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Testbericht

Canon EOS 1Ds Mark III

ColorFoto


Karl Stechl

9. Januar 2009

Das Topmodell von Canon ist wie das se­­­mi­professionelle Schwestermodell EOS 5D Mark II eine 21-Megapixel-Kamera, mit dem Unterschied allerdings, dass sich die ISO-Empfindlichkeit „nur" bis maximal 3200 einstellen lässt, während die EOS 5D Mark II Höhenflüge bis ISO 25 600 erlaubt.

Mit 6900 Euro ist die 1Ds Mark III stolze 4500 Euro teurer als die 5D Mark II als neue Nummer 2 in der Canon-Hierarchie.Das Gehäuse der Neuen besteht aus einer Magnesiumlegierung, ist spritzwassergeschützt und mit seinen fließenden Formen ein Klas­siker des Kameradesigns.

Ver­­gleichsweise wenige Bedientas­ten gruppieren sich an der Rückseite um das zentrale Einstellrad inklusive Set-Taste. Das mit dem Daumen zu bedienende Rad ist Dreh- und Angelpunkt der Bedienung: Im Wiedergabemodus wechseln Sie damit von Bild zu Bild, in den Menüs von Eintrag zu Eintrag. Zudem lassen sich damit diverse Einstellwerte verändern; ein zweites Rad für den Zeigefinger findet sich wie üblich in Nachbarschaft des Auslösers. Über Auf­nahmedaten informiert ein LC-Display rechts oben am Gehäuse, ergänzt durch ein schmales LCD unterhalb des TFT-Monitors.

Zum Speichern der Bilder stehen zwei Kartenslots, der eine für CompactFlash-, der andere für SD-Card bereit; dabei sind verschiedene Speichermodi möglich. Trotz der großen Datenmengen verhelfen zwei Digic-3-Prozessoren der EOS 1Ds Mark III zu einer Bildfrequenz von 4,8 B/s. Neben der maximalen Bildgröße mit 5616 x 3744 Bildpunkten lassen sich auch drei kleinere, platzsparende Formate (M1, M2, S) einstellen. Und neben RAW mit voller Auflösung erlaubt die Kamera auch eine sRAW-Variante mit etwa 5 Megapixel Auflösung.

Die Menüführung ist sehr übersichtlich: Durch Aufteilen der Menü-Inhalte in neun Register wird Scrollen unnötig, weil jedes Register maximal sieben Einträge umfasst, die man komplett überblicken kann. Navigiert wird kom­fortabel mittels Daumenrad (vertikal) und zusätzlich vorhande­nem Joystick (horizontal). „My Menu“, auch bei der 5D Mark II verfügbar, erlaubt eine individualisierte Ansicht.

Der TFT-Monitor ist mit 3 Zoll zwar ebenso groß wie bei der Kon­kurrenz, bietet mit 76 700 RGB-Bildpunkten aber nur ein Drittel an Auflösung. Und anders als beim Schwestermodell EOS 5D Mark II muss man im Live-View-Modus auf den Autofokus verzichten; für die manuelle Fokussierung steht eine Bildschirmlupe mit 5- oder 10-facher Vergrößerung bereit. Der SLR-Sucher der EOS ist mit einer effektiven Vergrößerung von 0,76x der größte im Testfeld. Die Höhe der Austrittspupille be­trägt 20 mm. Die Kamera bietet alle gängigen Belichtungsprogramme und Messverfahren, da­runter auch selektiv (ca. 8,5 % des Gesichtsfelds) und Spot (ca. 2,4 %), zudem Multi-Spotmessung mit Mittelwertbildung. 19 Kreuzsensoren liefern die Daten für die automatische Fokussierung, ergänzt durch 26 Hilfssensoren, die bei der automatischen Schärfe­nachführung ak­tiv werden. Die Auslöseverzögerung ist mit 0,26 s bei 3000 Lux recht kurz, bei wenig Licht (30 Lux) allerdings doppelt so lang.


Bild vergrößern 937 628 http://img2.magnus.de/image-r937x628-C-5b54fb30-37614451.jpg Jeweils einen Schacht für SD- und CF-Karte bietet die Profi-EOS, während die Nikon D3 zwei Slots für CF-Karten hat.

Jeweils einen Schacht für SD- und CF-Karte bietet die Profi-EOS, während die Nikon D3 zwei Slots für CF-Karten hat.

Bildqualität: Mit ihrem 21-Megapixel-CMOS schafft die EOS 1Ds Mark III eine hohe Grenzauflösung von 1752/1641 LP/BH bei ISO 100/1600, nur durchschnittliche Werte dagegen beim Texturverlust (zwischen 0,8 und 1,1 im gemessenen Bereich von ISO 100 bis 1600). Beim Rauschen werden gute Werte zwischen 0,4 (ISO 100) und 1,6 (ISO 1600) erreicht. Auch die Dynamik gibt keinen Anlass zur Klage: Zwischen ISO 100 und 1600 fällt sie in halben Blendenstufen von 10 auf 8,5 Blenden ab. Die Führungsrolle bei der Bildqualität aber muss die 1Ds Mark III an die kleinere Schwester 5D Mark II abgeben.

Detaillierte Testergebnisse - Canon EOS 1Ds Mark III






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