Highlights der Photokina 2012Vollformat-Neuheiten: Nikon D600, Canon EOS 6D und mehr
Alle zwei Jahre lockt die Photokina als Leitmesse der Foto-Branche Besucher aus aller Welt an. Hersteller nutzen die Gelegenheit, um unzählige neue Produkte vorzustellen. Wir haben die Highlights der Photokina 2012 für Sie zusammengestellt - dieses Mal mit dem Fokus auf Vollformatkameras.
Das Top-Thema der Photokina 2012 im Bereich Vollformat stellten Nikon und Canon mit den neuen preiswerten Modellen D600 und EOS 6D. Beide Vollformatkameras bewegen sich vom Preis in der Region um 2.000 Euro und senken so den Einstiegspreis in die Profiklasse. Daneben überraschte Sony mit ungewöhnlichen Vollformat-Neuheiten.
Die D600 ist Nikons neues Einstiegsmodell in die Profiklasse. Mit ihrem robusten Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung ist sie nur 113 x 141 x 82 mm groß und 850 g schwer - und damit Nikons kleinste und leichteste Vollformat-DSLR. Die D600 kommt mit einem 24,3-Megapixel-CMOS-Bildsensor im FX-Format und dem schon von der D4 bekannten Bildprozessor Expeed 3.
Beim Autofokus orientiert sich die D600 bei der D7000 und setzt auf das Nikon-AF-Modul Multi-CAM 4800 mit 39, 21 oder 9 Messfeldern. Full-HD-Videos zeichnet die D600 mit 30, 25 oder 24p auf und gibt diese auch per HDMI als unkomprimierten Live-View-Stream an externe Geräte weiter. Laut Nikon kommt die D600 noch im September zum Preis von 2.150 Euro in den Handel. Ein Funkadapter ist separat für 60 Euro erhältlich.
Mit der EOS 6D bietet auch Canon ein preiswertes Einstiegsmodell in die Vollformat-Welt, verpackt in ein Gehäuse von 144,5 x 110,5 x 71,2 Millimetern und einem Gewicht von nur 770 Gramm. In der EOS 6D verrichtet ein neuer 20,2-Megapixel-CMOS-Sensor seine Arbeit. Im Zusammenspiel mit dem Bildprozessor Digic5+ soll dieser eine besonders hohe Lichtempfindlichkeit erreichen und einen Standard-ISO-Bereich von ISO 100-25.600 ermöglichen.
Im Gegenteil zur 600D ist bei der EOS 6D direkt ein WLAN-Modul integriert und auch ein GPS-Chip ist mit an Bord. Videos können in Full-HD mit 30, 25 oder 24p aufgenommen und die Kamera via App vom Tablet oder Smartphone aus ferngesteuert werden. Rund 2.000 Euro soll der DSLR-Neuling kosten, wenn er auf den Markt kommt. Genaue Liefertermine hat Canon jedoch noch nicht genannt.
Sony präsentiert zur Photokina 2012 sein neues Flaggschiff SLT-A99. Die Vollformat-Systemkamera kommt mit 24x36 mm großem Exmor-CMOS-Sensor und 24,3-Megapixel-Auflösung. Als erste Vollformat-DSLR verfügt die SLT-A99 über ein duales Phasendetektions-AF-System und ermöglicht dank teildurchlässigem Spiegel eine Live-View-Bildkontrolle.
Neben dem elektronischen Live-View-Sucher ist die SLT-A99 mit einem neigbaren 3-Zoll-LCD-Monitor ausgerüstet. Aufnahmen von Full-HD-Videos sind mit 50 und 24p möglich. In den Handel kommen soll die SLT-A99 ab November zum Preis von 2.800 Euro.
Als innovativen Schachzug präsentierte Sony zur Photokina 2012 mit der DSC-RX1 die erste Kompaktkamera mit 24x36 mm großem KB-Vollformat-Sensor - das ist der gleiche 24-Megapixel-Exmor-HD-CMOS-Sensor, der sich auch in der SLT-A99 findet. Als Objektiv ist ein Carl Zeiss Sonnar T* 2/35 mm verbaut.
Zur Bildkontrolle steht ein 3-Zoll-LCD-Monitor zur Verfügung. Wie bei der SLT-A99 sind Full-HD-Videoaufnahmen mit 50 oder 24p möglich. In den Handel kommen soll die DSC-RX1 im Dezember zum Preis von 3.100 Euro.
Und auch anderweitig geht Sony ungewöhnliche Wege: Mit dem NEX-VG900 stellt das Unternehmen einen ersten Vollformat-Camcorder vor. Der NEX-VG900 arbeitet wie die SLT-A99 mit einem 24,3-Megapixel-Exmor-CMOS-Sensor. Im Foto-Modus sind damit auch Bilder im RAW-Modus möglich.
Über einen mitgelieferten Adapter lassen sich an den NEX-VG900 A-Mount-Objektive anbringen. Nur mit ihnen ist Filmen im Vollformat möglich. Bei der Nutzung von E-Mount-Objektiven schaltet der Camcorder in den APS-C-Modus. Der NEX-VG900 soll ab Oktober zum Preis von 3.300 Euro in den Handel kommen.
Die D600 ist Nikons kleinste und leichteste digitale SLR mit Vollformat. Der Preis von 2.150 Euro macht die 24,3-Megapixel-Kamera für einen breiteren Kreis von Fotografen erschwinglich. Dabei hat die D600 von den Nikon-Profikameras einige der neuesten Technologien geerbt, etwa den Bildprozessor Expeed 3 des Spitzenmodells D4. Laut Nikon soll die D600 noch im September erhältlich sein.
EOS 6D – Canons kompakteste Vollformatkamera
Wenige Tage nach Nikons Vorlage antwortete Canon mit der EOS 6D ebenfalls mit einer preiswerten Vollformat-DSLR, die mit nur 770 Gramm etwas leichter ist als der Konkurrent. Das Canon-Einstiegsmodell hat einen neu entwickelten 20,2-Megapixel-CMOS-Sensor an Bord, der mit besserer Lichtempfindlichkeit punkten soll. Auch Canon setzt bei der EOS 6D auf sehr kompakte Maße, geringes Gewicht – und einen kleinen Preis: Rund 2.000 Euro soll die Kamera ohne Kit kosten. Der Veröffentlichungstermin steht noch nicht fest.
Vollformat-Vielfalt bei Sony
Ideenreich zeigte sich Sony im Punkt Vollformat: Neben der neuen DSLR-Flaggschiff SLT-A99 setzen auch die kompakte Cyber-shot DSC-RX1 und der Camcorder NEX-VG900 auf einen 24-Megapixel-Exmor-CMOS-Sensor. Die A99 sticht darüber hinaus mit einem neu entwickelten AF-System mit zwei Phasendetektionssystemen hervor, das schnellere und präzisere Aufnahmen ermöglichen soll.