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Testbericht Canon EOS 5D

Die EOS 5D (2150 Euro) ist eine Kamera mit Vollformatsensor, aber kein ausgewiesenes Profimodell. Ihr Gehäuse ist weder gegen Spritzwasser abgedichtet, noch besitzt es einen integrierten Akkuhandgriff für Hochformataufnahmen.

Canon EOS 5D

Hersteller
Canon
UVP
1900.00 €
Wertung
67.0 Punkte
Testverfahren
1.5

Profis, die eine ebenfalls mit Vollformatsensor ausgestattete EOS 1Ds in Gebrauch haben, verwenden die vergleichsweise günstige 5D gerne als Zweitkamera. Im Unterschied zur EOS 40D besitzt die Kamera jedoch keinen eingebauten Pop-up-Blitz, was wiederum typisch für ein Profigehäuse ist. Viele dürften einen eingebauten Blitz vermissen, der etwa beim Aufhellen von Porträts gute Dienste leistet. Die nötigen Belichtungsdaten ermittelt die EOS 5D wahlweise mit Mehrfeldmessung (35 Sektoren), selektiv (8 Prozent des Sucherfelds) oder mittenbetont.

Zusätzlich ist eine Spotmessung verfügbar, die sich auf 3,5 Prozent des Sucherfelds bezieht. Der 9-Punkt-Autofokus verfügt über eine verbesserte Schärfenachführung (Tracking) im AI-Servo-Modus. Laut Hersteller liegt dies daran, dass sechs im Sucher unsichtbare AF-Felder rund um den zentralen AF-Kreuzsensor aktiviert werden, wenn man die Kamera im AI-Servo-Modus betreibt und dafür das mittlere AF-Feld anwählt. Die gemessene Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit liegt bei 0,3 s, was im Vergleich zur kleineren Schwes­ter EOS 40D (0,19 s) nur Durchschnitt ist. Bei den Bildfolgezeiten liegt die EOS 5D mit 3,1 B/s auf den hinteren Plätzen. Das Be­dienkonzept ist EOS-typisch und rankt sich um das an der Rückseite angebrachte Drehrad mit integrierter Bestätigungstaste, womit sich schnell Menüpunkte anwählen und Werte verändern lassen.

Das LC-Display informiert über die wesentlichen Aufnahme-Parameter und ist auf Knopfdruck beleuchtbar.
Das LC-Display informiert über die wesentlichen Aufnahme-Parameter und ist auf Knopfdruck beleuchtbar.

So stört es auch nicht sonderlich, dass sich alle 31 Menüpunkte auf einer Ebene befinden und durch Scrollen mit dem Rad angewählt werden müssen. Mittels Jump-Taste springt man jeweils zum ersten Eintrag der drei Untermenüs; farbige Streifen an der Seite erleichtern die Orientierung. Neben diversen Tasten gibt es einen miniaturisierten 4-Wege-Schalter (Jog-Dial), der etwa zum Navigieren im per Lupenfunktion vergrößerten Bild verwendet wird. Im Zentrum des Geschehens prangt der 2,5 Zoll große Monitor mit 76 700 Pixel Auflösung.

Motivprogramme fehlen, dafür gibt’s Rastpositionen für „B“ (Bulb) und „C“ für ein individuelles Benutzerprofil.
Motivprogramme fehlen, dafür gibt’s Rastpositionen für „B“ (Bulb) und „C“ für ein individuelles Benutzerprofil.

Bildqualität

Mit ihrem 35,8 x 23,9 mm großen 12-Megapixel-CMOS erreicht die EOS 5D Auflösungswerte etwa auf dem Niveau der Nikon D300, muss sich beim Rauschen (0,7/1,1 VN bei ISO 100/400) und beim Objektkontrast (9,0/8,5 Blenden bei ISO 100/400) den neueren Konkurrenzmodellen allerdings geschlagen geben. Beim Weißabgleich schafft sie mit 1 Delta RGB (4 Punkte) den möglichen Bestwert. Sehr ausgeglichen das Gesamtergebnis für die Bildqualität bei ISO 100/400: 59/58,5 Punkte.

Menü Detail Einstellung Canon EOS 5D Beim Verstellen der Parameter bleibt die ursprüngliche Einstellung (graue Marke) sichtbar.
Menü Bildstil Canon EOS 5D Im Info-Modus kann man die aktuellen Kameraeinstellungen auf einen Blick sehen.

Alle Daten und Testergebnisse zum Canon EOS 5D

 
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