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Tipps von Thorsten Milse Fotografieren in Schnee und Eis

Zurück aus Grönland, hat Canon-Fotograf Thorsten Milse neben seinen Fotos für Canon und den WWF auch Tipps zum Fotografieren in Schnee und Eis mitgebracht.
Eisberg © Thorsten Milse. Canon Ambassador

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Der Profi-Fotograf und Canon Ambassador Thorsten Milse begleitete kürzlich im Rahmen des WWF Last Ice Area Projects die WWF-Expedition in die Arktis. Er schloss sich auf der ersten Etappe der Expedition in Grönland von Upernavik nach Qaanaaq einem Team von WWF-Experten sowie Wissenschaftlern an und dokumentierte die arktische Umwelt mit dem Ziel, das Bewusstsein für die Notwendigkeit ihres Schutzes zu steigern.

Seine praktischen Erfahrungen bei den Aufnahmen in unwirtlichen Umgebungen hat Thorsten Milse in acht Tipps für andere Fotografen zusammengefasst:

1. Ohne Kamerastativ arbeiten
„Es ist fast unmöglich an Bord eines kleinen Schiffes ein Stativ zu verwenden. Deshalb sind Canon Objektive mit Bildstabilisator meine erste Wahl. Auch bei Wellen, die über das Deck schlagen, erhält man definitiv schärfere Fotos!“

2. Über integrierte Gitternetzlinien Horizont-Probleme lösen
„Auf einem kleinen Schiff sind Bilder mit einem geraden Horizont eine nicht sehr einfache Sache. Gitternetzlinien – wie im Display der EOS-1D X und EOS 5D Mark III integriert – sind hilfreich, um alle Aufnahmen präzise auszurichten.“

3. Kameraleistung bei allen Aufnahmebedingungen sicherstellen
„Bei Aufnahmen in kalten oder feuchten Umgebungen verwende ich ein robustes Kameragehäuse. Es kommt mit der Kälte zurecht und ist gegen Spritzwasser und Feuchtigkeit geschützt. Canon Kameras und Objektive haben einen sehr guten Allround-Schutz gegen extreme Aufnahmebedingungen.“

4. Bei kaltem Wetter Handschuhe nicht vergessen
„Handschuhe sind bei kaltem Wetter unabdingbar, mit ihnen ist jedoch auch die Arbeit schwieriger – in dieser Situation wähle ich gerne Canon EOS-1D Kameras, da man mit dem Schnellwahlrad einfacher fotografieren kann.“

5. Aufmerksam nach Tieren Ausschau halten
„Tiere an der Westküste Grönlands findet man ausgesprochen selten. Mit etwas Glück sieht man manchmal Wale, aber fast nie Polarbären. Die ständig steigende Zahl von Menschen in dieser Gegend macht die Tiere sehr scheu und sie sind nur schwer auszumachen und zu fotografieren.“

6. Mit mehreren Kameragehäusen arbeiten
„Auf rauer See ist es schwierig und meist sogar unmöglich, Objektive zu wechseln. Ich finde es einfacher, mehrere Kameragehäuse mit unterschiedlichen Objektiven einzusetzen.“

7. Kleine, möglichst direkt griffbereite Ausrüstung
„Mit dem geringen Platzangebot an Bord ist es eine wirkliche Herausforderung, die Ausrüstung so zu verstauen, dass man im richtigen Moment für die Aufnahme gerüstet ist.“

8. Jede Gelegenheit zum Schlaf nutzen
„Bei 24 Stunden Tageslicht weiß man nie, wann sich die perfekte Lichtsituation ergibt. Man bekommt nicht besonders viel Schlaf, speziell wenn jeder an Bord für Anker-Wache, Eis-Wache, Kochen und Segeln verantwortlich ist …“

Die Ausrüstung

Thorsten Milse, Fotograf und Canon Ambassador. © Ralf Bauer
Thorsten Milse, Fotograf und Canon Ambassador.

Thorsten Milse arbeitete an Bord des Segelschiffes Artic Tern mit einer Canon EOS-1D X und einer EOS 5DMark III. Als Objektive verwendete er ein EF 4/600mm L IS II USM und ein EF 2,8/300mm L IS II USM für Tieraufnahmen sowie die Objektive EF 4/8-15mm L Fisheye USM, EF 2,8/16-35mm L II USM, EF 1,2/50mm L USM und EF 2,8/70-200mm L IS II USM für sonstige Bilder. Zudem nutzt er Extender und Speedlite-Blitzgeräte.

Seine umfangreiche Expeditionsbilder-Sammlung kann bei Canon online betrachtet werden. Das "Last Ice Area Project" informiert auf seiner Homepage über sich.

 
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