt der Finger dabei aber das Tastenzentrum, bleibt die Bestätigungsfunktion aus.
Mehr lesen
- Übersicht: Unsere Bestenlisten
Aktives D-Lighting auch in Bracketing-Variante
Den brillanten 3-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von 307 000 RGB-Bildpunkten kennt man bereits von der Vorgängerin, ebenso die Live-View-Funktion mit AF-Unterstützung, wobei wahlweise Phasen- oder Kontrast-AF bereit stehen. Während man Live-View bei der D300 eher umständlich aktivieren muss, steht dafür bei der D300s eine eigene Taste (Lv) zur Verfügung. Dafür entfiel die Entriegelungstaste für die Abdeckung des Speicherkartenfachs. Dieses öffnet man nun wie bei der D90 durch Verschieben des Deckels in die Aufklappposition.
Die kamerainterne Bildbearbeitung wurde bei der D300s durch eine Belichtungsreihenfunktion für das „aktive D-Lighting" (Kontrastausgleich) ergänzt. ADL-Reihen können bis zu fünf Bilder mit verschiedenen Abstufungen des Kontrastausgleichs umfassen.
Ratgeber Wissen: Vergütungen von Objektiven
Zudem existiert D-Lighting als Nachbearbeitungsfunktion für bereits aufgenommene Bilder. Unter den Bearbeitungsfunktionen ist bei der D300s jetzt auch ein RAW-(NEF-)Konverter, den man erstmalig bei der D90 ortete. Neu ist allerdings, dass auch Farbraum und Rauschfilter nachträglich eingestellt werden können.
Bildqualität auf dem Niveau der Vorgängerin
An der Auflösung des CMOS-Sensors im DX-Format (23,6 x 15,8 mm) hat sich im Vergleich zur D300 nichts geändert. Es bleibt bei 12,3 Megapixel an effektiver Auflösung; unverändert auch der Empfindlichkeitsbereich von ISO 200 bis 3200, expandierbar in zwei Richtungen (ISO 100 und ISO 6400). Bei der Bildqualität schafft die Neue knapp das Niveau des Vorgängermodells, ist aber keinesfalls in der Lage, noch etwas draufzusetzen – D300-Besitzer ohne Videoambitionen müssen nicht mit einem Modellwechsel liebäugeln.
Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon D300s