TESTBERICHT Nikon Coolpix S6300
- Testbericht
- Datenblatt
Nikon Coolpix S6300
- Hersteller
- Nikon
- UVP
- 160 €
- Wertung
- 31.5 Punkte
- Testverfahren
- 1.6
© Nikon
Mit 94 x 58 mm ist die S6300 dabei noch einen Hauch kleiner als ihre Schwestern, mit 26 mm Dicke aber deutlich beleibter. Dadurch wirkt sie etwas gedrungener, liegt mit ihren 160 Gramm aber auch besser in der Hand. Sogar eine Rutschbremse in Form von winzig kleinen Noppen hat man ihr spendiert. Die mit Noppen versehene Fläche ist zwar klein, aber dennoch lässt sich an dieser Stelle mit dem Daumen etwas Gegendruck aufbauen und durch dieses kleine Detail ist die Kamera besser in Position zu halten.
© Nikon
Der Brennweitenbereich von 25 bis 250 mm (KB) entspricht dem aktuellen Quasi-Standard bei den gehobenen Kompaktkameras. Das sollte für die überwältigende Mehrzahl aller fotografischen Situationen ausreichen, auch wenn die Lichtstärke mit Anfangsöffnungen zwischen f3,2 bis f5,8 sich nicht im Top-Bereich bewegt. Makroaufnahmen sind ab 10 cm möglich.
Videos zeichnet die Nikon Coolpix S6300 in Full-HD mit 1920x1080 Pixeln auf. Filmschnipsel, die nur durch eine kurze Pause getrennt sind, werden in eine einzige Filmdatei geschrieben. Das ist für die Weiterverbreitung ohne großes Schneiden auf jeden Fall eine praktische Sache. Optisches Zoom und Autofokus stehen auch im Video-Modus zur Verfügung, der integrierte HDMI-Anschluss sorgt für einen direkten Draht zum HD-Fernseher. Mit einer entsprechenden Eye-Fi-X2-Speicherkarte ausgestattet kann die S6300 Fotos direkt aufs Handy oder den PC beamen.
Obwohl die S6300 den gleichen 16-Megapixel Bildsensor hat wie die S3300 und die S4300 hat, sind die Bilder völlig anders abgestimmt - neben dem Objektiv mischt da auch der Prozessor kräftig mit. Die Mittenauflösung im Weitwinkel ist deutlich höher (1517 LP/BH bei ISO 125, 1346 LP/BH bei ISO 400), der Randabfall aber auch (450-500 LP). Das Rauschen ist bei niedriger Empfindlichkeit etwas höher, bei steigender Empfindlichkeit dafür besser als bei den anderen beiden Modellen aus der gleichen Reihe. Das geht allerdings zu Lasten der Detailzeichnung, was sich in hohen Kurtosiswerten (z.B. 9,7 bei ISO 400) und unnatürlich geglätteten Gesichtern bei den Testaufnahmen zeigt.
Fazit: Die Nikon Coolpix S6300 hat ein akzeptables Preis-Leistung-Verhältnis, überzeugt aber nicht auf ganzer Linie. Wer auf das 10-fach Zoom verzichten kann, fährt mit der 30 Euro günstigeren S4300 besser.
Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon Coolpix S6300
Autor/en:
Reinhard Merz
Quelle:
COLORFOTO