Fotopraxis Videos nachbearbeiten - Produkte für Videoschnitt
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Noch nie gab es so viele Videokameras wie heute. Doch die einzelnen Aufnahmen machen noch keinen Film. Einzelne Clips sind allenfalls etwas für Pleiten, Pech und Pannen. Oder aber als kleiner Teaser in einer Diashow. Doch wer eine Geschichte erzählen will, muss die einzelnen Aufnahmen zu Szenen zusammenführen und damit einen Film formen. Der Videoschnitt gilt dabei als kompliziert und langwierig – doch ganz so problematisch wie ihr Ruf ist die Nachbearbeitung gar nicht. Immer vorausgesetzt, man hat das richtige Schnittwerkzeug und die passende Rechnerbasis.
Computer: Apple
Hier kommt Hard- und Software aus einer Hand, denn jeder neue Mac bringt „iLife” mit, ein Software-Paket, in dem das Schnittprogramm „iMovie” steckt. Die Software ist für Einsteiger konzipiert und lässt sich ohne Frage leicht bedienen. Sie führt aber entsprechend schnell an die Grenzen des Machbaren, wobei die aktuelle Version inzwischen die Ansprüche von Gelegenheits-Cuttern befriedigen kann.
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Computer: Windows-PC
Mit einer verbindlichen Empfehlung in Sachen PC halten sich leider alle Hersteller zurück – schließlich soll ihre Software die Hürden für den Einstieg möglichst niedrig halten. Die angegebene Minimalkonfiguration reicht allenfalls aus, um DV-Videos in der alten SD-Auflösung zu bearbeiten. Schon modernere SD-Cams mit MPEG-2- oder H.264-Videodateien auf der Speicherkarte fordern höhere Leistung. Selbst die auf der Packung abgedruckte „empfohlene Konfiguration” für AVCHD-Bearbeitung ist bei keinem Hersteller realistisch.
Als Richtwerte empfehlen wir für die native, sprich direkte AVCHD-Bearbeitung ohne vorherige Umwandlung mindestens vier Prozessorkerne und 4 bis 6 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie ein 64-Bit-Betriebssystem. Bei Notebooks sollte der Cutter auf eine Grafikkarte achten, die einen eigenen Grafikkartenspeicher mitbringt. Dieser separate, eigene Speicher ist idealerweise 512 MB oder größer. Empfehlung: Testversion aus dem Internet herunterladen und installieren. So können Sie feststellen, ob Sie mit dem Bedienungskonzept klarkommen und ob die Software zu Ihrer Hardware passt.
Software: Apple iLife/iMovie 11
Apple hat sein Einsteiger-Schnittprogramm deutlich aufgebohrt und liefert nun nicht mehr nur ein Storyboard, sondern auch eine Zeitleistenansicht. Die Zeitleiste zeigt Tonkurven samt Lautstärkeregelung, so dass Ein- und Ausblendung direkt per Tonkurve klappen. Die Import-Funktion wird dem Komfortanspruch von Apple aber nur teilweise gerecht. Lädt der Cutter sein Rohmaterial direkt von der Speicherkarte mit der dort vorgegebenen Dateistruktur in die Software, geht der Import von AVCHD-Dateien einwandfrei vonstatten.
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Es gibt einen Equalizer, eine Rauschunterdrückung für Störgeräusche sowie Effektfilter. Auf Wunsch spricht der Cutter eigene Kommentare ein. iMovie 11 gibt alle gängigen Videoformate aus. Fürs Authoring zeichnet „iDVD“ verantwortlich. iMovie 11 kann nahezu jedes der bekannten Videopor-tale – und dank Vorlagen – auch viele Mobilgeräte befüllen.
Software: Magix Video easy 3 HD
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Software: Adobe Premiere Elements 10
Adobe liefert passend zu Photoshop Elements das Schnittprogramm Premiere Elements. Dabei setzt der Hersteller wie beim Bildbearbeitungprogramm für Dateiimport und -organisation auf den „Organizer“. Er spielt Videoclips nach einem Doppelklick ab. Im Organizer kann man nach der Verschlagwortung Fotos und Videos in Sammlungen zusammenfassen und diese dann direkt an ein Projekt weiterreichen.
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Neu und gut ist das Schwenk- und Zoom-Werkzeug, mit dem man über Fotos fahren kann. Bedauerlich ist, dass keine Vorlagen für 50p-Material in Full HD (1920 x 1080 Pixel) vorgesehen sind. Lediglich die Ausgabe in MTS und MP4 mit „720p 50/60“ stellt Premiere Elements 10 bereit. Ansonsten sind das Authoring auf DVD, AVCHD-DVD und Blu-ray sowie das Hochladen auf Videoportale möglich. Letzteres sogar mit einzelnen Clips direkt aus dem Organizer.
Software: CyberLink PowerDirector
Bei CyberLink gelangt der Cutter nach dem Programmstart nicht direkt auf die Arbeitsfläche: Ein kleiner Dialog bietet die Auswahl, eine Diashow zu erstellen, den Film anhand von 27 Gestaltungsvorlagen automatisch zu schneiden oder doch selbst Hand anzulegen. Der Import des Videomaterials funktioniert schnell, auch mit AVCHD-Material.
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Für Ungeduldige gibt es aber auch zwölf Menüvorlagen, zwei davon 3D-fähig. Zudem klappt der inzwischen übliche Upload auf die gängigen Videoportale.