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Testbericht Dörr Airpod 160 mit Kugelkopf HB-45

Dörr GmbH Airpod 160 + HB-45

Hersteller
Dörr GmbH
UVP
330.00 €
Wertung
59.0 Punkte
Testverfahren
1.5

Das Dörr-Set besteht aus dem Carbon-Stativ Airpod 160 und dem Kugelkopf HB-45 und wiegt als Ganzes nur 2,2 kg. Das Airpod 160 trägt auf seinen Carbon-Roh­ren ein Foto-Equipment von bis zu 7 kg. Ist der im Set enthaltene Kopf montiert, gibt der Hersteller eine maximale Belastbarkeit von bis zu 5 kg an. Mit den  Packmaßen von 71 x 11 x 11 cm liegt das Dörr-Set genau in der Mitte des Testfelds. Die maximale Höhe von 173 cm erreicht man über zwei Auszüge, die man über Endlos-Schraubklemmen arretiert. Positiv sind die Kombifüße: Die Gummifüße sorgen für Standfestigkeit auf glatten Flächen, dreht man sie nach oben, kommen die Spikes zum Vorschein. Die 3-Stufen-Beinabspreizung bedient der Fotograf an der Stativschulter. Die Zugknöpfe rasten in jedem der drei Winkel der Beinabspreizung wieder automatisch ein und stabilisieren somit die Stativbeine.

Dörr ist der einzige Hersteller im Test, der sein Stativ mit einer hochwertigeren Carbon-Mittelsäule ausstattet, und somit das Gesamtgewicht nochmals reduziert. Zudem kann man sie durch eine mitgelieferte kurze Mittelsäule für bodennahe Aufnahmen ersetzen.Beim Kugelkopf HB-45 setzt Dörr auf die klassische Variante eines Kugelkopfes. Die Kamera schraubt der Fotograf mit einer ¼-Zoll- Schraube auf eine Schwalbenschwanzplatte.

Für die Befestigung der Kamera auf der Platte, hat der Hersteller die Schrauben mit einem klappbaren Drehgriff ver­sehen. Die stabile Parallelklemmung sichert die Kamera über einen kleinen Metallstift in der Kupplung vor dem Rausrutschen. Allerdings muss der Fotograf zum Einsetzen der Platte in die Kupplung den kleinen seitlichen Druckknopf betätigen. Damit  schiebt er den Metallstift zur Seite und lässt die Platte einrasten. Mit geringem Kraftaufwand fixiert der Drehhebel dann die Kameraplatte endgültig.

Der große Drehknopf  löst und fixiert die Kugel. Die Friktion stellt man über den mittleren Regler ein. Die Kugel läuft um die Horizontale angenehm weich, doch bei starker Neigung merkt man, dass die Kugel nicht ganz rund ist und die Friktion damit nicht ganz gleichmäßig arbeitet. Für die 360-Grad-Funktion löst man den kleinsten Drehknopf am Kopfboden.

Dort hat der Hersteller auch die Skala mit 15-Grad-Schritten markiert, aber leider auf eine spürbare Rasterung an der Null-Position verzichtet. Eine Libelle findet der Fotograf nur in der Stativschulter, aber nicht am Kugelkopf, wo eine Libelle viel sinnvoller untergebracht wäre. Im Lieferumfang enthalten ist eine ordentliche Tasche. Auf einen extra Tragegurt für das Stativ verzichtet der Hersteller.

Im Messlabor erreicht das Dörr-Set beim Schwingungstest nur 4 Punkte. Beim Belastungstest mit 1 kg reicht die Leistung für 2,5 Punkte. Die Überraschung kommt bei der Feststellabweichungsmessung des Kopfes: Richtet man den Kugelkopf aus und schraubt die Drehregler fest, weicht die Einstellung um 1 cm von der Ursprungsposition ab. Dadurch holt sich der Dörr-Kopf 3,5 Punkte von insgesamt 5 Punkten und erringt somit den ersten Platz in dieser Messung.

Alle Daten und Testergebnisse zum Dörr GmbH Airpod 160 + HB-45

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