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Kaufberatung Die besten spiegellosen Systemkameras: Top 10 der Redaktion

Spiegellose Systemkameras können digitale Spiegelreflexkameras nicht ersetzen, bieten aber eine sinnvolle Alternative: Sie sind deutlich handlicher und leichter. Zudem haben sie im Videobetrieb die Nase vorn. Wir stellen für 2014 die 10 besten spiegellosen Modelle im Test vor - von Fujifilm bis Sony.

Beste spiegellose Systemkamera - DSLM
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© Jag_cz - Fotolia.com / Hersteller / Montage: ColorFoto

Konnte man bis vor wenigen Jahren noch zwischen zwei Kameratypen wählen - den digitalen Spiegelreflexkameras auf der einen und den handlichen Kompakten auf der anderen Seite, bieten die neuen spiegellosen Systemkameras die goldene Zwischenlösung: Sie sind günstiger als eine DSLR und klein und leicht wie eine Kompakte, liefern dabei aber die Bildqualität, die mit Profi-DSLRs mithalten kann. Dabei gilt: Je größer das Sensorformat, desto besser im Allgemeinen die Bildqualität.

Eine neue Generation läutete Ende 2013 Sony mit seinem neuen A7/A7R-Duo ein, das erstmals einen 35-mm-Vollformat-Sensor bietet. Das Gros der Kameras verwendet klassische APS-C-Sensoren (22,5 x 15 mm). Olympus und Panasonic setzen auf das etwas kleinere  Micro-Four-Third-Format (17,3 x 13 mm) und Nikon verbaut in  seinen aktuellen Modelle 1 AW1, S1 oder J3 das noch kleinere CX-Format (1-Zoll). Mit zum Konzept gehören je Wechselobjektive mit einen eigene Anschlussystem des jeweilige Herstellers. Panasonic und Olympus nutzen einen gemeinsamen Standard, was heißt: Die Linsen beider können an beiden Kameratypen eingesetzt werden.

Die besten Objektive für jede Kamera finden Sie über unsere Objektiv-Bestenlisten oder über unser Schnellfinder-Tool.

Kein Spiegel bedeutet kein optischer Sucher. Teils gehört ein fest verbauter, elektronischer Sucher zur Kamera, andere bieten zukaufbare Aufstecksucher zugunsten einer noch kompakteren Bauform. Vorteil der elektronischen Bauweise sind Funktionen, die den klassischen DSLRs fehlen. Auch beim  Videobetrieb etwa können die Systemkameras insbesondere mehr bieten. 

Wir haben zusammen mit der Preisvergleichs-Plattform guenstiger.de die Preisentwicklung aktueller Modelle beobachtet und die Favoriten der Redaktion zusammengestellt. Hier präsentieren wir Ihnen die 10 besten Systemkameras, die wir nach unserem aktuellen Testverfahren 1.6 geprüft haben.

Nikon 1 AW1 - Vorderseite
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Platz 10: Nikon 1 AW1

Konkurrenzlos: Als einzige Kamera kann die Nikon 1 AW1 mit einem komplett wasserdichten und robusten Gehäuse aufwarten. Zudem ist sie bis - 10 Grad Celsius frostsicher. Mit an Bord ist ein ebenso wasserdichter, integrierter Blitz. Was fehlt ist ein Sucher. Die Bildkontrolle erfolgt ausschließlich über ein fest verbautes 3-Zoll-großes Display.

Die Besten: Sony Alpha 7 und Alpha 7R

Das Rennen machen die beiden neuen Vollformatzwillinge Alpha 7 und Alpha 7R von Sony. Zu vergleichsweise recht attraktiven Preisen (A7-Gehäuse: ca. 1.300 Euro, A7R-Gehäuse: ca. 2.000 Euro) bieten sie in der Klasse aktueller Systemkameras das Höchstmaß an Bildqualität. Dazu gibt es viel Funktionalität und eine hochwertige Ausstattung verpackt in einem spritzwassergeschützten Gehäuse aus wertiger Magnesiumlegierung.

So ähnlich der Name der beiden, so marginal der Unterschied: Das Gehäuse ist das Gleiche, die günstigere A7 bietet einen 24-Megapixel auflösenden Exmor-Sensor und einen Hybrid-Autofokus. Die A7R legt pixelmäßig drauf und kann mit einem 36-Megapixel-Exmor-Sensor ohne Tiefpassfilter noch ein paar Punkte mehr sammeln. Zur Auto-Fokussierung steht hier allerdings nur ein Kontrast-AF zur Verfügung. In puncto AF-Zeiten,  Serienbildgeschwindigkeit und  Blitzsynchronzeiten gewinnt die  kleine Schwester damit einen Vorsprung.  

Der hochwertige, elektronische 100-Prozent-OLED-Sucher wurde in SLR-Manier auf dem Gehäuse, direkt über der optischen Achse platziert. Er bietet 786 432 RGB-Pixel Auflösung und eine Vergrößerung von effektiv 0,71x. Mit an Bord ist ein Monitor mit 307 200 RGB-Pixeln ebenfalls der hochauflösenden Sorte. Es lässt sich auf einer Achse schwenken, allerdings nicht drehen. Ebenso vermisst man eventuell Touchscreen-Funktionalität und ein eingebautes Blitzgerät. Dafür gehört Full-HD-Videoaufzeichnung mit 50 Vollbildern/s, manueller Tonpegelsteuerung und kontinuierlichem superleisem Autofokus zum Repertoire.    



In puncto Bildqualität setzen die Schwestern unterschiedliche Akzente: Die A7R punktet mit einer herausragenden Schärfe bei niedrigen und mittleren ISO-Werten, die A7 ist weniger aggressiv abgestimmt und zeigt oberhalb ISO 3.200 nicht ganz so deutliche Texturverluste.

Im Test erreichte die A7 eine konstant hohe Grenzauflösung zwischen 1.800 und 1.900 LP/BH bis ISO 3.200; moderates Rauschen, geringe Texturverluste  und eine hohe Dynamik, so dass die Bildqualität über den gesamten ISO-Bereich auf dem Niveau einer Nikon D800 (36 Megapixel) angesiedelt ist. Die Sony A7R erreicht einen stattlichen Wert von maximal 2.553 LP/BH bei ISO 100, der bis ISO 6.400 nur auf etwa 2.200 LP/BH abfällt. Zum Vergleich: Im Schnitt sind das rund 300 LP/BH mehr als bei der Nikon D800E mit ebenfalls 36 Megapixeln.

Kauftipp: Fujifilm X-E2

Bereits ihre Vorgängerin, die Fujifilm X-E1 zeigte mit Bravour: das günstigere Zweitmodell kann tatsächlich besser sein als das Flaggschiff des selben Herstellers. Gleiches gilt für die X-E2: Mit 59,5 Punkten in der Gesamtwertung, einer runderneuerten Ausstattung in einem soliden griffigem Gehäuse  und einem attraktiven Preis von ca. 900 Euro platziert sie sich sogar vor dem Profi-Modell X-Pro1 ganz vorne im Testfeld. Den X-Trans-CMOS-Sensor im APSC-Format kennt man von den Schwesternmodellen. Aufgrund seiner speziellen Farbfiltermosaik-Struktur kommt er ohne Tiefpassfilter aus.

Neu ist der EXR-Prozessor-Pro II. Damit meistert die E2 eine konstant und zuverlässige hohe Bildqualität mit hervorragender Dynamik und kaum sichtbaren Rauschen bis ISO 3200. Trotz vergleichsweise nur 16 Megapixel Nennauflösung liegt die Grenzauflösung bei knapp  1800 LP/BH bis ISO 400. Selbst bei ISO 1600 sind noch 1645 LP/BH drin. Bis ISO 12 800 fällt die Auflösung nur auf 1594 LP/BH ab. Auch das ist ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis.

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© Fujifilm

Einen Spritzwasserschutz gibt es zwar nicht, dafür optische eine Bildstabilisierung im Kit-Objektiv.  Ein neues Feature ist die kabellose Bildübertragung zu Smartphone und Co über ein integriertes WLAN-Modul. Auf eine Remote-Funktion via Handy muss man noch verzichten. Dafür offeriert die E2 einen Phasen-Autofokus am Sensor, der eine ansehnliche AF-Zeit von 0,42S/0,45 s bei 1000/30 Lux und eine Serienbildgeschwindigkeit von 6,7 B/s. und 27 Bildern am Stück meistert.

Full-HD-Videobetrieb ist an Bord, allerdings fehlt eine eigene Funktionstaste. Es gibt einen eingebauten Blitz (LZ 7, ISO 200), einen gegenüber der Vorgängerin deutlich verbesserter TFT-Monitor mit 3-Zoll Diagonale und 346 666 RGB-Pixeln Auflösung. Wer auf den Hybrid-Sucher der teuren X-Pro1 verzichten kann, bekommt einen hochwertigen OLED-Sucher mit immerhin 786 666 RGB-Pixeln und einer Suchervergößerung von 0,62x, das ist mehr, als SLRs der gehobenen APS-C-Klasse derzeit bieten.  

Der Profi: Fujifilm X-Pro1

Technisch innovativ und hervorragende Bildqualität verpackt in einem konventionell gehaltenem, robusten Gehäuse: Mit seiner ersten Systemkamera X-Pro1 gelang den Japanern vor knapp zwei Jahren  bildleistungstechnisch ein wahrer Überflieger. Kernstück der edlen Spiegellosen ist ebenso der X-Trans-Bildsensor im APS-C-Format mit 16,3 Megapixeln Auflösung und fehlendem Tiefpassfilter.

Das Resultat: Schärfe und Detailtreue der Aufnahmen liegen bis in die hohen ISO-Stufen nahezu auf dem Niveau professioneller Vollformat-SLRs. In puncto Abbildungsqualität lieferte die X-Pro1 über den gesamten ISO-Bereich und in allen Disziplinen Spitzenergebnisse: Eine Grenzauflösung von knapp  1968 LP/BH bis ISO 400 mit hohem Kontrast, sehr guter Dynamik und ausgezeichnetem  Rauschverhalten.

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© Fujifilm



Bedienung und Performance machen richtig Spaß, fordern aber grundlegendes fotografisches Know-how, zumal die Kamera in erster Linie manuelle Einstellmöglichkeiten denn Automatiken bietet. Hinzukommen technische Raffinessen wie das viel gelobte Highlight, ein kombinierter optoelektronischer Hybridsucher und ein mit 307500 RGBW-Pixeln hochauflösendes 3-Zoll-LCD.

Interessante kreative Extras wie Panoramamodus oder Simulationsmodi runden das Konzept Profis und Amateure gleichermaßen ab. Full-HD-Videoaufnahmen sind mit AF- und Blendenvorwahl möglich, eine dezidierte Videotaste gibt es allerdings wie bei der kleinen E2-Schwester nicht. In puncto AF-Zeiten schwächelt die X-Pro1 leicht  (0,5/0,55 s bei 1000/30 Lux). Auch mit einer Serienbildgeschwindigkeit von 5,2 B/s ist liegt sie hinter der Konkurrenz. Zudem muss man ohne eingebauten Blitz auskommen. Ebenso muss man auf den Spitzwasserschutz verzichten.

Die kleine Schwester der X-Pro1: Die Fujifilm X-E1.
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© Fujifilm
Die kleine Schwester der X-Pro1: Die Fujifilm X-E1.

Günstige Alternative: Fujifilm X-E1

Mit einer überdurchschnittlich hohen Bildqualität, aber weniger Ausstattung als ihre große Schwester bietet sich die neue Fujifilm X-E1 (57,5 Punkte im Test) an: Sie offeriert zwar keinen optoelektronischen Hybrid-, sondern einen einfachen OLED-Sucher mit ganzen 786.666 RGB-Pixeln Auflösung und einen kleineren 2,8-Zoll-Monitor. Dafür hat sie einen integrierte Blitz an Bord und ist mit einem Preis von knapp 800 Euro deutlich günstiger.

Die Sony NEX-6 lässt sich mit © Sony
Die Sony NEX-6 lässt sich mit "PlayMemories"-Apps erweitern.

Kauftipp: Sony NEX-6

Die Sony NEX-6 (50,5 Punkte im Test) bietet einen fairen Kompromiss aus guter Bildqualität, hoher Ausstattung und vergleichsweise günstigem Preis: In dem stabilen Magnesium-Gehäuse steckt ein 16-Meagpixel-APS-C-Sensor, ein mit 786.432 RGB-Pixeln sehr hochauflösenden elektronischen XGA-OLED-Sucher und WLAN-Funktionalität. Auch ein integrierter Blitz gehört zum Konzept.

Klare Pluspunkte in dieser Preisklasse kann die Sony durch ihren klappbaren 3-Zoll-Monitor verbuchen, der auch hinsichtlich seiner hervorragenden Abbildungsleistung überzeugt. Eine Touchscreen-Funktionalität wie teurere Kameras, bietet die NEX-6 nicht. Das Bedienkonzept entspricht der einer höheren Consumer-Klasse: tastenreich, aber dennoch intuitiv.

Ein Highlight der Sony NEX-6 ist der kombinierte Kontrast-Phasen-Autofokus, der mit Auslösezeiten von 0,33 s bei hellem Licht recht flott arbeitet. Spitzenreiter im Testfeld ist die NEX-6 mit ihrer Serienbildgeschwindigkeit von 9,1 B/s. Videos werden großgeschrieben: Es gibt eine eigene Video-Taste. Full-HD-Filme werden mit bis zu 50 Vollbildern/s und mit sanfter AF-Unterstützung aufgenommen. Ein neuer Verschlusssmechanismus verlängert die Belichtung automatisch, so dass die Farben natürlich und wenig grieselig wirken.

Up to Date: Über das integrierte WLAN-Modul lässt sich die NEX-6 über Sonys eigene PlayMemories-Plattform funktionell per App-Download erweitern. Die Bildqualität bewegt sich auf hohem Niveau mit hoher Schärfe moderatem Rauschen bis in hohe ISO-Stufen. Allerdings zieht Sony den Kontrast zu hoch, so dass die Aufnahmen teils unnatürlich wirken.

 
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