Testbericht Fujifilm X10 im Test: Gentlemanlike
- Testbericht
- Datenblatt
Fujifilm X10
- Hersteller
- Fujifilm
- UVP
- 450 €
- Wertung
- 75.5 Punkte
- Testverfahren
- 1.6
- Auszeichnung
-
- +chickes Retrodesign
- +Tadellose Verarbeitung
- +Top-Bildqualität
Der zweite Eindruck ist dann schon wesentlich besser. Diese Fuji sieht aus wie eine verkleinerte Leicaflex SL anno 1968, liegt mit 350 g sehr gut in der Hand und vermittelt aufgrund der deutlich strukturierten Oberfläche ein ausgezeichnetes Haltegefühl.
Bedienung
Die Einstellräder für Kameramodi und Belichtungskorrektur an der Kameraoberseite sind kräftig in der Friktion und können kaum unbeabsichtigt verstellt werden. Tasten und Schieber sind von exzellenter Qualität mit deutlich definierten Druckpunkten. Die gesamte Anordnung der Bedienelemente ist aufgeräumt und übersichtlich.
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Zurück zum Objektiv: Hier arbeitet keine ruckelnde, mehr oder weniger exakt einstellbare Zoomwippe, sondern ein gerändelter Einstellring, an dem man die gewünschte Brennweite exakt „von Hand“ einstellen kann. Der Brennweitenbereich 28–112 mm (KB) ist nicht rekordverdächtig, aber praxisgerecht. Wesentlich interessanter sind da die Anfangslichtstärke von 2,0 und eine Super-makrofunktion mit einem Aufnahmeabstand von etwa einem Zentimeter. Vom Tempo zeigt sich die Fujifilm X10 mit 7 Bildern/s bei voller Auflösung oder 10 Bildern/s bei halbierter Auflösung auf dem Stand der Technik. Auch bei der Auslöseverzögerung geht sie mit 0,33 s (WW) bzw. 0,46 s (Tele) flott zur Sache. Videos kann die X10 in Full-HD aufzeichnen.
Ein Sahnehäubchen bei der Ausstattung ist der optische Sucher. Die Größe des Suchers erlaubt auch Brillenträgern gute Einblicke. Dreht man an der Brennweite, dann folgt der Sucher brav und ohne Verzögerung. Auf Einblendungen wird verzichtet, damit ist klar: Dies ist das Werkzeug für die Komposition des Motivs.
Bildqualität
Das nächste Sahnehäubchen ist der Sensor: In den meisten Kompaktkameras steckt ein 1/2,3-Zoll-Chip mit 6,2 x 4,6 mm, macht 28,5 mm2. „Edelkompakte“ wie unsere aktuellen Testspitzenreiter Nikon Coolpix 7100 und Leica D-Lux 5 haben einen 1/1,7-Zoll-Sensor mit 7,6 x 5,6 mm, macht 42,5 mm2. Immerhin das Anderthalbfache des Standards. Der Sensor der X10 ist mit 8,8 x 6,6 mm oder 58 mm2 sogar mehr als doppelt so groß wie ein 1/2,3-CMOS. In Verbindung mit dem lichtstarken Objektiv bietet das viel Spielraum bei der Tiefenschärfe und genügend Platz für die einzelnen Pixel.
© Fujifilm
Die hauseigene EXR-Technologie bietet zudem die Möglichkeit, Pixelpaare zu kombinieren und damit – bei reduzierter Auflösung – mehr Dynamik oder weniger Rauschen ins Bild zu bringen. Beim Beurteilen der Bildqualität fällt auf, dass das ungeliebte Rauschen erst deutlich später erkennbar wird, als bei vergleichbaren Kameras. Bei ISO 100 und ISO 400 ist das Rauschverhalten vorbildlich, und auch bei ISO 800 arbeitet die Kamera akzeptabel. Ab ISO 1600 ist das Rauschen jedoch nicht mehr zu übersehen, trotzdem bringt die Fujifilm X10 noch brauchbare Bilder zustande.
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Fazit
Fujifilm ist mit der X10 ein großer Wurf gelungen. Mit 75,5 Punkten steht sie auf Platz 1 in der Bestenliste der Kompaktkameras und kann mit ihrem schicken Retrodesign und der tadellosen Verarbeitung darüberhinaus auch jede Menge Charmepunkte sammeln. Kauftipp Bildqualität.
Alle Daten und Testergebnisse zum Fujifilm X10