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Kompaktkamera Kaufberatung So finden Sie die richtige Digitalkamera

Das Angebot an kompakten Digitalkameras ist groß: Edelkompakte, Megazoom oder Outdoor-Kamera - welche ist die richtige für Sie? Unsere Kaufberatung 2014 erklärt die verschiedenen Digitalkamera-Typen und gibt Empfehlungen und Tipps.
Digitalkamera kaufen - Kaufberatung © Sergey Nivens - Fotolia.com / Fotomontage: ColorFoto

Zur Klasse der Kompaktkameras zählen alle Digitalkameras mit festem Objektiv, von der Minikamera im Schminkdosenformat bis zu den Megazoomkameras in SLR-Größe. Die Zahl der aktuell verfügbaren Modelle geht in die Hunderte und neben der Bildqualität und dem Preis gibt es weitere wichtige Kriterien bei der Kaufentscheidung. Ist die Digitalkamera klein genug, um in die Hemdtasche zu passen? Robust genug für den Einsatz bei Wind und Wetter? Welche Ansprüche stelle ich an die Video-Funktion? Und kann ich die Daten auch kabellos per WLAN ins Internet übertragen?

Einsteiger stellen hier andere Ansprüche an die Digitalkamera als fortgeschrittene Amateurfotografen, die eine Zweitkamera für „immer dabei“ suchen. Soll die Kamera ein Geschenk sein, kommen weitere Punkte dazu: Wie erfahren ist der Benutzer? Sind hochwertige Aufnahmen für den Ausdruck mit der Kamera geplant oder nur Selfies fürs soziale Netz? Sind manuelle Einstellmöglichkeiten wichtig oder soll die Kamera alle Entscheidungen selbst treffen? Passt ein edles Metallgehäuse am besten zum zukünftigen Nutzer oder besser ein freches und quietschbuntes Modell, das auffällt?

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Letztlich spielt natürlich auch der Preis der Digitalkamera eine wichtige Rolle, denn zwischen der günstigsten Digicam für weniger als einen Fünfziger und der Edelkompakten für gehobene Ansprüche liegt locker der Faktor 10. In diesem Ratgeber hat die ColorFoto-Redaktion die wichtigsten Fragen für Sie zusammengestellt und beantwortet. So sind Sie für den Kauf einer digitalen Kompaktkamera im Sommer 2014 bestens gerüstet.

Alternative Spiegelreflex- oder Systemkamera

Wenn Sie schon fotografische Grundkenntnisse besitzen und jetzt mehr Wert auf hohe Bildqualität und viele Einstellmöglichkeiten legen, sollten Sie über die Anschaffung einer digitalen Spiegelreflexkamera (DSLR) oder einer spiegellosen Systemkamera nachdenken. Eine ausführliche DSLR-Kaufberatung finden Sie hier.

Kompaktkameras zwischen Smartphones und DSLR

„Es dauert nicht mehr lange, dann kauft kaum noch jemand Kompaktkameras, wie sie heute aussehen. Kleine Sensoren, Bildschirme mit niedrigen Auflösung, mäßige Objektive – damit kann man fotografierenden Smartphones keine Konkurrenz mehr machen.“ schrieb ein großes deutsches Nachrichtenmagazin zur Photokina 2012.

Am unteren Ende des Kompaktkamerasegments schrumpft der Abstand bei der Bildqualität zwischen Smartphone und Kompaktkamera zusehends. Man darf also durchaus damit rechnen, dass Billigkameras über kurz oder lang tatsächlich Marktanteile verlieren. Die Zukunft des digitalen Tagebuchs ist das Smartphone, das man ohnehin immer in der Tasche hat.

Die Edel-Kompaktkameras mit größerem Sensor können dagegen heute mit einer Bildqualität punkten, die noch vor wenigen Jahren den digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) vorbehalten war. Sie sind ein guter Kompromiss zwischen Bildqualität, Handlichkeit und einer Ausstattung, die Spaß beim Fotografieren macht.

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Die ColorFoto-Redaktion sieht die aktuelle Entwicklung bei den Kompakten daher sehr positiv: Seit sich die Hersteller vom Wahnsinn verabschiedet haben, möglichst viele Bildpunkte (Pixel) auf winzigen Sensoren unterzubringen, haben Kompaktkameras wieder ihren Platz zwischen Smartphones und Systemkameras gefunden.

Vor- und Nachteile von Kompaktkameras

Kommt es nur auf die Bildqualität an, bleibt eine Kompaktkamera immer hinter einer Spiegelreflexkamera (SLR) zurück. Und je weniger Licht zur Verfügung steht, desto größer der Qualitätsvorsprung der SLR.

Zudem bietet die Kompakte durch die Bauweise mit fest eingebautem Objektiv weniger fotografische Gestaltungsmöglichkeiten. Das gilt übrigens nicht nur für Billigkompakte im Einsteigerbereich, sondern auch für die Edelkompakten.

Der größte Nachteil einer Kompaktkamera ist und bleibt die erreichbare Bildqualität, auch wenn man festhalten muss: In 90% der Fälle ist die Qualität völlig ausreichend, wenn man die Grenzen der Kamera beachtet und an der einen oder anderen Stelle die Automatik überlistet.

Ihr größter Vorteil: Kompaktkameras stehen für unbeschwertes Fotografieren. Sie passen in jede Hemd- oder Jackentasche, erledigen ihre Aufgabe automatisch und liefern bei den meisten Lichtverhältnissen brauchbare Bilder. So erschließen sie nicht nur das Hobby Fotografie für Ungeübte, sondern sind auch für Fortgeschrittene eine willkommene Ergänzung zur Spiegelreflexausrüstung. Die Winzlinge hat man einfach immer dabei und so entgeht einem kein Schnappschuss mehr.

Hersteller und Produktlinien

Auf welche Ausstattungsmerkmale muss ich achten?

Die richtige Kompakte zu finden ist gar nicht so schwer – wenn Sie erst einmal wissen, welche Ausstattungsmerkmale Ihnen am wichtigsten sind. Hier finden Sie alle Punkte, die es zu beachten gilt:

  • Maße – von ganz klein bis ziemlich groß
    Nikon Coolpix S01 © Nikon

    Die Bandbreite der Kompaktkameras bei Größe und Gewicht ist riesig. So wiegt die Nikon Coolpix S01 mit gerade mal 1,7 x 7,7 x 5,1 cm nur 95 Gramm; die größte Kompaktkamera, die Fujifilm Finepix X-S1 bringt fast ein Kilogramm auf die Waage und ist so groß wie eine ausgewachsene SLR. Dazwischen findet sich jede erdenkliche Größe.

    Klein hat viele Vorteile, was den Transport angeht. Allerdings sind die Winzlinge dafür nicht ganz so gut zu halten. Bei der Auswahl der passenden Größe macht es deshalb Sinn, sich drei Fragen zu stellen:

    • Wo möchte ich die Kamera transportieren? Dort sollte sie auch reinpassen.
    • Wie schwer darf sie sein, damit ich sie immer dabei habe? Die Erfahrung lehrt: Was man als „Belastung“ empfindet, bleibt zuhause.
    • Was liegt gut in der Hand? Es macht unbedingt Sinn, beim Fachhändler oder im Elektronikmarkt verschiedene Modelle auszuprobieren.

  • Sensorformat und Auflösung

    Egal was Ihnen Verkäufer auch sagen: Eine hohe Pixelzahl ist keine Garantie für eine gute Bildqualität. Eher das Gegenteil ist der Fall. Bei höherer Auflösung wird jedes einzelne Pixel kleiner und kann weniger Licht aufnehmen. Das heißt im Umkehrschluss: Je größer der lichtempfindliche Sensor in der Kamera ist, desto rauschärmer und lichtempfindlicher ist er bei vergleichbarer Auflösung. Die winzigen Chips der Kompaktkamera sind hier den größeren SLR-Sensoren prinzipiell unterlegen, aber auch innerhalb der Kompakten gilt: Je größer, desto besser. Üblich sind drei Formate:

    • 1/2,3 Zoll-Sensoren (6,2 x 4,6 mm) sind bei etwa 90% der aktuellen Kompaktkameras zu finden. Auf der winzigen Fläche von 28,5 mm2 bringen die Hersteller meist zwischen 10 und 16 Millionen Pixel (Megapixel, MP) unter. Hier gilt unserer Meinung nach die klare Empfehlung: Weniger ist mehr. Während die Abbildungsleistung bei guten Lichtverhältnissen vergleichbar ist, liefern 10 MP-Sensoren bei wenig Licht bessere Bilder als 16-MP-Sensoren.
    • Viele Edelkompakte sind mit einem 1/1,7-Zoll-Sensor ausgestattet. Ein solcher Sensor misst 7,6 x 5,6 mm, macht 42,5 mm2, das Anderthalbfache des Standards. Diese Sensoren haben in der Regel eine sinnvolle Auflösung von 10 bis 14 MP.
    • Besonders hochwertige Kompaktkameras wie die Fujifilm X-Modelle oder die Sony Cybershot RX100-Modelle haben noch größere Sensoren (2/3 bzw. 1/1 Zoll). Dann machen auch höhere Auflösungen bis 20 MP Sinn.

  • Das Objektiv – Lichtstärke und Zoombereich
    Fujifilm Finepix X-S1 © Fujifilm

    Das Objektiv bringt das Licht auf den Sensor. Bei Kompaktkameras ist es fest eingebaut und kann nicht wie bei SLRs gewechselt werden. Die wichtigsten Kenngrößen eines Objektivs sind seine Lichtstärke und seine Brennweite.

    Die Lichtstärke beschreibt den maximalen Durchmesser des „Lichtkanals“ im Objektiv im Vergleich zur Brennweite. Je größer der Durchmesser, desto mehr Licht kommt auf dem Sensor an.

    Allerdings wird die Lichtstärke als Kehrwert angegeben und heißt dann Blendenzahl oder Anfangsöffnung. Je kleiner die Zahl, desto größer die Öffnung. Lichtstarke Objektive in Kompaktkameras haben Anfangsöffnungen zwischen 1,4 (sehr selten) und 2,8, weniger lichtstarke entsprechend höher. Bei Zoomobjektiven verändert sich die Anfangsöffnung mit der Brennweite, deshalb wird ein Bereich angegeben, etwa 3,3-5,6.

    Die Brennweite entscheidet darüber, welchen Bildausschnitt eine Kamera formatfüllend abbilden kann. Je kürzer die Brennweite, desto größer der Bildausschnitt, desto kleiner werden aber auch Gegenstände abgebildet, die etwas weiter von der Kamera entfernt sind. Um hier flexibel zu sein, sind fast alle Kompaktkameras mit einem Zoomobjektiv ausgestattet, das durch Verschieben von Linsen eine stufenlose Anpassung der Brennweite und damit des Bildausschnitts ermöglicht.

    Die Darstellung hängt aber nicht nur von der Brennweite ab, sonder auch von der Größe des Sensors. Die Hersteller geben die Brennweiten deshalb immer auch als kleinbildäquivalent Standard an, also bezogen auf die Brennweite analoger Kleinbildkameras– an, weil sich die Darstellung mit der Sensorgröße ändert.

    Eine Brennweite zwischen 40 und 50 Millimetern entspricht dabei etwa unserem natürlichen Blickfeld. Bei kürzeren Brennweiten (20-40 Millimeter) spricht man von Weitwinkel, sie eignen sich zum Beispiel für weite Landschaften oder enge Straßen (Architekturfotografie). Längere Brennweiten (ab 80 Millimeter) eignen sich dazu, auch weit erntfernte Motivteile formatfüllend abzubilden.

    Ein mindestens vierfach optischer Zoom ist heute Standard, Megazooms bieten Zoomfaktoren bis über 60 (z.B. Panasonc Lumix DMC-FZ72, 20-1.200 mm). Achten Sie bei der Angabe des Zoombereichs darauf, dass es sich um einen optischen Zoom handelt. Manche Hersteller werben mit einem digitalen Zoom. Das ist aber nur eine Art Ausschnittvergrößerung, die Qualität verschlechtert sich dadurch. Als sinnvoll erachten wir Zoombereiche, die weit unten beginnen (20-25 mm) und bis etwa zur zehnfachen Anfangsbrennweite reichen.

  • Verarbeitung und Bedienung
    Olympus Tough TG-1 © Olympus

    Verarbeitung und Bedienung sind zwei Kriterien, die selten als Kaufkriterium herangezogen werden, aber für die langfristige Produktzufriedenheit umso wichtiger sind. Das fängt mit den Materialien an: Gute Kameras haben ein Metallgehäuse, einfache Kameras dagegen ein Plastikgehäuse, das nur metallisch aussieht. Man merkt den Unterschied erst beim Anfassen. Farbe ist dabei übrigens kein Kriterium, denn es gibt auch genügend bunte Metallgehäuse.

    Um die Verarbeitungsqualität zu testen, müssen Sie etwas mit der Kamera spielen. Sind Batteriefach und Speicherkarte nur durch eine billige Plastiklasche verdeckt, oder gibt es einen ordentlichen Verschluss? Rasten Knöpfe und Schalter vernünftig ein, oder ist die Gefahr groß, sie ungewollt zu bedienen?

    Wie gut die Kamera in der Hand liegt, hängt von der Größe, der Form und der Oberfläche ab. Und von der Anatomie Ihrer Hände. Denn welche Größe und Form die richtige für Ihre Hände ist, müssen Sie durch Ausprobieren herausfinden. Einfacher ist es bei der Oberfläche: Glatt sieht schick aus, ist aber rutschig, vor allem wenn man im Sommer schwitzt und feuchte Finger hat. Sinnvoll ist es, wenn zumindest die Griffstellen an der Vorder- und Rückseite aufgeraut sind.

    Bei der Bedienung lautet die wichtigste Frage: Sind die einzelnen Bedienelemente so angeordnet, dass man intuitiv erkennt, was wofür gut ist oder lässt sich die Kamera nur mithilfe des Handbuchs bedienen? Das alles sagt nichts über die spätere Bildqualität, hat aber entscheidenden Einfluss darauf, ob Sie die Kamera gerne in die Hand nehmen oder nicht.

    Immer mehr Kameras werden wie Smartphones komplett über das Display gesteuert und haben nur noch einen Auslöser und eine Zoomwippe als Bedienelemente. Das ist prinzipiell weder besser noch schlechter, aber deutlich anders. Ob das Konzept für Sie das richtige ist, sollten Sie vor dem Kauf beim Händler ausprobieren.

  • Bildstabilisierung
    Samsung GX10 Bildstabilisator © Archiv/Hersteller

    Bildstabilisatoren sorgen dafür, dass die Bilder scharf abgebildet werden, auch wenn die Kamera nicht absolut ruhig gehalten wird. Es gibt optische und mechanische Bildstabilisatoren.

    Ein optischer Bildstabilisator besteht aus beweglichen Linsen, die Verwackeln ausgleicht. Bei einem mechanischen Bildstabilisator ist der Sensor beweglich gelagert, was die Bewegungen der Kamera ausgleichen soll. Wenn die Hersteller von digitalen Bildstabilisatoren reden ist damit oft gemeint, dass die Empfindlichkeit erhöht wird, um die Verschlusszeit kurz zu halten und dadurch Verwackeln zu vermeiden. Dadurch steigt aber das Rauschen und die Bildqualität geht zurück. Optische und mechanische Bildstabilisatoren sind also besser.

    Ein solcher Stabilisator ist vor allem dann wichtig, wenn die Kamera einen großen Zoombereich hat und Sie oft in Telestellung fotografieren. Ohne Stabilisator sind sonst die meisten Bilder verwackelt. Der beste Verwacklungsschutz ist übrigens nach wie vor ein Stativ, auf das die Kamera geschraubt wird. Auch wenn das blöd zu transportieren ist. Achten Sie deshalb darauf, dass die Kamera ein Stativgewinde an der Unterseite hat, idealerweise eher in der Kameramitte als am Rand.

  • Display
    Samsung EX1 © Samsung

    Beim Display kommt es auf die Display-Größe und die Zahl der Bildpunkte an. Die Größe eines Displays wird – wie auch bei Fernsehern üblich – in Zoll angegeben. Aktuell sind Größen zwischen 2,7 Zoll und 4,32 Zoll gebräuchlich. Je größer der Bildschirm, desto besser kann man Motiv und Bild beurteilen.

    Auch eine hohe Auflösung ist wichtig, denn nur dann erscheinen Motive und Fotos wirklich scharf. Bei der Pixelzahl herrscht etwas Verwirrung. Hersteller nennen gerne besonders große Zahlen und addieren die Subpixel in Rot, Grün und Blau einfach zusammen. Testmagazine wie ColorFoto sprechen dagegen von RGB-Pixeln, die zusammen einen weißen Leuchtpunkt ergeben. Zwischen beidem liegt der Faktor 3, d.h. 153.300 RGB-Pixeln entsprechen 460.000 Pixeln. Soviel sollten es bei einer modernen Kamera sein, die Hälfte (76.600 RGB-Pixel) ist nicht mehr wirklich zeitgemäß. Spitzendisplays bieten mindestens das Doppelte (307.000 RGB-Pixel). Wenn neben Pixeln in den Grundfarben auch noch weiße Pixel verbaut sind (RGBW-Display) wird das Display heller und das Bild ist bei Tageslicht besser zu beurteilen.

    Wenn man das Display in mehrere Richtungen drehen kann, sind zum Beispiel Überkopfaufnahmen einfacher möglich, ohne sich den Hals zu verrenken. Damit das Display auch bei strahlendem Sonnenschein gut zu erkennen ist, sollte es möglichst hell sein. Andererseits gibt es auch Situationen, in denen ein zu helles Display stören kann. Ideal ist deshalb die Möglichkeit, die Helligkeit zu regulieren.

    Ein Sucher bietet einen anderen - in unserer Sicht besseren - Blick auf das Motiv und erlaubt so ein entspannteres Fotografieren, vor allem bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Elektronische Sucher sind dabei das Konzept der Zukunft, aber bislang nur in wenigen Edelkompakten realisiert. Optische Sucher sind bei Kompaktkameras oft sehr klein, aber auch ein kleiner Sucher ist besser als kein Sucher.

  • Automatikfunktionen
    Pentax Optio I-10 © Pentax

    Automatikfunktionen sind keine Kaufargument. Das haben alle Kameras, egal ob es betont wird oder nicht. Statt einfacher Motivprogramme haben in der Zwischenzeit oft allgemeine Bildoptimierungs-Algorithmen Einzug gehalten, die auch Elemente der Motiverkennung – beispielsweise die Gesichts- oder Lächelerkennung – beinhalten. Das bedeutet, dass die Kameras beim Fokussieren und Belichten die Position eines bekannten Gesichts berücksichtigen und automatisch auslösen, wenn die fotografierten Menschen lächeln und nicht blinzeln.

    In vielen Kameras können die Bilder nach der Aufnahme gleich weiter bearbeitet werden. Dazu gehört eine Funktion zur automatischen Retusche roter Augen, die Darstellung als Schwarzweiß-Aufnahme und viele andere – oft auch unnütze – Funktionen. Um es klar zu sagen: Solche Funktionen machen nur Sinn, wenn man die Bilder von der Kamera direkt ins soziale Netz posten will. Ansonsten macht man das besser am PC.

    Ambitionierte Fotografen sollten darauf achten, dass auch manuelle und halbautomatische Einstellungen möglich sind. Sinnvoll für die aktive Bildgestaltung sind:

    • Blendenautomatik mit ­Zeitvorwahl (Tv): Sie fotografieren mit einer festen Zeit und die Kamera wählt dazu automatisch die richtige Blende. Daher wird sie an der Kamera meist mit „Tv“ (Time value)  gekennzeichnet. Immer wenn die Belichtungszeit die entscheidende Rolle spielt - um Verwacklung zu vermeiden, Bewegung einzufrieren oder die Kamera mit dem Motiv mitzuziehen, ist sie ausgesprochen hilfreich.
    • Zeitautomatik mit ­Blendenvorwahl (Av): Bei statischen Motiven und wenn Sie die Schärfentiefe gezielt kontrollieren wollen, sind Sie mit der Zeitautomatik (Aperture value, Av) am besten bedient: Sie wählen die Blende vor und die Kamera stellt dazu die passende Belichtungszeit ein. Für große Schärfentiefe schließen Sie die Blende, soweit es das Objektiv oder die Verwacklungsgefahr zulassen, für geringe Schärfentiefe öffnen Sie die Blende so weit wie möglich.
    Mit manuellen Einstellmöglichkeiten sowie Zeit- und Blendenautomatik sind in der Regel nur die höherwertigen Kompaktkameras ausgestattet.

  • Bildqualität
    Kompaktkameras © Archiv/Hersteller

    Bei genügend Licht sind die Unterschiede überschaubar und die meisten Kompaktkameras liefern Bilder, die sich problemlos bis zum Format A4 und teilweise auch darüber hinaus vergrößern lassen. Für die saubere Darstellung auf einem Bildschirm reicht es allemal.

    In der Dämmerung oder in geschlossenen Räumen, wo weniger Licht zur Verfügung steht, spielen die Kameras mit größeren Sensoren dagegen ihre Vorteile aus. Hier fährt die Kamera die Empfindlichkeit hoch, damit die Bilder trotz reduzierter Lichtmenge nicht zu dunkel werden und macht Aufnahmen statt mit der „Standardempfindlichkeit“ ISO 100 dann mit ISO 400, 800, 1600 oder noch mehr. Dadurch werden zwar mehr Details davor bewahrt, einfach schwarz wiedergegeben zu werden, aber das Bildrauschen steigt stark an und die Bildqualität leidet.

    Der Bildprozessor bestimmt darüber, wie mit feinen Unterschieden umgegangen wird. Es geht darum, dass Rauschen gering zu halten, ohne zu viele Bilddetails zu opfern. Die Testberichte auf colorfoto.de helfen Ihnen, hier die richtige Auswahl zu treffen. Vergleichen Sie vor allem die Testaufnahmen, die sowohl Motivteile mit vielen Strukturen (Grashalme, Steine) als auch Gesichter enthalten. Sie werden erstaunt sein, wie unterschiedlich Kameras die Testbilder bei verschiedenen Empfindlichkeiten wiedergeben. Die wichtigsten Faktoren wie Auflösung, Kontrast, Rauschen und Dynamik werden darüber hinaus in Form von Qualitätspunkten bewertet und fließen in die Leistungsbeurteilung ein.

    Generell gilt bei der Bildqualität: Während Kompaktkameras mit kleinem 1 / 2,3-Zoll-Sensor nur bei ISO 100 gute Bilder machen, schaffen das Geräte mit größeren Sensor auch bei ISO 400 und teilweise bei ISO 800. Wer noch höher hinaus will, braucht eine SLR.

  • Stromversorgung, Speicherkarten, Anschlüsse
    Stromversorgung, Speicherkarten, Anschlüsse © Archiv/Hersteller

    Zwei unterschiedliche Akkuarten sind bei digitalen Kompaktkameras üblich: NiMh-Akkus der Größe AAA sind überall preiswert erhältlich und können sogar durch gewöhnliche Batterien ersetzt werden. Sie sind aber schwer und machen vergleichsweise schnell schlapp. Kameraspezifische Lithium-lonen-Akkus haben mehr Power, brauchen aber oft eigene Ladegeräte und sind vergleichsweise teuer. Welchem System Sie den Vorzug geben, ist eher eine Frage der persönlichen Erfordernisse.

    Der interne Speicher der Kameras reicht in der Regel nur für ein paar Aufnahmen – nur wenige Ausnahmen wie die Nikon S01 bestätigen diese Regel. Als Speichermedium haben sich mittlerweile SD-Karten bzw. die Weiterentwicklung SDHC-Karten durchgesetzt, die auch in MP3-Playern und  Navigationsgeräten millionenfach Dienst tun. Gängige Karten haben Speicherkapazitäten bis 64 GB, sind aber teuer und man braucht den Platz auch kaum. Besser fährt man mit zwei 16 GB-Karten zum Wechseln. Eine davon kann mehrere tausend Bilder speichern.

    Von der SD-Karte gelangen die Bilder über ein Kartenlesegerät in den Rechner, viele Kameras sind zudem mit einem USB-Anschluss ausgestattet, über den die Kamera auch mit Strom versorgt werden kann. Wenn Sie die Kamera direkt mit einem HD-Fernseher verbinden wollen, um Videos auf der Kamera zu betrachten, sollten Sie auf eine HDMI-Schnittstelle achten.

    Zunehmend populär wird der Anschluss ohne Kabel über WLAN und NFC (Nahfeldkommunikation). Damit können Sie schnell mal ein Bild auf Facebook laden, aber die Kamera auch über ein Smartphone oder Tablet mit einer entsprechenden App fernsteuern. Das erweitert die Möglichkeiten einer Kompaktkamera ungemein. Im Gegensatz zu fotografierenden Smartphones steht hier die Fotofunktion im Mittelpunkt, die nahtlos in das digitale Leben eingebunden wird.

  • Zubehör
    Walimex UW40 © Foto Walser

    Während es für SLRs Unmengen an Zubehör gibt, hält sich das bei den Kompaktkameras in engen Grenzen. Schließlich werben sie gerade mit dem Slogan „alles drin, alles dran“. Als bislang einziger Hersteller hat Pentax die Kompaktkameras der Q-Reihe (Q und Q10 mit 1 / 2,3-Zoll-Sensor, Q7 mit 1 / 1,7-Zoll-Sensor) mit Wechselobjektiven ausgestattet.

    Hochwertige Kompakte verfügen über einen Blitzschuh für ein externes Blitzgerät. Diese Geräte sind nicht nur deutlich kräftiger und können so auch ganze Räume ausleuchten, die sind zudem dreh- und schwenkbar und erlauben eine gezielte Lichtführung.

    Wer viel unterwegs fotografiert – wo nicht immer Strom zum Aufladen zur Verfügung steht –, fährt gut mit einem Zweitakku und wer gerne tauchen geht, kann über ein Unterwassergehäuse nachdenken, wie es manche Hersteller für bestimmte Modelle anbieten. Das ist zwar oft teurer als die Kamera, eröffnet Tauchern aber völlig neue Motivwelten.

    Ein eher exotisches Zubehörteil ist ein wasserdichtes Gehäuse für die Unterwasserfotografie. Während die normalen Outdoorkameras (Link) zum Schnorcheln geeignet sich, können Sie mit dieser Schutzvorrichtung auch bis zu einer Wassertiefe von 50 Metern Bilder machen.

Kompakttypen im Überblick

Die Hersteller versuchen mit immer mehr Spezialfunktionen, ihre Modelle von der Konkurrenz abzusetzen. Sie sollten sich darum vor dem Kauf überlegen, auf welche Features Sie viel Wert liegen und auf welche nicht. Je mehr Ausstattung, desto teurer wird die Kamera. Um Ihnen den Überblick über den aktuellen Markt zu erleichtern, haben wir das riesige Angebot in sechs Kategorien unterteilt:

  • Edelkompakte: Kompaktkameras für engagierte SLR-Fotografen, die eine Zweitkamera suchen, aber auch dann nicht auf hohe Bildqualität verzichten wollen. Für eine Kompakte sind diese Kameras in der Regel eher groß und klobig.
  • Outdoor: Hier finden Sie Kameras, die vom Hersteller explizit für den harten Outdoor-Einsatz konzipiert sind: Spritzwassergeschützt, stoßfest und in der Regel auch für Tauchtiefen bis drei Meter geeignet.
  • Megazoom: Kameras mit Zoombereichen von 14fach bis 50fach und 1/2,3-Zoll-Sensor. Sind die Ansprüche an die Bildqualität nicht zu hoch, können diese Kameras eine komplette Systemausrüstung ersetzen.
  • Klein und leicht: Hier finden Sie die ultraportablen Kompaktkameras im Scheckkartenformat oder knapp darüber mit weniger als 150 Gramm Gewicht. Wer seine Kamera wirklich immer dabei haben will, wird hier fündig.
  • Kommunikativ: Kameras mit erweiterten Kommunikationsmöglichkeiten über WLAN oder UMTS. Im Gegensatz zu fotografierenden Smartphones steht hier die Fotofunktion im Mittelpunkt, die nahtlos in das digitale Leben eingebunden wird. Mit WLAN- oder NFC-Technologie sind mittlerweile viele Kompaktkameras ausgestattet.
  • Universalisten: Kameras wie ein Schweizer Taschenmesser: Auf nichts spezialisiert, dafür aber in vielen Situationen einsetzbar.

Edelkompakte

Mit relativ großen Sensoren machen diese Kameras bei Tests in der Regel die Spitzenplätze unter sich aus. Auch viele andere Details neben der Sensorgröße haben sie gemeinsam – zum Beispiel Einstellräder, Tasten und Wippen, mit denen der Fotograf alle Einstellungen auch selbst tätigen kann. Komplett manuelle Bedienung gehört hier genauso zum Standard, wie Zeit- und Blendenautomatik. So hat man die Möglichkeit, das Bild ganz nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten, ohne dass die Automatik einen ständig bevormundet.

Wer auf Qualität Wert legt kann zudem im RAW-Format speichern und „entwickelt“ die Bilder später am Rechner.  Der integrierte Blitz ist gut zum Aufhellen, über einen Blitzschuh kann aber auch extern ein leistungsfähigeres Blitzgerät angeschlossen werden. Der einzige Nachteil dieser Kameras: Für eine Kompakte sind sie überdurchschnittlich groß. Jackentasche ja, Hemdtasche nein.

Die aktuellen Modelle von Canon, Leica, Nikon, Olympus und Panasonic heißen Canon Powershot G16 , Leica D-Lux 6, Nikon P7800,  Olympus Stylus 1 und Panasonic Lumix DMC-LX7. Die Modelle von Panasonic und Leica sind praktisch baugleich, Leica spendiert der Kamera aber ein besonders edles Gehäusefinish, eine eigene Firmware und legt noch Software von Adobe (Photoshop und Premiere Elements) mit in die Packung.

Die Fujifilm X10 setzt als Edelkompakte auf ein Retro-Design. © Fujifilm
Die Fujifilm X10 setzt als Edelkompakte auf ein Retro-Design.

Fujifilm drängt mit einem neuen, noch größeren Sensor (2/3 Zoll) auf den Markt und schickt gleich mehrere Modelle mit diesem Sensor ins Rennen. Sie unterscheiden sich in Größe, Brennweitenbereich und Ausstattung.

Sony integriert in die Cybershot RX100-Reihe einen 1-Zoll-Sensor mit 20 MP Auflösung sowie ein 3,6-fach-Zoom mit einer Brennweite von 28 bis 100 mm KB-Äquivalent. Das neue Spitzenmodell RX100 III besitzt einen Zubehörschuh für einen externen Blitz, einen elektronischen Sucher, einen klappbaren Monitor und kann über WLAN und NFC drahtlos kommunizieren. An SLR- und Systemkameras mit größeren Sensoren kommen die RX100, die RX100 II und RX100 III zwar nicht ganz heran, können aber bis zu den mittleren Empfindlichkeiten gut konkurrieren – der Preis von bis zu 750 Euro scheint da angemessen.

Outdoor

Outdoorkameras, die vom Hersteller explizit für den harten Einsatz, wenn man die hochwertige Systemausrüstung schonen  möchte, also etwa am Strand, wo Wasser und Sand jeder Digitalkamera zusetzen können. Outdoorkameras sind durch spezielle Dichtungen am Gehäuse gegen allerlei Unbillen gefeit. Selbst zum Schnorcheln kann man sie mitnehmen. Für richtige Tauchgänge von mehr als drei Metern Tiefe braucht es allerdings ein spezielles Unterwassergehäuse.

Die geschlossene Bauweise bedingt es, dass keine Objektivteile herein-und herausgefahren werden können, der komplette Zoombereich muss also durch internes Verschieben von Linsen oder Linsengruppen realisiert werden. Das setzt dem Zoom klare Grenzen. Fast alle Outdoor-Kameras sind daher mit 28 Millimeter KB im Weitwinkel und einem 4-fach-Zoom am Start. Beim 5-Fach Zoom ist schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Die aktuellen Modelle der großen Hersteller heißen Canon Powershot D30, Nikon Coolpix AW120 , Olympus Stylus TG-3 , Panasonic DMC-FT5, Pentax WG-3 und Sony Cybershot TF1.

Die AW100 kommt mit GPS-System, elektro­nischem Kompass und einer Weltkarte. © Nikon
Die AW100 kommt mit GPS-System, elektro­nischem Kompass und einer Weltkarte.


Für die Bedienung unter Wasser oder mit Handschuhen sind kleine Bedienelemente natürlich verboten. Outdoor-Kameras sind deshalb für möglichst einfaches Fotografieren in allen Lebenslagen konzipiert und kommen auch schon mal mit besonderen Einstellmöglichkeiten. So kann man bei etlichen Modellen Einstellungen durch Schütteln der Kamera verändern. Das ist zwar gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber. Viele Outdoor-Kameras sind zudem mit GPS und Kompass ausgestattet. Diese Messinstrumente liefern zu jedem Foto zusätzliche Informationen, die Sie bei der Nachbearbeitung am Rechner nutzen können.

Ein großer Vorteil der Outdoorkameras, über den kaum gesprochen wird: Sie sind nicht anfällig für Verschmutzung durch Fussel und Staub. Während bei anderen Kompakten durch das ständige Heraus- und Hereinfahren des Objektivs durchaus mal Dreck ins Kamerainnere gerät, der sich dann in Form von schwarzen Flecken unschön auf den Bildern zeigt, sind die hermetisch abgeriegelten Outdoorkameras dagegen immun.

Megazoom

Megazoomkameras haben einen sehr großen Zoombereichen bis 50fach und können theoretisch die komplette Objektivsammlung für eine SLR ersetzen. Das macht sie unter dem Preis-Leistungs-Aspekt unschlagbar, denn die enorme Funktionsvielfalt kostet bei Systemkameras deutlich mehr – dafür bieten DSLR und Co. aber auch noch bessere Bildqualität. Trotzdem überbrückt diese Kameraklasse die typischen funktionalen Eigenschaften einer Kompaktkamera und die einer DSLR, daher auch der Name Bridgekamera.

Ein Traum für Zoom-Freunde: Dank 50-facher Brennweitenverstellung ist die Canon Powershot SX50 HS für alle denkbaren Aufgaben gerüstet. © Canon
Ein Traum für Zoom-Freunde: Dank 50-facher Brennweitenverstellung ist die Canon Powershot SX50 HS für alle denkbaren Aufgaben gerüstet.

Beim Brennweitenbereich gibt es eine regelrechte Rekordjagd, Spitzenreiter ist aktuell die Sony Cybershot H400 mit dem Faktor 63 und kleinbildäquivalenten 24,5-1550 Millimetern. Doch selbst bei einem Megazoomer sollte der Zoomfaktor alleine nicht entscheidend sein. Schon mittlere Brennweiten um 300 Millimeter brauchen unbedingt einen guten Bildstabilisator an Bord, sonst ist auf den Fotos nicht mehr viel zu erkennen. Und längere Brennweiten als 300 Millimeter (KB) werden Sie kaum je benötigen.

Spannender als die Maximalbrennweite können deshalb andere Ausstattungsmerkmale sein. So bietet die  Pentax X5 eine Weitwinkel-Einstiegsbrennweite von 22 Millimetern, die Panasonic Lumix FZ72 gar 20 Millimeter. Das schafft gegenüber den sonst üblichen 24 Millimetern einen deutlich größeren Bildwinkel, was je nach Einsatzgebiet mehr Optionen bringt als noch ein paar hundert Millimeter im Telebereich. Oder die Panasonic Lumix DMC FZ-200. Sie schafft im Telebereich zwar „nur“ 600 Millimeter, das aber mit einer durchgängigen Lichtstärke von 2,8, was die fotografischen Möglichkeiten ebenfalls deutlich erweitert.

Neben den Megazoomern hat sich in den letzten Jahren eine weitere Kammeraklasse etabliert, die ein Objektiv mit einem etwas abgespeckten Brennweitenbereich in ein kleines Gehäuse verbaut. Dadurch sind diese Kameras deutlich einfacher zu transportieren. Zu dieser Gruppe gehören u.a. die Sony Powershot SX600 HS, die Nikon S6800, die Panasonic Lumix DMC-TZ61, die Olympus SH50, die Samsung WB500  und die Sony Cybershot DSC-HX60V.

Klein und leicht

Wenn es darum geht, eine Kamera immer unauffällig dabei zu haben, muss sie klein und leicht sein. Kreditkartengröße und noch kleiner ist heute problemlos machbar. Alles was weniger als 150 Gramm wiegt, fällt in diese Kategorie. Viele sehen aus, als seien sie um die Speicherkarte herum konstruiert. Gar ganz ohne Karte kommt die Nikon S01 aus: Dank eines 7,3 GB großen internen Speichers kann sie bis zu 3.000 Bilder in höchster Auflösung oder 3 Stunden Filmmaterial im VGA-Modus speichern.

Die besonders kompakten Kameras im etwas größeren Scheckkarten-Format werden zunehmend komplett über das Display bedient, das als Touchscreen ausgelegt ist. Es gibt ansonsten nur einen on/off Taster, einen Auslöser und eine Zoomwippe.

Mit einem „Frischgewicht“ von 105 Gramm mit Batterien und Speicherkarte bewegt sich die TX-55 am unteren Limit. © Sony
Mit einem „Frischgewicht“ von 105 Gramm mit Batterien und Speicherkarte bewegt sich die TX-55 am unteren Limit.

Sony schafft es, in einem ähnlichen Winzling (Cybershot DMC TX-55) ein ausgewachsenes 3,3-Zoll-Display unterzubringen. Sie wird, wie zunehmend mehr Kompakte, komplett über das Display bedient, das als Touchscreen ausgelegt ist. Es gibt ansonsten nur einen on/off Taster, einen Auslöser und eine Zoomwippe.

Ansonsten ist es Geschmackssache, welcher Kamera Sie Ihr Vertrauen schenken. Praktisch jeder Hersteller hat Kameras mit dem Anspruch „klein und schick“ im Programm und so haben Sie hier die große Auswahl. Auch hier gilt: Nehmen Sie die Kamera erst einmal in die Hand und finden Sie heraus, ob sie auch gut zu halten ist.

Kommunikativ

Wer häufig Bilder in soziale Netzwerke lädt, ist mit einem Kommunikationsspezialisten fein raus, der dank WLAN und UTMS die Bilder auch gleich verschickt. Mit wenigen Klicks lassen sich die Bilder zuschneiden und bearbeiten und schwupp stehen Sie bei Facebook und Co.

Das Nokia 808 Pure View ist ein Smartphone mit beeindruckender Bildqualität. © Nokia
Das Nokia 808 Pure View ist ein Smartphone mit beeindruckender Bildqualität.

Noch vor einem Jahr waren Nokia mit dem Pure View 808 , einem Smartphone mit 41-MP-Kamera, und Samsung mit der Galaxy Camera, einem Android-Smartphone, das um eine Kompaktkamera herum gebaut ist, allein auf weiter Flur. Mittlerweile gehören WLAN- oder NFC-Funktionalität fast zur Standardausstattung bei besseren Kompakten. 

Praktischer Nebeneffekt: Diese Kameras lassen sich bequem über eine eigene App fernsteuern. So kann man z.B. die Kamera auf dem Stativ gegenüber einem Vogelnest aufbauen und vom Balkon aus bequem am Tablet oder Smartphone verfolgen, wann die Mutter zum Füttern eingeflogen kommt, um dann den richtigen Moment festzuhalten.

Universalisten

Wer tatsächlich nur eine Kompakte für gelegentliche Schnappschüsse sucht, sollte vor allem auf die Kriterien Preis, Handlichkeit und unkomplizierte Funktionalität achten. Dann kann man die Kamera ohne Bedenken auch mal den Kindern in die Hand drücken, und sie so an das Fotografieren heranführen.

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Die Auflösung - die gerne als wichtigstes Qualitätsmerkmal einer Digitalkamera herausgestellt wird – spielt dagegen nur eine untergeordnete Rolle. Mainstream sind dennoch die 14- und 16-MP-Sensoren. Wer mit einer solchen Kamera fotografiert sollte wissen, was er ihr zumuten darf. Benutzt man sie bei genügend Licht und entsprechend geringer ISO-Empfindlichkeit und beschränkt sich bei der Brennweite auf Weitwinkel bis mittlere Telestellung, können damit durchaus ansprechende Bilder gelingen.

Daneben sollten Sie vor allem auf den Brennweitenbereich, die Lichtstärke und die Auslösezeit achten. Wer gerne Landschaften und Architektur fotografiert, braucht ein gutes Weitwinkel. 28mm Anfangsbrennweite sind Standard, für dieses Fach sind 26 oder gar 24 Millimeter aber deutlich besser. Interessant kann auch ein 16:9 Modus für Panoramas sein. Maximale Telebrennweite und Auslöseverzögerung sind in diesem Fall eher uninteressant.

Stehen dagegen eher Actionaufnahmen auf dem Programm, ist es wichtig, dass die Auslösezeit - die Zeitspanne zwischen dem Drücken des Auslösers und dem Auslösen der Kamera -kurz ist, sonst sind Schnappschüsse Illusion.  Das ist die Zeitspanne zwischen dem Drücken des Auslösers und dem Auslösen der Kamera. Zeiten unter 0,5 Sekunden sollten es schon sein. Auch eine hohe Lichtstärke (<2,8) ist hier entscheidend. Sämtliche relevanten Daten finden Sie in der ColorFoto-Datenbank.

Welche Trends bestimmen die Zukunft?

Der technische Wandel bei Kompaktkameras ist weiter in vollem Gang. Fast jede Generation ist günstiger, kleiner und flacher als die vorhergehende. Neben dem Trend zu großen Sensoren und „echtem“ Kamerafeeling (mit selektiver Schärfe und manuellen Einstellmöglichkeiten) geht es auch in Richtung Diversifizierung: Manche Kameras haben einen zweiten Bildschirm, andere können als Beamer verwendet werden oder zeichnen GPS-Daten auf, um anschließend die Stationen einer Reise zu dokumentieren. 

Kaufberatung: Vergleichen Sie Kompaktkameras mit unserem Schnellfinder

Die Verknüpfung mit Telekommunikation und Internet wird ein großes Thema bleiben. Die ersten Kameras mit Android Betriebssystem sind am Markt und sicher ist es nur eine Frage der Zeit, bis iOS- und Windows-Kameras folgen. Doch es lohnt sich nicht, hier auf irgendetwas zu warten. Kompaktkameras sind mittlerweile in einer Preisklasse angelangt, wo man durchaus mal eine neue kauft, wenn die alte noch funktioniert. Weil die technischen Möglichkeiten einfach besser geworden sind.

Im Herbst 2014 öffnet in Köln wieder die photokina ihre Türen – und wir sind gespannt, was es dann an neuen Kompaktkameras zu bestaunen gibt.

 
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