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Testbericht

Fujifilm Finepix S5 Pro

ColorFoto


Karl Stechl

10. März 2008

Die Fujifilm Finepix S5 Pro (1390 Euro) kann ihre Verwandschaft zur Nikon D200 nicht verleugnen: Das solide Magnesiumgehäuse und die Kameratechnik sind nahezu identisch, und das F-Bajonett garantiert den vollen Nikon-Familienanschluss auch in optischer Hinsicht.

Im Unterschied zur Nikon D200 aber ist die Finepix S5 Pro mit einer Live-View-Funktion versehen. Dabei erzeugt der Bildsensor bei hochgeklapptem Spiegel das Live-Bild. Auf AF-Unterstützung muss man verzichten, jedoch hilft eine Bildschirmlupe beim manuellen Scharfstellen. Live-View ist per Timerfunktion auf 30 s begrenzt, vermutlich, um thermischen Problemen (und dadurch erhöhtem Rauschen) vorzubeugen. Eine Spezialität der Finepix S5 Pro ist die Filmsimulation, bei der neben der Standardeinstellung für Allerweltsmotive alleine vier Presets der Wiedergabe von Hauttönen gewidmet sind – ohnehin eine besondere Stärke der Kamera. Was man indes vergebens sucht, sind verschiedene Nutzerprofile (von denen die D200 vier zu bieten hat) und die Möglichkeit einer Weißabgleichsreihe. Zur Bildaufzeichnung setzt Fujifilm auf den SuperCCD SR im APS-C-Format. Bei ihm teilen sich 6,17 Mio. S-Pixel und die gleiche Anzahl R-Pixel die nutzbare Sensorfläche von 23,5 x 15,6 mm. Die Kamera erzeugt aus jedem Pixeltyp ein Abbild des Motivs und verrechnet dann beide Datensätze zum finalen Bild.

Fujifilm Finepix S5 Pro Blitzgerät
Bild vergrößern 937 609 http://img2.magnus.de/Fujifilm-Finepix-S5-Pro-Blitzger-t-r937x608-C-a3f85a44-31262569.jpg Unter dem ausgeklappten Blitzgerät erkennbar: der Blitzschuh für Systemblitzgeräte, die mit i-TTL-Steuerung arbeiten.

Unter dem ausgeklappten Blitzgerät erkennbar: der Blitzschuh für Systemblitzgeräte, die mit i-TTL-Steuerung arbeiten.

Die Auflösung wird dabei intern auf maximal 4256 x 2848 Pixel interpoliert. Die beiden Pixeltypen sind unterschiedlich groß und empfindlich, was zum Erweitern des Dynamik­umfangs genutzt werden kann. Unter „Dynamikbereich" im Aufnahmemenü finden sich neben einer Automatik-Funktion Prozent­angaben von 100, 130, 170, 230, 300 und 400. Bei Einstellung auf 100 Prozent wird ein Standardwert um 8 Blenden bei ISO 100 für den Dynamikumfang erreicht, wobei in diesem Fall nur die S-Pixel zum Einsatz kommen. Bei 400 Prozent erzielt man das Dynamikmaximum von 10,5 Blenden, was aber die Speicherzeiten verlängert und die Bildfolgezeit verringert. Und das kann weh tun, weil die Finepix ohnehin nur 1,6 B/s schafft. Die Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit von 0,34 s liegt im aktuellen Durchschnitt; die Einschaltverzögerung ist mit 0,6 s akzeptabel.

Fujifilm Finepix S5 Pro F-mount Aufdruck
Bild vergrößern 937 703 http://img2.magnus.de/Fujifilm-Finepix-S5-Pro-F-mount-Aufdruck-r937x703-C-51236307-31262572.jpg F-mount: Der Aufdruck weist auf das F-Bajonett von Nikon hin; auch ältere Nikkore können verwendet werden.

F-mount: Der Aufdruck weist auf das F-Bajonett von Nikon hin; auch ältere Nikkore können verwendet werden.

Bildqualität

Die Auflösung der FinePix S5 Pro liegt mit 1017/1015 LP/BH bei ISO 100/400 etwas oberhalb der 7-Megapixel-Kamera Panasonic Lumix DMC-L1. Beim Rauschen und beim Objektkontrast übertrifft die S5 aber die fast baugleiche Nikon D200 deutlich und ähnelt mehr der aktuellen D300. Beim Rauschen erreicht sie VN-Werte von 0,7 bis 1,5 zwischen ISO 100 und 1600 (D300: VN 0,7 bis 1,3), beim Objektkontrast zwischen 10,5 (ISO 100) und 9 Blenden (ISO 1600). Mit 55,5/55 Punkten für die Bildqualität liegt die Kamera nur knapp hinter der höher auflösenden Canon EOS 40D.

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Test
Bild vergrößern 200 54 http://img1.magnus.de/Test-r200x54-C-83bf5877-31262575.jpg
$umbruch$ Beurteilung nach neuen Testkriterien

Fuji Finepix S5 Pro

Liegt bei der Auflösung auf dem Niveau einer 8 Megapixel-Kamera. Aber in den anderen Kriterien spielt die Fuji Finepix ihre Stärken aus: In der Farbgenauigkeit erzielt sie die Höchstpunktzahl. In der Auslöseverzögerung liegt sie im oberen Leistungsbereich. Und die Bildqualität bei ISO 100 ist sehr gut. Dank der guten Eigenschaften beim Bildrauschen bleibt die Bildqualität auch bei höherer Empfindlichkeit durchweg gut. Hinzu kommen gute Werte für die Detailzeichnung (Kurtosis) bei hohen Empfindlichkeiten. Die Fuji Finepix schiebt sich auf einen zweiten Platz in der Kategorie der semiprofessionellen Kameras und bekommt den Kauftipp für die Bildqualität verliehen.

Detaillierte Testergebnisse - Fujifilm Finepix S5 Pro

Menü Feinabstimmung Fujifilm Finepix S5 Pro Die Feinabstimmung der Belichtung ist separat für die verschiedenen Messmethoden möglich.
Menü Aufnahme Fujifilm Finepix S5 Pro Filmsimulation: Alleine vier Voreinstellungen (F1/F1a-c) sind Porträts und der Optimierung von Hauttönen vorbehalten.





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