Leuchtende Farben, mehr Kontrast und ein optimaler Motivbeschnitt: Foto-Apps auf iPhones und iPads holen aus frisch aufgenommenen Bildern eine ganze Menge heraus. Wir haben die besten Apps für Fotografen zusammengestellt.
Die neuen iPhone- und iPad-Modelle mit ihren hochauflösenden Retina-Displays sind wie gemacht zum Prüfen, Bearbeiten und Herzeigen von Fotos. Demensprechend groß und unübersichtlich ist die Auswahl an Apps für iOS. Die Palette reicht vom schnellen 1-Klick-Optimierer über Filter- und Effekt-Apps bis hin zu HDR-, Panorama- und 3D-Generatoren. Weil die Farbwiedergabe auf den Bildschirmen von iPhone und iPad einigermaßen farbecht ist, kann man bei der Fotooptimierung auch vernünftige Resultate erzielen.
Klar: Die Optimierung der Fotos mit iPhone und iPad ist keine Alternative zur Nachbearbeitung an einem hochwertigen PC- oder Mac-Bildschirm mit vollwertiger Bildbearbeitungssoftware und präziser Maussteuerung. Doch zum Aufhübschen von Alltagsaufnahmen eignen sie sich hervorragend. Danach lassen sie sich per Mail, iMessage oder WhatsApp weitersenden und können anderen so einen Eindruck vermitteln, was gerade geschieht oder wo man sich aufhält.
Genau hier setzen Foto-Apps für iOS an, die sofort nach dem Auslösen eine spontane Auffrischung von Farben, Schärfe und der Wahl eines optimalen Bildausschnitts erlauben. Empfehlenswert sind etwa Camera+ (0,89 Euro, Camera+for iPad: 0,89 Euro) und ProCamera (0,89 Euro, iPad-Version ProCameraHD: 4,49 Euro). Allerdings ist bei diesen Apps die Bildbearbeitung direkt an die Knipsfunktion gekoppelt.
Soll dagegen die Bildqualität von Fotos verbessert werden, die man mit der beim iPhone und iPad mitgelieferten Kamera-App aufgenommen hat, ist eine richtige Bildbearbeitungs-App empfehlenswert. Vor allem kann man damit auch Fotos begutachten und optimieren, die von einer Kamera, Speicherkarte oder dem Rechner auf das iPhone oder iPad überspielt wurden. Die besten Foto-Apps stellen wir in einer Bildergalerie vor.
Wer sich bei der iOS-Bildbearbeitung Spitzenqualität ohne großartige Einschränkungen wünscht, liegt bei Photoforge2 richtig. Die Funktionsausstattung ist umfangreich: Angefangen vom nachträglichen Weißabgleich über die Belichtungsanpassung bis hin zur Rauschreduktion haben die Entwickler an alles gedacht. Dank Ebenenunterstützung sind auch selektive Bildkorrekturen und Montagen möglich.
Photogene² stellt einen fein abgestimmten Werkzeugkoffer zum Aufpolieren von Bildern bereit. Dabei zielt die App auf schnelle Ergebnisse und weniger auf pixelgenaues Arbeiten. Eine interessante Besonderheit sind die vielen Effekte und die Möglichkeiten zum Verzieren von Aufnahmen, etwa mit Sprechblasen, Schmuckrahmen und Filtereffekten. Eine Vorschau hilft, die Wirkung der Effekte vorab zu prüfen.
Plattform: iPhone (iPad-Version: Photogene for iPad, 2,69 Euro) Sprache: Englisch Preis: 0,89 Euro Photogene² im App Store
Aus der Grafikschmiede Autodesk stammt die Fotofilter-App Pixlr Express. Der Name deutet es an: hier geht vor allem um nette Spielereien mit den geknipsten Bildern. Die Zahl der abrufbaren Effektfilter ist kaum zu durchschauen. Gut gelungen ist dem Hersteller die Oberfläche mit eckigen Aktionsflächen, die an die Kacheln von Windows 8 erinnern. Auch an der Güte der Fotofilter und am Arbeitstempo gibt es nichts auszusetzen. Um die App nicht unnötig aufzublasen, muss ein Teil der Filter aus der App heraus nachgeladen werden. Es gibt eine beschränkte Gratis-Version.
Die App wandelt Farb- in Schwarzweißbilder um. Über sechs Farbflächen, die Filtern für den jeweiligen Farbbereich entsprechen, kann der Nutzer die Konvertierung und die entstehenden Schatten beeinflussen. Die für ausdrucksstarke Schwarzweißbilder üblichen Parameter wie Kontrast, Helligkeit, Körnung, Vignette sowie ein Fotorahmen sind einstellbar.
LensLight simuliert ein Lichtstudio für das iPhone und iPad, in dem Sie Fotos nachträglich eine andere Lichtstimmung einhauchen können. Dazu öffnen Sie ein Foto und wählen einen der Beleuchtungseffekte aus, etwa ein Spotlicht, weiches Scheinwerferlicht oder Laserbeleuchtung. Auch Sonnen- und Streulicht, Lichttexturen und Bokeh stellt die App jeweils mit einstellbarem Farbton zur Auswahl. Mit den Fingern wird der Effekt an die gewünschte Stelle geschoben und in der Größe angepasst.
Für jede der empfohlenen Foto-Apps gilt: Belassen Sie stets eine Kopie der unbearbeiteten Aufnahmen auf dem iPhone oder iPad. Nur so haben Sie für spätere Korrekturen der Motive am Computer die jeweiligen Originale mit allen Bildpixeln zur Hand.