Blickfang. Nordseeinsel Amrum, September 2011. Die weiten Strände faszinierten mich. Um dem Foto mehr Spannung zu verleihen, wählte ich das Holzgestell als Blickfang. Beim Bildaufbau folgte ich den Kompositionsprinzipien des Goldenen Schnitts. Ich fotografierte mit Canon EOS 60D und 10–24- mm-Objektiv und belichtete manuell mit Mehrfeldmessung, 10 mm Brennweite, ISO 100, Blende 8, 1/125 s. Als Dateiformat wählte ich RAW, so halte ich mir alle Möglichkeiten für eine spätere Bearbeitung offen.
Bereits die Farbgebung des Originals ist sehr reduziert. Mit Photoshop verstärkte ich den monochromen Charakter der Aufnahme noch, um den Eyecatcher stärker hervorzuheben und das Foto klarer zu gestalten. Mit radialem Weichzeichner und einigen Anpassungen versuchte ich dem Himmel mehr Dynamik zu verleihen.
Gewählte Morbidität. Dieses Bild fotografierte ich im RAW-Format auf der Insel Mull auf den Inneren Hebriden, Schottland. Aufnahmedaten: ISO 100, 25 mm Brennweite, Blende 8, 1/250 s (-2/3 Belichtungskorrektur). Der bedeckte Himmel unterstützte die ausgeglichene Belichtung und verlieh den Farben gemäldeartige Züge.
Trotzdem entschied ich mich zur Veröffentlichung in Schwarzweiß, weil diese Darstellung das morbide Szenario stützt und dem Betrachter den direkten Zugang zum Motiv ermöglicht. Persönlich sehe ich in dem Motiv zwei Veteranen, die ihr Lebenswerk vollbracht, nun gemeinsam, vor dem endgültigen Gang der Dinge, wenige Besucher in ihren Bann ziehen. Von diesem Motiv nahm ich rund 200 Bilder mit unterschiedlichen Standpunkten und Brennweiten auf.
Im Gegenlicht. Insel Krk, Kroatien, Sommer 2010. Die Sonne stand schon morgens um 8:30 Uhr sehr hoch. Es windete, und das Wasser schlug Wellen. Ich war unterwegs um Landschaftsaufnahmen zu belichten, da sah ich den Jüngling am Steg in der Brandung. Immer, wenn die Wellen hoch schäumten, stellte er sich zum Spaß in die Brandung. Ich schoss im totalen Gegenlicht von einem anderen Steg aus ein paar Aufnahmen. Da ich kein Teleobjektiv dabei hatte, nahm ich das Bild mit einem Tamron-90-mm-Makroobjektiv auf. Ich fotografierte mit ISO 100, Blende 7,1, 1/1600 s, (-1,33 EV unterbelichtet). Zu Hause beschnitt ich das Bild am PC zu einem Quadrat, konvertierte es in Schwarzweiß und entdeckte zu meiner Überraschung die Möwe im Bild.
Sand & Mee(h)r. Wenn ich schnell zum Baden gehe, hab ich die Kamera oft dabei. Ich wohne nur einige Meter vom Strand entfernt. Die Küstenlandschaft sehe ich so täglich in neuem Licht. An diesem Tag kam ich über die Dünung und hab‘ die vorhandene Lichtstimmung spontan genutzt, um eine einzige Aufnahme zu schießen. Da sich die Kontraste und Schwarzwerte für eine SW-Umwandlung anboten, unterstrich ich mit dieser den Bildausdruck. In der RAW-Entwicklung schärfte ich das Bild Sand und Mee(h)r nach. Zudem hob ich den Kontrast ein wenig an und korrigierte den Schnitt. Ich mache in der Regel immer wenige Aufnahmen von einem Motiv, irgendwie hab ich es im Gefühl, wann es die Aufnahme wird oder nicht.
Sandig. Die Aufnahme schoss ich in der Toskana bei einem Aktworkshop, der von den Fotografen Arndt Deckers und George Portz organisiert wurde. Mit drei Modellen fotografierten wir an verschiedenen Orten. Zum Programm gehörte auch ein Shooting am Strand bei Follonica. Ein schöner Strand, blauer Himmel und das zauberhafte Model Sandy Krebs waren die Voraussetzung für ein unvergessliches Shooting. Doch die pralle Sonne machte uns das Fotografieren nicht leicht. Ein California Sunbounce half, das Model weich auszuleuchten. Die Bilder aus der Serie gehören zu meinen Favoriten bei diesem Workshop. Diese Aufnahme nahm ich mit einer Canon 5D und Canon 1,2/85 II bei ISO 50, Blende 3,5 und 1/2500 s im RAW-Format auf. Bei der Bearbeitung entschied ich mich für die monochrom Variante, weil sie das Feeling dieses Fototages am besten rüberbringt.