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Buchtipp "Haboob" von Andrew Phelps: Aus der Traum

Zerstörerische Sandstürme, sogenannte Haboobs, dienen Andrew Phelps als Sinnbild für die Beschreibung des gesellschaftlichen Wandels in den USA in Zeiten der Immobilienkrise.
Andrew Phelps «Haboob« © Andrew Phelps/Kehrer-Verlag

Andrew Phelps beschreibt mit seinen Fotos den stillen Verfall der einst landwirtschaftlich dominierten Kleinstadt Higley im East Valley von Phoenix, Arizona. Higley musste der sich ausbreitenden Hauptstadt weichen und verschwand 2007 von der Landkarte. Ländliche Strukturen wurden aufgelöst, von neuen, gesichtslosen Einfamilienhaussiedlungen und Shopping Malls überlagert, aus Dorfstraßen wurden Pseudo-Boulevards – bis ab 2008 die Immobilienkrise kam.

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Heute liegt der Ort weitgehend verlassen da, aus der Traum. Der 1967 in Phoenix geborene Andrew Phelps berichtet mit dem Blick des Insiders aus dem "sozialen und ökonomischen Niemandsland", wie er es nennt, in teils nüchternen, teils Richtung Foto-Design tendierenden Bildern. Er zeigt die Szenerie der nur noch spärlich belebten Hinterlassenschaften, gespenstisch selbst im schönsten Arizona-Abendrot.

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Vereinzelt sind noch Menschen auf den Fotos zu sehen, meist nur Spuren ihrer Hinterlassenschaften. Haboobs sind für Phelps ein Sinnbild für Furcht und Ungewissheit der Mittelklasse im Umfeld der Städte nicht nur im Westen der USA.

Andrew Phelps "Haboob"
Autoren: Andrew Phelps, Leslie LeRoux
Festeinband, 30,5 x 24,5 cm
80 Seiten, 42 Farbabb.
Kehrer Verlag, 2012, Englisch
ISBN 978-3-86828-345-7
40 Euro

Ausstellungen:
Galerie Robert Morat, Hamburg 03. 11.2012 – 12.01.2013
Galerie Jo Van De Loo, München Frühjahr 2013

 
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