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Testbericht Canon Powershot SX50 HS im Test: Kompakte mit 50-fach-Zoom

Ein Traum für Zoom-Freunde: Dank 50-facher Brennweitenverstellung ist die Canon Powershot SX50 HS für alle denkbaren Aufgaben gerüstet.

Canon Powershot SX50 HS

Hersteller
Canon
UVP
500.00 €
Wertung
52.0 Punkte
Testverfahren
1.6

Canon Powershot SX50 HS
52 Punkte
  • +riesiger Zoombereich
  • +gute Bildstabilisierung
  • -mäßige Teleleistung
  • -bereits ab 400 stört das Rauschen

Mit einer Baulänge von 105 mm bei eingefahrenem Objektiv und einem Gewicht von ca. 600 Gramm ist die Canon Powershot SX50 HS einer DSLR sehr ähnlich. Auch der Griff an der rechten Kameraseite ist SLR-ähnlich und lässt sich gut mit der Hand umschließen. Die Kunststoff-Oberfläche des Kamera-Bodys könnte allerdings im Haltebereich etwas griffiger sein.

Mit 8,7 x 12,2 x 10,5 cm und 595 Gramm ist die Canon PowerShot SX50 HS definitiv nichts für die Hosentasche, aber ein 50-fach Zoom braucht eben Platz. Die runden Tasten sind mit 8 mm Durchmesser angenehm groß und gut zu betätigen. Die Tasten für die Bildwiedergabe und Video sind durch einen aufgebördelten Rand gut fühlbar, die leichte Erhöhung um die Tasten herum schützt gegen unbeabsichtigtes Drücken.

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Das Haupteinstellrad an der Kameraoberseite ist etwas versenkt und rastet tadellos. Der Vierwegetaster ist dagegen gewöhnungsbedürftig, denn der äußere Ring erlaubt Einstellungen per Druck und Drehung, der innere nur per Druck. Zudem ist alles sehr filigran, das muss man sich erst erarbeiten. Trotzdem sind die Bedienelemente von guter mechanischer Qualität und eindeutig gekennzeichnet.

© Canon

Funktionsvielfalt für Anspruchsvolle

Das Canon Hauptmenü bietet viele Einstellmöglichkeiten, bleibt aber übersichtlich. Das Func.Set bietet dabei schnellen Zugriff auf häufig zu verändernde Werte wie ISO, Fokusmethode, Belichtungskorrektur und Selbstauslöser. Die Optionen werden durch einmaligen Tastendruck am Vierwegtaster sofort am Display angezeigt und können dann eingestellt werden. Die manuelle Positionierung des Fokusfeldes ist mit einer eigenen Taste möglich. Das ist sehr praktisch.

Das Display ist nur 2,8 Zoll groß, aber dreh- und schwenkbar. 153.000 RGB-Pixel sind aktueller Schnitt in der gehobenen Kompaktklasse und Schriften sind von angenehmer Größe. Wer wegen ungünstigen Lichtverhältnissen mit dem Display nicht zurechtkommt, der hat den Luxus eines elektronischen Suchers mit Dioptrienausgleich.

Wird es selbst dort schwierig mit der Schärfebeurteilung, empfiehlt es sich, die Lupenansicht zu benutzen. Durch die Vergrößerung des mittleren Bildbereiches lässt sich die Schärfe am Fokusfeld auch bei dem relativ kleinen Sucherbild gut beurteilen. Die Anzeige im Sucher ist identisch mit der Displayanzeige, auch im Sucher haben Symbole und Schriften eine gut erkennbare Größe.

Echter Weitblick

Was Canon mit der SX50 HS an Brennweitenbereich bietet, ist der Wahnsinn – er reicht von 24 mm bis 1.200 mm (KB), ein Zoomfaktor von 50. Die Lichtstärke bestreicht dabei den Bereich von 3,4 bis 6,5. Versucht man, mit diesen extrem langen Brennweiten Aufnahmen zu machen, wird es sehr schwierig überhaupt den geplanten Bildausschnitt zu finden.

Bei bestimmten Motiven ist nicht mehr zu erkennen, worauf das Objektiv denn genau gerichtet ist. Dieses Problem hat Canon relativ elegant gelöst. Bei entsprechender Voreinstellung im Hauptmenü lässt sich die Brennweite durch Betätigen einer Taste seitlich am Objektiv in drei Stufen automatisch soweit verringern, dass das weitere Umfeld des anvisierten Bereichs angezeigt wird. Nach Loslassen dieser Taste wird ebenso automatisch, die zuvor eingestellte, lange Brennweite wieder aktuell eingestellt. Der Hersteller nennt das Zoom Framing Assist.

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Eine Brennweite von 1.200 mm KB ohne ein Stativ zu verwenden ist, galt bislang als schlichtweg unmöglich. Doch die Bildstabilisierung der SX50 HS wirkt hier Wunder und ermöglicht tatsächlich Freihandaufnahmen, auch wenn wir es nicht glauben wollten. Dass ein stabiles Stativ trotzdem bessere Qualität liefert ist unstrittig.

Solide Verarbeitung

© Canon

Der integrierte Blitz wird von Hand nach oben geklappt, nur bei aufgestelltem Blitz sind auch Blitzeinstellungen möglich. Der mittig angeordnete Blitzschuh ermöglicht zudem die Verwendung von stärkeren externen Blitzgeräten. Die Verarbeitung der Kamera ist gut, lediglich die Abdeckung der Steckanschlüsse wirkt etwas schlabbrig. Sie ist aus weichem Kunststoff und wird wohl eine begrenzte Haltbarkeit haben. Der gefederte Deckel des Akkufachs wirkt dagegen stabil. Das Stativgewinde ist mittig angeordnet.

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Der CMOS-Sensor ist 1/2,3 Zoll groß, was die Bildqualität beschränkt, für solch gigantische Brennweitenbereiche aber unumgänglich ist. Der Sensor löst dafür mit erfreulich moderaten 12 Megapixeln auf.

Der ISO-Umfang geht von 80 bis 6.400, man sollte die Kirche aber im Dorf lassen. Bei ISO 100 sind die Bilder sehr ansehnlich, doch bereits ab ISO 400 fängt es an zu grieseln und ab ISO 1600 gibt es weichgespültes Allerlei, bei dem man das Motiv mehr erahnt.

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Wer Ambitionen bei der nachträglichen Bildbearbeitung hat, freut sich über die Datenspeicherung im RAW-Format. Videos nimmt die Canon PowerShot SX50 HS in Full-HD-Qualität, dabei steht bei Bedarf auch eine Zeitlupe zur Verfügung.

Fazit

Als Rekordler geht die Canon Powershot SX50 HS viele Kompromisse ein. Die Ausstattung ist einzigartig, die Bildqualität überzeugt nur bei geringer Empfindlichkeit.

Alle Daten und Testergebnisse zum Canon Powershot SX50 HS

 
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