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Testbericht Grafiktablett Wacom Cintiq 24HD im Test

Wer mit Wacoms neuer Königsklasse liebäugelt, braucht viel Platz auf dem Schreibtisch, eine Person zum Tragen und das nötige Kleingeld. Für knapp 2300 Euro gibt es das neue Cintiq 24HD, das einen monströsen Monitor mit einem überdimensional großen Grafiktablett vereint.

Das 24-Zoll-Display misst 61 cm in der Diagonale und bietet Full-HD-Qualität im Breitbildformat 16:10. Die Auflösung des Wacom Cintiq 24HD liegt bei 5.080 lpi (0,005l/mm). Für sicheren Stand sorgt ein Gegengewicht im Standfuß, das den größten Teil des Gewichts von knapp 29 kg ausmacht.

Über zwei seitliche Hebel steuert man die Neigung der Bildfläche von komplett senkrecht bis halbschräg oder flach. Den Monitor kann man, wenn nötig, zu sich heranziehen und über dem Schoss schweben lassen. Das Wacom Cintiq 24HD wird aktiv gekühlt. Gewöhnungsbedürftig ist das Surren, das der integrierte Lüfter verursacht.

Über seitliche Hebel lässt sich das Cintiq 24 HD in verschiedenen Arbeitspositionen von steil bis flach auf der Arbeitsplatte einstellen. © Wacom
Über seitliche Hebel lässt sich das Cintiq 24 HD in verschiedenen Arbeitspositionen von steil bis flach auf der Arbeitsplatte einstellen.

Die Qualität des Displays gefällt: Mit 190cd/m² ist es heller als das des Vorgängers Cintiq 21UX , die Farben wirken satt, Kontrast (550:1) und Blickwinkel sind hervorragend. Als Bedienelemente finden sich an dem breiten Rahmen (oben 7 cm, rechts und links je 12,5 cm) beidseitig ein Touchring und je fünf Express Keys. Manko: Die Bedienelemente reichen nur für Grundfunktionen, so dass man eine Tastatur braucht.

Drei Druckpunkte rechts oben im Display des Wacom Cintiq 24HD blenden weitere Infos, Konfigurationsmodi und die Bildschirmtastatur ein. Mittels zweier mitgelieferter Kunststoffstelzen lässt sich das Display hochstemmen, so das eine Tastatur darunter Platz hat. Die Knöpfe zum Einstellen der Monitoreigenschaften befinden sich hinten an der Oberseite des Wacom Cintiq 24HD.

Mit zum Lieferumfang gehören der Grip-Pen und 10 Auswechselminen. © Wacom
Mit zum Lieferumfang gehören der Grip-Pen und 10 Auswechselminen.

Mit zum Lieferumfang gehört Wacoms „Grip-Pen“ inklusive Stifthalter und 10 Wechselspitzen. Der Pen wird batterielos betrieben, ist leicht und liegt sehr gut in der Hand. Die Reaktionszeit ist mit max. 133 Punkte/s zwar geringer als etwa beim Intuos 4, reicht aber zum Freistellen und Zeichnen aus.

Das Tablett reagiert auf leichte Berührungen, differenziert 2.048 Druckstufen und eine Stiftneigung bis zu + 60 Stufen, womit sich Deckkraft und Linienstärke präzise steuern lassen. Rückseitig findet sich ein drucksensitiver Radierer und zwei frei programmierbare Seitenschalter, die Befehle wie Doppelklick oder Mausklick ausführen.

Fazit

Für Privatanwender teuer und groß, für Profis ein Traum: Gigantisches Stifttablett in hervorragender Verarbeitungsqualität mit sehr guten Monitor- und hervorragenden Zeicheneigenschaften. Guter Blickwinkel und Kontrast, helle, satte Farben und präzise Stiftführung. Aber riesig, knapp 30 kg schwer und mit rund 2.300 Euro recht teuer.

Technische Daten

Produkt: Wacom Cintiq 24HD
Preis: ca. 2.300 Euro
Internet: www.wacom-europe.com
Seitenverhältnis/Auflösung: 16:10/1920 x 1200 Pixel
Auflösung Videoeingang: DisplayPort, DVI-I (29 Pin)
Blickwinkel bei Kontrast 10:1: 178 Grad
Anzeigefarben: 1 073 741 824
Kontrastverhältnis: 550:1
Reaktionszeit/Luminanz: 13 ms/ 190 cd/m²
Aktive Fläche/Diagonale: 24,1 Zoll / 610 mm
Auflösung: 5080 lpi
Genauigkeit, Stift: +/- 0,5 mm (Mitte) bis +/- 4,0 mm
Neigungswinkel d. Stiftes : +/- 60 Grad
Erkennungshöhe (Stift): ab 5 mm (Mitte)
Übertragungsrate max.: 133 Punkte / s
Druckstufen: 2048
USB-Hub: USB 2.0 integriert mit eigener Stromversorgung und extern (500 mA)
Abmessungen (B x H x T): 77 x 46 x 6,4 cm
Gewicht: ca. 28,6 kg
Lieferumfang: Tablett, Stift, Stifthalter, Stiftspitzen, Netz- und Videokabel (DVI, DVI/VGA, DisplayPort), VESA-Schrauben, CD-ROM mit Treiber und Benutzerhandbuch
Kompatibilität: Windows 7, Vista, XP/Mac OS X ab 10.5.8

 
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