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Testbericht Nikon Coolpix S9300 im Test

Großer Zoombereich oder kompaktes Gehäuse? Mit der Coolpix S9300 versucht Nikon den Weg durch die goldene Mitte. Im Test zeigt sich, ob das Vorhaben gelingt.

Nikon Coolpix S9300

Hersteller
Nikon
UVP
250.00 €
Wertung
35.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Nikon Coolpix S9300
  • +GPS-Modul
  • +Gute Handlichkeit
  • +Schnell einsatzbereit

  • -Hoher Texturverlust

Da hat man schon was in der Hand: Mit einem 109 x 60 x 31 Millimeter großen Gehäuse und einem Gewicht von ca. 210 Gramm liegt die Nikon Coolpix S9300 zwischen den Dauerbegleitern der 100-Gramm-Klasse und den ausgewachsenen Bridgekameras. Im Marketingdeutsch heißt das Travelzoom. Sie ist in den Farben Schwarz, Rot und Silber erhältlich.

Ausstattung & Bedienung

Damit man die Kamera rutschsicher halten kann, haben die Nikon-Techniker großen Aufwand betrieben. An der Kameravorderseite ist ein senkrecht verlaufender Wulst angebracht, auf der Kamerarückseite an der entscheidenden Stelle ein gerastertes Gummiteil eingelassen. Wird die Kamera in Fotografierposition gehalten, befinden sich die Finger genau an diesen Punkten. Auf den Wulst an der Vorderseite wird leichter Zug ausgeübt, der Daumen drückt am Bremsgummi dagegen – so ist die Kamera wunderbar zu halten.

© Nikon


 
Die Bedienelemente sind gut überschaubar angeordnet und auch die Qualität der Tasten überzeugt. Die Druckpunkte sind deutlich und die rechteckigen Tastenflächen von angenehmer Größe. Die Kennzeichnung der relativ wenigen Tasten ist in Ordnung.

Das Funktionswählrad an der Kameraoberseite für die Optionen Modus Automatik, Effekts, Serienaufnahme, Smart Portrait und Motivprogramme ist bündig versenkt, rastet allerdings etwas leicht. Da ist Vorsicht geboten, schnell ist etwas unbeabsichtigt verstellt. Das einfache Nikon-Menü birgt keine Geheimnisse, es ist überschaubar und verständlich.


 

Als Display kommt der auch bei den größeren Megazoomern verwendete 3-Zöller mit 307.000 RGB-Pixeln zum Einsatz. Die Darstellung ist scharf, und Farben werden natürlich wiedergegeben. Die Helligkeit lässt sich in fünf Stufen einstellen, diese Helligkeitseinstellung bleibt auch nach dem Ausschalten gespeichert.

Der Brennweitenbereich reicht von 25 bis 450 mm (KB) bei einer Lichtstärke von 3,5 bis 5,9. Das lässt keine Wünsche offen. Makroaufnahmen sind ab 4 cm Abstand möglich.

Manuelle oder halbautomatische Aufnahmemodi sucht man vergeblich. Neben der Susi-Sorglos-Automatik gibt es einen Automatik-Modus, bei dem man ISO-Empfindlichkeit, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, Belichtungsmessung sowie den Autofokus-Bereich manuell anpassen kann. Belichtungszeit oder Blende lassen sich aber nicht einstellen.

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Bei den kamerainternen Bildbearbeitungsfunktionen gibt es neben dem Standardrepertoire auch exotisches, wie „Nachtlandschaft“, ein Multishot-Programm, bei dem die Kamera aus einer Reihe von Bildern eine Gesamtaufnahme mit möglichst viel Zeichnung und Schärfe und möglichst geringem Rauschen rechnet.

© Nikon

Neu gegenüber dem Vorgängermodell S9100 sind ein GPS-Receiver und ein elektronischer Kompass. Der Receiver versorgt Fotos mit Ortsinformationen und funktioniert auch bei schlechten Wetter- und Umgebungsbedingungen gut. Zudem ist er schnell ein- und ausgeschaltet, was die Akkuzeit deutlich verlängern kann. Die Funktionsweise des elektronischen Kompass bleibt uns dagegen auch nach Studium des Handbuchs ein Rätsel.

Bildqualität

Die Auflösung ist von 12 auf 16 Megapixel gestiegen, über die Sinnhaftigkeit lässt sich trefflich streiten. Nikons neues Bildverarbeitungssystem solleine ultraschnelle Bedienung und verbesserte Filmaufnahmen, höchste ISO-Empfindlichkeit und maximale Bildqualität“ gewährleisten.

Tatsächlich greift der Prozessor rigoros ins Bild ein, was sich im hohen Texturverlust (Kurtosiswerte: 5,0 bei ISO 125, 10,0 bei ISO 400!) zeigt. Zudem ist im Weitwinkel eine deutliche kissenförmige Verzeichnung zu erkennen. Das kostet zusammen haufenweise Punkte.

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Zur Ehrenrettung der S9300 muss man aber sagen, dass die Abstimmung trotzdem ganz passabel ist. Zumindest bei der Eingangsempfindlichkeit ISO 125. Pluspunkte kann die Kamera beim Tempo sammeln. Sie ist schnell schussbereit, beschränkt die Denkpausen zwischen den Aufnahmen auf das Nötigste und ist mit Autofokuszeiten von 0,35s (WW) bzw. 0,56s (Tele) auch beim Scharfstellen flott und zuverlässig.

Fazit

Nikon hat bei der Coolpix S9300 einen guten Kompromiss zwischen Handlichkeit und großem Brennweitenbereich gefunden. Das rigide Eingreifen des Prozessors ins Bild schlägt sich jedoch negativ bei der Bildqualität nieder und kostet Punkte.

Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon Coolpix S9300

 
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