Miniaturen Modelle fotografieren: So geht's
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Sammeln Sie Auto-, Eisenbahn- oder Flugzeugmodelle? Dann haben Sie mehr als einen Grund, auch die Kamera in die Hand zu nehmen. Zum einen benötigen Sie eventuell Fotos Ihrer Schmuckstücke für die Versicherung oder den Verkauf in Online-Auktionen. Zum anderen ist es eine Herausforderung, Modellen durch geschickte Inszenierung Atmosphäre und einen Hauch von Leben zu verleihen. Dafür müssen Sie etwas Aufwand treiben, können aber das Nützliche mit dem Kreativen verbinden.
Freude am Experimentieren
Für das simple Fotografieren von Modellen nehmen Sie am besten handelsübliche Lichtzelte oder Lichtwürfel, die eine reflexionsarme Abbildung mit minimalem Aufwand ermöglichen. Das reicht für dokumentarische Zwecke, sieht aber nicht sonderlich aufregend aus.
© Siegfried Layda
Das ideale Hauptlicht für die Modell-Fotografie ist ein Studiokompaktblitzgerät mit Softbox (Lichtwanne), die man direkt oberhalb des Modells als Flächenleuchte anbringt. Dabei gilt: Je kleiner die Lichtaustrittsfläche, desto näher muss man die Leuchte an das Motiv heranführen, ohne dass die Lichtquelle selbst ins Bild kommt. Erweist sich die Softbox als zu klein, kann man zwischen Lichtquelle und Motiv eine halbtransparente Plexiglasscheibe anbringen, um den Lichtkegel zu vergrößern.
In einem solchen Aufbau lässt sich (wenn kein Studioblitz zur Hand ist) auch ein starkes Systemblitzgerät mit vorgesetzter Softbox als Hauptlichtquelle verwenden – ansonsten als Slaveblitz, der synchron mit dem Studioblitzgerät ausgelöst wird. Am besten funktioniert das mit Funkauslösern. Das Systemblitzgerät wird dabei im manuellen Modus betrieben, das Einstellen von Teilleistungsstufen muss möglich sein. Gekaufte oder selbstgebaute Soft-, Spot- oder Filtervorsätze erlauben auch bei den Slave-Blitzgeräten das Variieren der Lichtqualität. Auch das Einfärben eines ansonsten weißen Hintergrunds ist mit gefiltertem Blitzlicht möglich.
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Mattierungsspray aus dem Grafikerbedarf kann hilfreich sein, um penetrante Glanzlichter abzuschwächen, sollte aber nicht flächendeckend angewandt werden, weil dies glänzenden Metallflächen auch ein Stück ihres Charakters nimmt. Keinesfalls verzichten sollte man auf den wohl dosierten Einsatz des Polfilters.
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Um ein Modell stilvoll in Szene zu setzen, muss oft ein Stück Miniaturwelt ins Spiel gebracht werden. Asphalt- oder Schotterstraßen kann man als Folien im Modellfachhandel beziehen, wenn man sich nicht die Zeit nehmen will, Bodenbeläge in Eigenregie mit Spachtel, Pinsel, Acryllack, Quarzsand, Leim und dergleichen selbst herzustellen. Übertreiben Sie dabei aber nicht: Andeutungen wirken meist besser als eine mit Details überfrachtete Miniaturwelt. Positives Beispiel (siehe PDF-Download unten): die winkende Figur, unscharf abgebildet, beim Flugzeugmodell oder der einkopierte Wolkenhimmel beim Chevy-Pickup.
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