Neon. Die Aufnahme Karussell entstand im Rahmen eines Fotokurses und wurde auf dem Ebersberger Volksfest geschossen. Als Lichtquelle dienten ausschließlich die Neonlichter des Karussells. Diese erzeugten die Lichtstimmung. Fotografiert mit einer Canon EOS 7D, Blende 5, 1/60 s. Mit Photoshop leicht nachbearbeitet.
Eigentlich misslungen. Weinbergschnecke in der Abendsonne gehört zu den ersten Schnappschüssen, die ich damals schoss, als ich frisch ein Tamron-Objektiv SP 2/60 mm Macro erworben hatte. Mir gefielen Bildausdruck und Bildaufbau sehr gut, und so versuchte ich, die Aufnahme, die ich sonst eher als misslungen einstufte, am PC zu retten.
Ich experimentierte ein bisschen herum, band die RAW-Datei in Adobe Photoshop Elements 9 ein, schärfte sie dort stark nach und versah sie mit einer extremen Kolorierung. Anschließend manipulierte ich die Datei mit mehreren Filtern in Gimp. Den letzten Schliff verliehen dem Bild diverse Filter, die ich in PSE 9 eingebunden habe. Das Ergebnis gefiel mir, und so setzte ich meine Weinbergschnecke in den Wettbewerb von ColorFoto-Creativ.
Dramatisch inszeniert. Nachdem ich ein paar interessante Darklight-Fotos gesehen hatte, wollte ich mich an dieser Technik versuchen. Allerdings fand ich die Erklärungen in Google reichlich umständlich, so dass ich mir selbst etwas ausdachte.
Aufbau: Als Hintergrund befestigte ich eine schwarze Plastikplatte an der Wand. Davor legte ich in kurzem Abstand auf zwei Holzböcken eine Glasplatte mit einer DIN-A4-Polfilterfolie. Zusammen mit einem Polfilter am Objektiv konnte ich so den Darklight-Effekt erzielen. Motiv: Eine getrocknete Rose, zwei kaputte Gläser und ein bis zur Transparenz verdünnter Wein. Komposition: Sie ergab sich aus Platzgründen fast von selbst. Lichtgestaltung: Auf dem Boden platzierte ich Neonröhren. Durch ein seitliches Fensterrollo viel ein wenig Licht ein, das einen Reflex auf das rechte Glas zauberte. Das schwache Deckenlicht verlieh den Glasoberflächen zudem eine warme Tönung. Gerne lasse ich mir durch das Ambiente bei der Bildgestaltung helfen.
Aufnahmetechnik: Ich erstellte jeweils Dreier-Belichtungsreihen mit + 1 EV und unterschiedlichen Polfilter-Drehungen. Ich fotografierte manuell – Blende 11 – im Live-View-Modus, um den Fokus gut überprüfen zu können und weil die Kamera mit der Situation überfordert war.
Bearbeitung: Da die erste Belichtungsreihe den Kontrast zwischen Glasoberfläche und -kanten am stärksten hervorhob, nutzte ich nur diese. Die Rohdateien entwickelte ich relativ neutral mit Bibble 5 light. Mittels Luminance HDR (Qtpfsgui) erstellte ich daraus dann zwei Bilder mit Mantiuk Tonemapping, und legte diese zusammen mit dem mittleren Bild aus der Belichtungsreihe in einzelne Ebenen in Gimp ab. Ich ließ Unreinheiten verschwinden und dunkelte den Hintergrund nach. Die drei Ebenen verknüpfte ich in den Modi „überlagern und Farbe“. Dadurch konnte ich die Kontraste erhöhen und dem Bild eine etwas farbstichige Anmutung verleihen.
Zweifel: Nicht mehr sicher bin ich mir bei dem Bildtitel, auf der einen Seite passt er und verstärkt sowie unterstreicht den Bildausdruck, auf der anderen scheint er für manche Leute zu ordinär zu sein.
Schönheit des Verfalls. Ich bin fotografisch oft in alten, verlassenen Gebäuden unterwegs. Durch das Internet habe ich viele Freunde kennengelernt, die ebenfalls sogenannte Lost Places oder Urbex fotografieren. HDR bietet sich hier an, weil mit dieser Technik vieles intensiver und dramatischer aussieht.
Dieses Foto schoss ich in Oelsnitz, Vogtland, in einer stillgelegten Textilfabrik. Ich streifte mit meiner Kamera und meinem Jack Russel durch die leeren, dunklen Hallen, als ich diesen kleinen Raum entdeckte. Das Licht fiel durch einen kleinen Spalt am vernagelten Fenster, und ich musste nur den alten Stuhl in Position schieben. Ich erstellte mit meiner Nikon D90 aus unterschiedlichen Perspektiven Belichtungsreihen. Ich wandelte das Motiv zwar in HDR um, und dadurch wirkt es sehr dramatisch, aber eigentlich kommt die reale Stimmung besser in dem unbearbeiteten Bild rüber.
Männlicher Kontrast. Das Streiflicht betont die Formen des Oberkörpers. Der starke Kontrast unterstreicht die trainierte Figur des jungen Fitnesstrainers. Sie bilden einen Kontrast zu den sonst oft gleichmäßig weich ausgeleuchteten Aktaufnahmen von weiblichen Körpern. Dieses Bild entstand bei dem zweiten Shooting mit ihm. Nach seinen ersten Aktaufnahmen bei mir arbeitet er nun auch nebenberuflich als Model.