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Testbericht Canon EOS 30D

Eine spektakuläre Neuheit ist die EOS 30D sicher nicht – dafür war die EOS 20D offenbar schon zu gut. Schön, dass Canon den Monitor dem Stand der Technik entsprechend vergrößert, zudem die Kamera in weiteren Details verbessert hat. Und auch wenn ein beherzter Schritt über die 10-Mio.-Pixel-Schallmauer vielleicht erfreulich gewesen wäre: Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Canon EOS 30D ist besser denn je.

Canon EOS 30D

Hersteller
Canon
UVP
850.00 €
Wertung
70.0 Punkte

Warum das Rad neu erfinden, wenn es gut läuft? Die EOS 20D ist tatsächlich so ein Selbstläufer unter den digitalen SLR-Kameras – solide genug, um Profis zu gefallen, dabei kompakt und vergleichsweise preisgünstig, was ambitionierten Hobbyfotografen entgegenkommt. Dennoch ist die Entwicklung während der bisherigen Marktlaufzeit der EOS 20D nicht stehen geblieben, was sich etwa am kleinen 1,8-Zoll-Monitor mühelos ablesen lässt: Das derzeitige Gardemaß bei DSLRs ist 2,5 Zoll, was nicht nur für die Konkurrenz gilt, sondern auch für aktuelle Schwestermodelle aus dem Hause Canon. Die Antwort auf den daraus resultierenden Handlungsbedarf ist jetzt am Markt und heißt EOS 30D. Mehr Auflösung als die Vorgängerin bietet die Neue allerdings nicht: Der verwendete CMOS im APS-Format mit einem Bildwinkelfaktor von 1,6 kommt wie gehabt mit 8,2 Megapixel. Dem entsprechen die Testergebnisse: Der Vorsprung der 30D in der Gesamtwertung ist mit einem halben Punkt marginal.

Ein Blick auf die Rückseite der EOS 30D macht deutlich, dass die Kamera technisch auf der Höhe der Zeit ist. Der TFT-Monitor mit 2,5 Zoll Diagonale bietet eine Auflösung von 230 000 Pixeln und einen Betrachtungswinkel von 170 Grad (horizontal/vertikal); man kennt ihn bereits von den Vollformat-DSLR-Modellen EOS 5D und 1Ds Mark II. Die vergrößerte Betrachtungsfläche wirkt sich nicht nur bei der Bildwiedergabe positiv aus, sondern auch beim Navigieren im ohnehin übersichtlichen Menü. Nach wir vor etwas klein ist nur das im Info-Modus neben einer Bildminiatur angezeigte Histogramm (auf RGB-Histogramm umschaltbar).

Die Picture-Style-Funktion bietet Farbanpassung nach Art der Filmwahl bei analogen Kameras.

Die EOS 30D besitzt den 9-Punkt-Autofokus der EOS 20D, alle gängigen Belichtungsprogramme und einen schnellen Bildprozessor (Digic II) für die kamerainterne Verarbeitung der Bilder. Das wird bei der Aufnahme ebenso spürbar wie bei der Bildwiedergabe. Fünf Bilder pro Sekunde (umschaltbar auf 3 B/s) schafft die Kamera und laut Hersteller mindestens 30 Aufnahmen im JPEG-Format bei voller Auflösung; in der Praxis waren mit einer schnellen CF-Karte noch viel mehr drin. Der verwendete Verschluss soll ein Minimum von 100 000 Auslösungen verkraften.

Zum Bedienkonzept gehören auch die doppelt belegten Funktionstasten auf der Gehäuseoberseite.

Vergrößert wurde die Auswahl an Belichtungsmessmethoden: Bisher standen Matrix, mittenbetont und selektiv zur Wahl, jetzt gibt es auch eine Spotmessung, die sich auf ca. 3,5 Prozent des Sucherfeldes bezieht. Zum Vergleich: Die Selektivmessung berücksichtigt etwa 9 Prozent des Sucherfelds. Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Print/Share-Taste links neben dem Sucherokular: Sie erlaubt das schnelle Abwickeln des Direktdrucks ohne PC mit PictBridge-kompatiblen Printern. Das gute Bedienkonzept hat Canon beibehalten: Die beiden Einstellräder, eines vorne am Auslöser, das zweite am Heck mit integrierter Bestätigungstaste, ergänzt durch einen kleinen 4-Wege-Schalter rechts neben dem TFT-Monitor, sind in ihrer Kombination kaum zu übertreffen.

Dank optional erhältlichem WLAN-Adapter ist auch die kabellose Bilddatenübertragung möglich.

Die mit der EOS 5D eingeführte Picture-Style-Funktion hat auch bei der EOS 30D Einzug gehalten. Der Grund: Bisher unterschieden sich Bilder aus verschiedenen EOS-Modellen aufgrund abweichender Basis-Einstellungen zum Teil deutlich voneinander, was mitunter Verwirrung stiftete – vor allem, wenn Anwender mehrere Gehäuse in Gebrauch hatten. Künftig sollen die Bilder aus allen EOS-Kameras mit Picture-Style-Funktion bei Standardeinstellung miteinander vergleichbar sein. Die weiteren fünf Presets entsprechen der Filmwahl bei analogen Kameras, darunter auch der Schwarzweiß-Modus mit der Möglichkeit, den Kontrast durch Software-Filter zu steuern.

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