Creativ-Fotografen Fantastisch - kreative Bildschöpfungen
© Jennifer Stahlschmidt
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Inspirationsquellen
Welche Inspirationsquelle einem hierbei dienen, ist unwesentlich: Vom Lieblingsfilm, über Bücher, Kleidungsstücke, Kunstwerke, spezielle Locations, Märchen und Mythologie, bis zu eigenen Fantasien – alles ist erlaubt. Anregungen können genauso Streifzüge durch Dekoläden und Flohmärkte liefern, da sich dort zahlreiche Requisiten für Shootings entdecken lassen.
Locationsuche
Fällt die Entscheidung für eine bestimmte Inszenierung nach der Ideensammlung schwer, hilft es, sich zu fragen, für welche Kreation eine geeignete Kulisse zur Verfügung steht. Selbst wenn sich der Hintergrund heutzutage per digitaler Bildmontage erzeugen lässt – eine echte Location ist eindrucksvoller, lässt mehr Handlungsspielraum und ist ergiebiger. Streifzüge in der Region, das Internet mit Plattformen wie marodes.de oder Tipps anderer Fotografen können bei der Suche hilfreich sein. Steht die Kulisse, kann die Wahl der oder des Darstellers beginnen.
Model und Outfit
Portale im Internet wie Model-Kartei, Fotocommunity oder one4model halten eine Unzahl an Modellen bereit. Wichtig ist, dem Darsteller zu Anfang die Bildidee im Detail überzeugend und professionell darzulegen und sich über Outfit und Schminke auszutauschen.
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Viele Modelle besitzen ein Repertoire an Kleidung, das sie zur Unterstützung mitbringen können. Das spart Kosten. Ansonsten lassen sich außergewöhnliche Kleider im Kostümverleih oder im Theaterfundus, beispielsweise in Weimar, relativ kostengünstig ausleihen. Provisorisch lässt sich zudem manches Kleidungsstück mit Stoffen in ein imposantes Outfit verwandeln.
Make-up
Wichtig ist darüber hinaus mit dem Model zu klären, ob es sich selbst schminken kann, oder ob eine Visagistin engagiert werden muss. Interessiert ein Model ein Projekt, übernimmt es vielleicht einen Teil der Kosten. Fragen schadet nicht. Da inszenierte Sets zumeist sehr zeitaufwendig sind, sollte der Fotograf zumindest einen halben Tag rechnen, mit Visagistin eventuell länger. Unter Zeitdruck zu schminken oder zu fotografieren, macht niemandem Freude.
Flexibel ohne Stativ
Am Set ist es angenehm, ohne Stativ zu arbeiten. Der Fotograf kann so das Motiv umlaufen, sich unterschiedlichste Bildausschnitte anschauen, sich in enge Durchgänge zwängen, auf Stühle steigen oder sich auf den Boden legen. So lassen sich interessante Perspektiven entdecken, die mit Stativ allzu oft verborgen bleiben. Auf das Stativ lässt sich aber gut ein entfesselter Blitz montieren, falls kein Lichtassistent zur Stelle ist. Und es ist bei Langzeitaufnahmen unentbehrlich.
Nach Augenmaß
Bei der Wahl der Brennweite helfen ein Zoomobjektiv oder mehrere Festbrennweiten. Fehlt es an Erfahrung, lassen sich einfach die unterschiedlichsten Optiken durchprobieren. Welche Linse passt, entscheidet dann das Augenmaß. Es schadet nie, zu experimentieren, um die passende Distanz und den optimalen Bildausschnitt zu finden.
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Inszenieren nicht ausleuchten
Gerade bei inszenierten Bildern geht es zumeist nicht um ein ausgeglichenes Ausleuchten der Bildkreation, sondern um das Erzeugen einer ausdrucksstarken Lichtstimmung. Hierzu eignen sich gut seitliche Striplights, mit denen sich ein spannendes Wechselspiel von Licht und Schatten erzeugen lässt. Kommt nur ein Striplight zum Einsatz, sollte das Hauptmotiv, etwa das Gesicht des Models, nicht im Schatten liegen. Mittels eines manuellen Weißabgleichs kann darüber hinaus ein warmer oder kalter Grundton für das Bild gewählt werden.
Manueller Modus
Im manuellen Aufnahmemodus lässt sich das Bildergebnis am besten beeinflussen. Gerade zum Einfangen bestimmter, düsterer Lichtstimmungen ist die Automatik zu hell. Darüber hinaus lässt sich die Schärfe ma-nuell individueller und genauer regeln. Per Hand werden Blende und Verschluss so lange verstellt, bis das optimale Ergebnis steht.
Gekonnt improvisieren
Aber nicht, dass hier der Eindruck entsteht, nur geplante Shootings können spannende Inszenierungen liefern – spontan umgesetzte Ideen können genauso fantasievoll sein. Und manchmal lassen sich Bilder einfach um einen Gegenstand herum inszenieren. Als Inspirationsquelle zu dem Bild Autumn is coming diente zum Beispiel ein historischer Spitzenkragen, die restliche Kleidung brachte das Model mit. Da eine alte Villa mit antikem Möbelstücken fehlte, wurde das Shooting ins Freie verlegt. Nach ein paar Aufnahmen in romantischen Posen war das Bild im Kasten.
© Jennifer Stahlschmidt