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Testbericht Fujifilm Finepix X100 - Digitalkamera im RAW-Test

Eine Sonderstellung nimmt die Fujifilm Finepix X100 (1000 Euro) ein: Tatsächlich handelt es sich nämlich nicht um eine Wechseloptikkamera, sondern um eine kompaktere Variante mit fest verbautem 23-mm-Objektiv (35 mm KB-äquivalent), einem SLR-Sensor im APS-C-Format (23,6 x 15,8 mm) und einer Auflösung von 12,2 Megapixeln.

Fujifilm Finepix X100 RAW

Hersteller
Fujifilm
UVP
1000.00 €
Wertung
45.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Das Gehäuse besteht teils aus Metall, teils aus schwarzem strukturiertem Kunstleder und erinnert an Klassiker wie die Leica M. Als Besonderheit verbaut Fujifilm einen Hybrid­sucher, bei dem der Anwender per Hebel zwischen optischem und elektronischem Betrieb wechseln kann.


Der elektronische Sucher, der schon vor der Aufnahme das Bildergebnis inklusive Belichtung und Weißabgleich zeigt, löst mit 480 000 RGB-Pixeln hoch auf, hat aber nur 0,5x effektive Vergrößerung. Dank des eingebauten LCD-Moduls kann man auch im optischen Sucherbetrieb  Zusatzinformationen, Histogramm und Ausrichthilfe einblenden. Alternativ lässt sich der rückseitige, relativ kleine 2,7-Zoll-Monitor (153 333 RGB-Bildpunkte) zur Bildkontrolle einsetzen. Beim automatischen Scharfstellen nutzt die X100 einen 49-Punkt-Kontrast­autofokus, mit dem sie nach 0,45/0,34 s auslöst - okay. Videos nimmt die Finepix in einfacher HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel, 24 B/s), dafür mit Stereoton auf. 

Bildqualität

Die X100 gehört zu den wenigen Kameras, die hier kaum besser abschneiden als im JPEG-Test. Zwar lässt sich durch Verwenden des Rohdatenformats die Auflösung von 1281 bis 1355 (JPEG) auf 1353 bis 1410 LP/BH (RAW) anheben; gleichzeitig sinken jedoch die Dead-Leaves-Werte, und die höhere Kurtosis weist auf eine etwas schwächere Feinzeichnung hin. Wie üblich bleibt im RAW-Test ein stärkeres Rauschen  im Bild – vor allem im höheren Empfindlichkeitsbereich (bis 2,3 VN). Positiv werten wir dagegen den vergleichsweise großen Dynamikumfang von bis zu 10,0 Blenden, der erst ab ISO 3200 unter 8 Blenden fällt. Trotzdem reicht es nur für 45 Gesamtpunkte – ein in diesem leistungsfähigen Umfeld unterdurchschnittliches Ergebnis.

Format JPEG RAW
LP/BH / LP/BH / – / V/N / Ble LP/BH / LP/BH / – / V/N / Ble
ISO100 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik 1355 / 769 / 0,4 / 0,6 / 9,7 1410 / 723 / 0,6 / 0,5 / 10,0
ISO400 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik 1350 / 722 / 0,4 / 0,7 / 9,3 1424 / 664 / 0,6 / 0,6 / 9,0
ISO800 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik 1343 / 683 / 0,5 / 0,8 / 9,0 1410 / 575 / 0,6 / 0,8 / 9,0
ISO1600 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik 1331 / 566 / 0,5 / 0,9 / 9,0 1396 / 496 / 0,6 / 1,1 / 8,0
ISO3200 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik 1293 / 472 / 0,5 / 1,1 / 8,3 1397 / 462 / 0,4 / 1,5 / 7,0
ISO6400 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik 1281 / 344 / 0,6 / 1,3 / 7,7 1353 / 399 / 0,2 / 2,3 / 6,0
ISO12800 Auflösung/DL/Kurtosis/Rauschen/Dynamik – / – / – / – / – – / – / – / – / –
ganze Tabelle anzeigen


Fazit
Wer bei der Fujifilm Finepix X100 mithilfe des RAW-Formats eine bessere Bildqualität erzielen will, muss sich beim Entwickeln der Rohdaten schon Mühe geben. Mit unseren zurückhaltend gesetzten Standardeinstellungen in Lightroom hält sich der Qualitätsvorteil jedenfalls in Grenzen. Zu den grundsätzlichen Pluspunkten gehören der gute, innovative Hybridsucher und das edle Gehäuse.

Den JPEH-basierten Test der Fujifilm Finepix X100 finden sie hier .

www.finepix.de

Alle Daten und Testergebnisse zum Fujifilm Finepix X100 RAW

 
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