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5. November 2008
Die neue Olympus E-30 schließt die Lücke im E-System zwischen Amateur- und Profi-SLR Bild vergrößern 937 713 http://img3.magnus.de/image-r937x712-C-ff407cf6-14308265.jpg

Die neue Olympus E-30 schließt die Lücke im E-System zwischen Amateur- und Profi-SLR

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Jetzt ist es raus: die neue Olympus FourThirds-SLR wird E-30 heißen, 12 Megapixel haben und die Lücke im E-System zwischen dem Top-Amateurmodell E-520 und der auf professionelle Bedürfnisse zugeschnittenen E-3 schließen. Schon die Anmutung und Wertigkeit der Materialien und Verarbeitung machen deutlich, dass die E-30 enger mit der E-3 als mit der E-520 verwandt ist. Die E-30 fasst sich an und wirkt ähnlich solide wie E-3, ist dabei aber geringfügig kleiner und leichter. Ein Blick auf die bislang vorliegenden technischen Daten bestätigt die enge Verwandtschaft. Die Neuerungen bei der E-30 betreffen zum einen technische Verbesserungen, zum anderen geht die E-30 mit zusätzlichen Möglichkeiten der Bildgestaltung in der Kamera – ihren „Art-Filtern" und neun wählbaren, verschiedenen Seitenverhältnissen für die Fotos – neue Wege für SLR-Kameras. Diese Effekte sind auch im Live-View-Modus vor der Aufnahme kontrollierbar. Herzstück der E-30 ist der neu entwickelte 12-Megapixel-Live-MOS-Sensor. Die Bildverarbeitung übernimmt ein weiter entwickelter TruePic III+-Prozessor, der für eine besonders gute Detailzeichnung und wenig Rauschen sorgen soll. Er beherrscht auch automatische Schattenkorrekturen, Gesichtserkennung und arbeitet zudem schnell genug, um Bildserien mit maximal 5 B/s mit höchster 12-Megapixel-Auflösung zu ermöglichen. Der Pufferspeicher reicht für 12 RAW-Aufnahmen. Die E-30 bietet Verschlusszeiten ab 1/8000 s bis 60 s, eine kürzeste X-Synchronzeit von 1/250 s und die ISO-Werte reichen von 100 bis 3200. Aufgezeichnet werden die Fotos wahlweise im RAW- oder JPEG-Format, bei Bedarf auch parallel. Dank Doppel-Kartenlaufwerk können xD- und CF-Speicherkarten eingesetzt werden. Diese Eckdaten kommen E-3-Kennern ebenso bekannt vor wie das Autofokus-System mit 11 AF-Kreuzsensoren und seinen 44 Kombinationsmöglichkeiten für die Motivanalyse und einer Mindestempfindlichkeit bis -2 EV. Ultraschall-Staubschutzsystem, integrierter mechanische Bildstabilisator mit Verwacklungsschutz für bis zu 5 Zeitenstufen und variabel um bis zu 176° schwenkbarer LCD-Monitor sowie der integrierte Blitz mit kabelloser TTL-Steuermöglichkeit externer Systemblitze sind im Prinzip ebenfalls von der E-3 bekannt. Die Diagonale des Live-View-Monitors ist bei der E-30 auf zeitgemäße 68,5 mm/2,7" gewachsen. Als Alternative steht ein Spiegelreflex-Sucher mit 98 % Bildfeld und 1,02x-Vergrößerung zur Verfügung. Der E-3 Fotograf kann aus insgesamt 27 Aufnahme-Modi wählen, darunter neben den üblichen Motiv- und Kreativ-Programmen auch sechs sogenannte „Art Filter“. Bei entsprechender Einstellung des neuen Modus-Wählrades oben links auf der Kamera können u.a. „Pop Art“, „Soft Focus" oder „Filmkorn" aktiviert werden. Ambitionierteren Fotografen werden aber Features wie Schnellzugriff auf die Belichtungsreihenautomatik über die AF/AE-Tasten oder die gute alte X-Blitzkabelbuchse wichtiger sein. Alles in Allem gute Voraussetzungen also für einen Erfolg, wenn der Preis stimmt. Da die E-3 inzwischen für 1300 bis 1500 Euro gehandelt wird, wären 1200 Euro UVP für die E-30 realistisch, darüber dürfte es schwierig werden.

Horst Gottfried

www.olympus.de

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