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Testbericht Nikon Coolpix L610 im Test: Einfache Bedienung, solide Qualität

Mit der kompakten Coolpix L610 will Nikon bei den Mittelklasse-Einsteigern punkten. Ob das gelingt, verrät der ColorFoto Test.

Nikon Coolpix L610

Hersteller
Nikon
UVP
220.00 €
Wertung
44.5 Punkte
Testverfahren
1.6

Nikon Coolpix L610
  • +praxistauglicher Zoombereich
  • +gute Makroeinstellung
  • -mäßige Serienbildfunktion
  • -Artefakte bei kontrastreichen Kanten
  • -bereits ab ISO 400 stärkeres Rauschen

Mit rund 240 Gramm ist die Nikon Coolpix L610 – erhältlich in den Farben Rot, Schwarz und Silber - kein Leichtgewicht mehr, trotzdem wirkt sie schlank und ist durch die Rutschbremse an der rechten vorderen Kameraseite gut zu halten. Die kleinen Noppen an der rückseitigen Daumenposition sind dagegen nur ein Alibi, denn zu einem besseren Haltegefühl tragen diese glatt polierten Stecknadelköpfe nichts bei. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Die Bedienelemente sind gut überschaubar angeordnet und auch die Qualität der Tasten kann überzeugen: Die Druckpunkte sind deutlich und die runden Tastenflächen von angenehmer Größe. Die Kennzeichnung der relativ wenigen Tasten ist ungewohnt groß und deutlich.

Überschaubar und verständlich

Das einfache Nikon Menü birgt keine Geheimnisse, ist überschaubar und verständlich. Das Aufnahme-Menü hat gerade mal sechs veränderbare Positionen. Das ist auch von Einsteigern zu gut bewältigen. Auf Blitzoptionen, Makro, Selbstauslöser-Varianten und Belichtungskorrektur kann via Vierwegetaster direkt zugegriffen werden.

Die Nikon Coolpix L610 ist in den Farben Rot, Schwarz und Silber erhältlich. © Nikon
Die Nikon Coolpix L610 ist in den Farben Rot, Schwarz und Silber erhältlich.

Warum sich die Stativbuchse an der linken äußeren Ecke befindet, wissen wohl nur die Konstrukteure. Vielleicht weil der Batteriefachdeckel geöffnet werden kann, wenn die Kamera auf dem Stativ geschraubt ist. Richtig, es ist ein Batteriefach, kein Akkufach. Der Hersteller argumentiert damit, dass der Batterietyp überall auf der Welt zu haben ist.

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Das 3-Zoll-Display mit Antireflexbeschichtung und fünf Helligkeitsstufen ist scharf und stellt Farben natürlich dar, 153.300 RGB-Pixel sind der aktuelle Standard. Der Brennweitenbereich reicht von 25 bis 350 mm (KB) bei einer Lichtstärke von 3,0 bis 5,9. Das ergibt einen Zoomfaktor von 14. Damit lassen sich alle gängigen Motive spielend bewältigen, zumal Makroaufnahmen ab 1 cm Abstand möglich sind. Mit dem optischen Bildstabilisator kann man auch die längeren Telebrennweiten durchaus mal aus der Hand testen.

3D-Effekt und Rundumsicht

19 verschiedene Motivprogramme nehmen dem Fotografen die optimalen Einstellungen für die jeweilige Aufnahmesituation ab. Und natürlich lassen sich die Fotos auch in der Kamera noch nachbearbeiten. Panoramaschwenks mit 180- oder 360-Grad-Aufnahmen gehören zur Grundausstattung, auch 3D-Aufnahmen sind möglich – ein entsprechenden Wiedergabegerät vorausgesetzt.

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Die Autofokusgeschwindigkeit der Nikon L610 ist mit 0,36s im Weitwinkel gut, 0,62 in Tele gehen so gerade noch durch. Relativ mau ist dagegen die Serienbildfunktion: 1,9 Bilder pro Sekunde und nur 4 Bilder in Folge – das hat man schon besser gesehen. Für die Actionfotografie ist das eine echte Einschränkung.

Die Bedienelemente sind gut überschaubar angeordnet. © Nikon
Die Bedienelemente sind gut überschaubar angeordnet.

Die 16 Megapixel auf einem CMOS-Sensor sind Mainstream, den ISO-Bereich bis maximal ISO 3.200 sollte man keinesfalls ausreizen, denn ab ISO 800 sehen die Bilder aus, wie mit grober Ölfarbe getupft.

Die Bildqualität bei ISO 125 (geringste Empfindlichkeit) ist OK, auch wenn hier an kontrastreichen Kanten ab und an Artefakte zu sehen sind. Bei zu viel Licht wird ein elektronisch gesteuerter ND-Filter zugeschaltet. Das Rauschen ist über alle Empfindlichkeiten in den Schatten stärker als in den Lichtern.

Fazit

Die Nikon Coolpix L610 ist eine Kamera, die wegen ihrer einfachen Bedienung von Einsteigern geschätzt werden wird. Rund 230 Euro sind dafür ein fairer Preis.

Alle Daten und Testergebnisse zum Nikon Coolpix L610

 
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