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TESTBERICHT Nikon Coolpix P310 – Kompaktkamera mit edlem Design

Die Coolpix P310 ist das neue Modell in Nikons Kompakt-Mittelklasse. Die Ausstattung ist prächtig, die Bildqualität auch?

Nikon Coolpix P310

Hersteller
Nikon
UVP
280.00 €
Wertung
40.5 Punkte
Testverfahren
1.6

Über Geschmack wird ja häufig gestritten, aber bei der neuen Coolpix P310 war sich die Redaktion einig: Die in Schwarz und Weiß erhältliche Kamera sieht einfach prima aus. Nicht umsonst konnte sie 2012 auch den begehrten Red-Dot-Award einsammeln, der jedes Jahr für gelungenes Industriedesign vergeben wird. Dass sie mit einer Gehäusetiefe von 3,2 cm etwas mollig ist, fällt da gar nicht weiter auf. Mit einem UVP von 330 Euro gehört die Coolpix P310 zum Kompaktadel.
 
Die Oberfläche ist glatt. Um ein gutes Haltegefühl zu erzeugen hat Nikon großen Aufwand betrieben. Auf der Kameravorderseite ist ein senkrechter Gummistreifen eingelassen, auf der Rückseite an der Daumenposition eine gummierte Mulde angebracht. Genau an diesen beiden Positionen wird die Kamera beim Fotografieren gehalten, egal wie groß die Hände sind. Hier hat Nikon die beim Vorgängermodell P300 bewährten Features übernommen.
 

© Nikon

Die Anordnung der Bedienelemente ist praktisch. Das leicht versenkte Funktionswählrad rastet tadellos, das zweite Einstellrad an der rechten Kameraoberseite ist leichtgängiger und hat eine etwas zartere Rastung. Der Vierwegetaster in der Bedienfeldmitte funktioniert auch als Einstellrad für unterschiedliche Werte und Menüeinstellungen. Der Funktionstaste an der Kameravorderseite können Einstellungen zugewiesen werden, auf die sehr schnell, ohne Umwege zugegriffen wird. Alle Bedienelemente sind von guter Qualität, die Kennzeichnung ist deutlich.

Die P310 bietet nicht nur viele verschiedene Motivprogramme, sonder auch Zeit- und Blendenvorwahl sowie komplett manuelle Steuerung. Nikon hat die vielen Funktionen und Unterfunktionen geschickt auf die Bedienelemente verlagert und dadurch das Menü übersichtlich gelassen. Diese klare Linie und die eindeutige Begrifflichkeit machen dieses üppige System gut beherrschbar.

Das Display misst 3 Zoll in der Diagonalen und bildet dank seiner ca. 307.000 RGB-Pixel knackscharf ab. Farben werden natürlich wiedergegeben, Schrift und Symbole sind gut zu erkennen. Je nach Umgebungslicht kann man die Helligkeit in fünf Stufen anpassen. Eine Antireflexbeschichtung soll die Darstellung bei Sonnenlicht verbessern und tatsächlich ist das Bild bei praktisch allen Lichtverhältnissen gut zu erkennen.

Der Blitz kommt erst nach Betätigung der Blitztaste aus seiner Position, nach Gebrauch will er wieder in seine Ruheposition gedrückt werden. Für Spezialanwendungen ist es möglich, den Fokus manuell einzustellen. Das ist vor allem bei Nahaufnahmen sehr hilfreich, denn der Vierwegetaster lässt bei dieser Anwendung eine sehr präzise Einstellung zu. Videos werden in Full HD aufgezeichnet.

Ein Brennweitenbereich von 24 bis 100 mm (KB) ist eher bescheiden, dafür versucht die P310 mit hoher Lichtstärke zu punkten. f1,8 bei 24 Millimetern Brennweite sind tatsächlich sehr gut, man sollte allerdings auch nicht verschweigen, dass die Lichtstärke mit zunehmender Brennweite schnell in den Keller geht. f4,9 sind für kleinbildäquivalente 100 Millimeter nämlich alles andere als Spitze. Zur Bildstabilisierung wird die ganze Linsengruppe mechanisch verschoben, das funktioniert in der Praxis gut und erweitert den Einsatzbereich bei geringer Empfindlichkeit deutlich.

Der CMOS-Sensor hat 16 Megapixel und wird rückwärtig belichtet. Solange die Empfindlichkeit ISO 100 beträgt, liefert die P310 in allen Brennweitenbereichen anständige Bilder. Auffallend ist jedoch der starke Abfall der Auflösung in den Ecken – im Weitwinkel bei Eingangsempfindlichkeit mehr als 560 LP/BH (1827 in der Bildmitte, 1264 in den Ecken). Ab ISO 400 geht es schnell bergab, und die H1 und H2 genannten Hochempfindlichkeitsmodi sind nicht einmal für die Experimentalfotografie zu gebrauchen.

Fazit: Das Kamerakonzept der Nikon Coolpix P310 überzeugt und die Bildqualität enttäuscht zumindest bei ISO 100 nicht. Schwächen bei höherer Empfindlichkeit kosten viele Punkte.

Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon Coolpix P310

 
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