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KAMERATEST Leica V-LUX 30

Es ist nicht nur der rote Punkt, der diese Kamera zu etwas Besonderem macht. Sie sieht einfach gut aus - zeitlos, ohne jeden überflüssigen Schnickschnack.

Leica V-Lux 30

Hersteller
Leica
UVP
700.00 €
Wertung
49.5 Punkte
Testverfahren
1.6

Klare Konturen und eine übersichtliche Anordnung der Bedienelemente prägen das Bild. Das Haupteinstellrad an der Kameraoberseite ist zwar etwas klein geraten, aber durchaus noch handlich zu bedienen.

Pate stand die Panasonic Lumix DMC-TZ22, der Leica das „besondere Etwas“ einhaucht . Zu den Änderungen gehört neben einem überarbeiteten Gehäusedesign und einer modifizierten Firmware auch das mitgelieferte Zubehör. Die Leica V-LUX 30 kommt mit  Vollversionen von Adobe Photoshop Elements 9 und Adobe Premiere Elements 9, die ansonsten selbst im günstigen Bundle zusammen an die 100 Euro kosten.

Das Display ist klar, scharf und - ein Touchscreen. Ja, ein Touchscreen an der Leica, aber nach ein paar Tests finden selbst die eingefleischten Puristen in der Redaktion das nicht mehr verwerflich. Alle wirklich wichtigen Bedienelemente sind über Einstellrad, Tasten, Wippe und Schiebeschalter einstellbar und für die anderen sind die Menüs vorbildlich gestaltet.  Leica zeigt, wie ein gelungener Mix aus mechanischen Elementen und Touchscreen aussehen kann.

© Leica

Auch die Serienbildfunktion mit einer Bildfolge von 10 Bildern pro Sekunde bei voller Auflösung und einmaliger Fokussierung sowie fünf Bildern pro Sekunde bei kontinuierlicher Fokussierung wird Freunde finden. 60 Bilder pro Sekunde bei reduzierter Auflösung von 3,5 Megapixeln erschließen gar neue Motivbereiche.

Die Beigabe von Premiere Elements deutet schon darauf hin, dass man die Videofunktion durchaus ernst nimmt. Und tatsächlich gibt sich die Leica V-LUX 30 hier keine Blöße. Sie bietet eine Full-HD-Videofunktion mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln bei 50 Halbbildern pro Sekunde im AVCHD-Format. Die Tonaufnahme erledigt ein integriertes Stereomikrofon. Der Dolby-Stereo-Sound kann zwar keine professionellen Ansprüche befriedigen, klingt aber durchaus brauchbar. Für YouTube und Co. reicht die Qualität allemal.

Während man den auch von Panasonic benutzen 3D-Modus - bei dem die hohe Serienbildrate zur Berechnung einer dreidimensionalen Ansicht genutzt wird – als Spielerei abtun kann, hat die integrierte GPS-Funktion handfeste Vorteile, werden doch zu jeder Aufnahme die Positiondaten und die lokale Aufnahmezeit in den Exif-Daten der Bilddateien.

© Lecia

Das von Leica entwickelte 16fach-Zoom hat einen kleinbildäquivalenten Brennweitenbereich vom 24-Millimeter-Weitwinkel bis zur Telebrennweite von 384 Millimetern - luxuriös für eine Kamera dieser Größe.  Die maximale Lichtstärke - 3,3 in der Weitwinkel- und  5,9 in der Telestellung – ist dagegen nur mäßig. Der 1/2,33"-CMOS Sensor  hat eine effektive Auflösung von 14,1 MP.

Die Auflösung bei Weitwinkel und ISO 100 beträgt 1314 Lp/BH in der Mitte, der Randabfall ist deutlich (1087 LP/BH) und auch bei ISO 400 lässt die Auflösung bereits deutlich nach (1044 LP/BH in der Mitte, 850 in den Ecken). Die Kurtosiswerte pendeln bei allen Empfindlichkeiten und die 1,5. Das Rauschen ist bereits bei ISO 100 und 400 merklich, bei 1600 sehr stark (Visual-Noise-Wert von 5,0).

Fazit: Design und Ausstattung der Leica V-Lux 30 überzeugen rundum. Leider lässt sich das von der Bildqualität nicht uneingeschränkt behaupten. Der Preis von 550 Euro ist für eine Gesamtpunktzahl unter 50 deutlich zu hoch.

Alle Daten und Testergebnisse zum Leica V-Lux 30

 
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