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Creativ-Fotografen Die Fotografie von Neugeborenen

Die Fotografie von Neugeborenen erfordert Geduld, Einfühlungsvermögen und ist sehr zeitaufwendig. Creativ-Fotografin Janine Langer gibt Tipps zur Shooting-Vorbereitung, Aufnahmetechnik und Bildgestaltung.

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© Janine Langer

Für Neugeborene ist ein Fotograf zuallererst einmal ein Fremder mit anderem Geruch und unbekannter Stimme. Daher finden Säugling-Shootings besser bei den Familien zu Hause statt. Das Neugeborene kann sich so mit Zeit und Ruhe in seinem gewohnten Umfeld an das „neue Familienmitglied“ gewöhnen. Die Eltern können sich – wenn nötig – um ihren Nachwuchs kümmern. Zudem schlafen Neugeborene, die noch keine 14
Tage alt sind, sehr viel und dies natürlich besser in einer ihnen vertrauten Umgebung.

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Im Schlaf lächeln Babys in diesem Alter sehr viel. Nachdem die Pose passte, setzte ich dem Neugeborenen vorsichtig die Mütze auf.



Vorbereitungen

Damit der kleine Mensch den Fotografen annimmt, sollte der versuchen, von Beginn des Shootings an beim Neugeborenen alles selbst zu machen, was möglich ist: in den Schlaf wiegen, wickeln und beruhigen. Erst wenn die Vertrauensbasis existiert, ist die Vor­aussetzung für gelungene Aufnahmen geschaffen.

Das ist einer der Gründe, warum das Fotografieren von Neugeborenen so zeit­­intensiv ist. Und Fotografen, die ungeübt im Umgang mit Babys sind, sollten sich besser eine Hilfe mit Säuglingserfahrung suchen, die mit dem Neugeborenen umgeht, dieses geduldig anfasst und in Pose bringt. Dazu sind kleine, sanfte Bewegungen mit vielen Pausen dazwischen notwendig, so dass sich das Baby jeweils in eine neue Pose einfinden kann und sich entspannt.

Sobald man merkt, dass das Kind sich in der Posi­tion unwohl fühlt und nicht mehr einschläft, wird diese übersprungen und zur nächsten übergegangen. Da die Neugeborenen in der Regel unbekleidet fotografiert werden, ist selbstverständlich eine für das Baby angenehme Raumtemperatur Voraussetzung für das Shooting. Bei hohen Temperaturen im Sommer bietet sich natürlich auch der elterliche Garten zum Fotografieren an.

Aufnahmetechnik

Tages- oder Dauerlichtquellen sind bei den Aufnahmen von Neugeborenen die erste Wahl. Direktes und indirektes Blitzen sollten vermieden werden, da die Winzlinge das Licht scheuen und ihr Lidschlussreflex in den ersten sechs Monaten noch nicht ausgeprägt ist. Bei wenig Licht ist es deshalb besser, mit höheren ISO-Werten zu arbeiten oder die Blende weiter zu öffnen.

Zur Belichtungsmessung und zum manuellen Weißabgleich eignet sich der Einsatz einer Weiß-/Graukarte. Gerade der manuelle Weißabgleich ist bei der Neugeborenenfotografie besonders wichtig, da sonst sehr schnell – durch die etwas rötliche Haut des Säuglings – ein extrem roter Hautton entsteht. Dieser lässt sich dann später am PC nur mühevoll entfernen.
Komposition

Zu den Klassikern der Säuglingsfotografie gehören Aufnahmen von Details wie Augen, Nase, Mund, Hände und Füße sowie Bilder mit den Eltern, einem Elternteil oder einem persönlichen Gegenstand der Eltern. Auch kann mit Accessoires wie Rasseln oder dem altbekannten Teddy gespielt werden.

Genauso lassen sich spezielle für den Anlass individuell gefertigte Accessoires nutzen. Ob Haarbänder, Kokons oder Mützen, dem Fotografen sind hier keine Grenzen gesetzt, solange sich die Objekte gut anfühlen, wenn der Säugling mit ihnen in Kontakt kommen soll.    

 
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