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Bildbearbeitung Zuschneiden und drehen mit Photoshop

Das Bild hat zuviel Rand, das falsche Seitenverhältnis – und schief ist es auch noch. Wir zeigen, wie Sie Ihre Fotos in einem einzigen Arbeitsgang passend zuschneiden und dabei den Horizont korrigieren.
© Heico Neumayer

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Wir wollen die Aufnahme als Postkarte 15 x 10 cm groß drucken, also im Seitenverhältnis 3:2. Doch dieses Bild stellt uns vor mehrere Probleme: Es zeigt zuviel Rand, es entstand im falschen Seitenverhältnis 4:3, und schief ist es auch noch.

Das klingt nach mehreren Aufgaben in der Bildbearbeitung. Wir zeigen jedoch, wie Sie alles in einem Aufwasch erledigen. Nutzen Sie eine beliebige neue oder alte Version von Photoshop und Photoshop Elements.

Schritt 1: Freistellungswerkzeug

Schalten Sie mit der Taste „C“ das Freistellwerkzeug ein. Oben in die Einstellungen tippen Sie „15 cm“ als „Breite“ und „10 cm“ als „Höhe“. Wichtig: Lassen Sie das Feld „Auflösung“ leer. Bestehende Einträge an dieser Stelle löschen Sie. Damit haben Sie das neue Seitenverhältnis mit 3:2 festgelegt. Sie könnten genausogut „3 cm“ mal „2 cm“ oder „60 cm“ mal „40 cm“ eintippen – für den Druckdienst ist das egal, die Qualität des inneren Bildbereichs bleibt dabei unangetastet, nichts wird umgerechnet.

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Wenn Sie das zugeschnittene Bild allerdings in einem Text- oder Design-Programm wie Word, Publisher oder InDesign öffnen, erscheint es mit der in Photoshop eingestellten Größe, hier also 15 cm breit.

Schritt 2: Horizont

Ziehen Sie zuerst einen Auswahlrahmen im Bild auf. Photoshop erlaubt nur das 3:2-Seitenverhältnis. Ziehen Sie außerhalb des Rahmens, um ihn zu drehen – und zwar exakt parallel zum schiefen Horizont.

Wir blenden hier zusätzlich die „Raster“-Hilfslinien ein, denn sie erleichtern die Ausrichtung am Horizont. Diese Hilfslinien gibt es ausschließlich bei Photoshop CS5 und Photoshop Elements 10.

Vorlage

In älteren Programmfassungen erzeugen Sie einen kleinen oder einen verschobenen Rahmen, der nah am Horizont verläuft; diesen Rahmen drehen Sie zunächst passend zum Horizont, danach ändern Sie seine Größe.

Schritt 3: Ergebnis

Stimmt der Ausschnitt? Klicken Sie doppelt in die Auswahl, um den Rand zu entfernen. Gleichzeitig dreht Photoshop das Foto – so erledigen Sie zwei Aufgaben mit einem Werkzeug. Der verbleibende Bildbereich erscheint am Monitor wie geplant im Verhältnis 3:2 und nicht kleiner als vorher, es wurde also nichts um- oder heruntergerechnet.

Schritt 4: Auflösung

Hat das Foto noch genügend Bildpunkte für hochwertige Ausdrucke in 15 x 10 cm? Das testen Sie mit dem Befehl „Bild, Bildgröße“ (in Photoshop Elements „Bild, Skalieren, Bildgröße“).

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Als Druckmaß ist bereits 15 x 10 cm eingetragen. Und die Auflösung? Hier ergab sich nach dem Zuschneiden ein Wert von 532 dpi. Weil aber 300 dpi meist schon beste Druckqualität garantieren, sind wir hier auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Schließen Sie den Dialog mit einem Klick auf die Schaltfläche „Abbrechen“.

Schritt 5: Vorgabe speichern

Sie wollen noch öfter Bilder im Seitenverhältnis 3:2 zuschneiden? Die Photoshop-Vollversionen wie Photoshop CS2 oder CS5 speichern die aktuellen Werte als bequem abrufbare Vorgabe:

  1. Tippen Sie „15 cm“ mal „10 cm“ in die Eingabefelder.
  2. Links neben dem „Breite“-Feld klicken Sie auf das gekippte Dreieck. 
  3. Sie landen im Klappmenü mit den Freistellungsvorgaben; dort klicken Sie rechts außen auf das Symbol „Neue Werkzeugvorgabe“.
  4. Tippen Sie einen Namen ein, zum Beispiel „3:2 - 15 x 10 cm“, und klicken Sie auf „OK“. Ab sofort rufen Sie diese Einstellung bequem links oben in den Einstellungen zum Freistellungswerkzeug ab.

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