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Kaufberatung DSLRs bis 3.000 Euro: Favoriten der Redaktion

Sie wollen eine DSLR kaufen? Dann heißen die Fragen: Teures Vollformat oder günstiger APS-C-Sensor? Canon oder Nikon? Wir stellen Ihnen die besten, von der Redaktion empfohlenen digitalen Spiegelreflexkameras bis zur höheren Mittelklasse vor.
Beste DSLRs bis 3.000 Euro © Iakov Kalinin - Fotolia.com / Hersteller / ColorFoto

Eine Vollformat-DSLR für 3.000 Euro? Immer mehr Amateure sagen ja. Zwei aktuelle Spiegelreflexkameras von Canon und Nikon machen das Vollformat mit einem Preis von unter 2.000 Euro deutlich erschwinglicher, während DSLRs mit dem standardmäßig kleineren APS-Format (23 x 15 mm) einen praktischen Kompromiss aus Bildqualität, Größe und Kosten bieten. Ganz neue Wege beschreitet Sonys neue spiegellose Neuheit RX1R, die ein Maximum an Bildqualität verpackt in einem ultrakompakten Gehäuse realisiert, allerdings mit festverbauter Brennweite.  

Wir haben zusammen mit der Preisvergleichs-Plattform guenstiger.de die Preisentwicklung aktueller DSLR-Modelle beobachtet und die Favoriten der Redaktion zusammengestellt. Hier präsentieren wir Ihnen Top-DSLRs bis 3.100 Euro, die wir bereits nach unserem aktuellen Testverfahren 1.6 geprüft haben.

Dabei gilt: Nur wirklich gute Objektive ermöglichen, die Top-Messergebnisse zu realisieren. Die besten Objektive für jede Kamera finden Sie über unsere Objektiv-Bestenlisten.

Testsieger: Nikon D800

Die Spitzenposition unserer DSLR-Favoriten kann sich die Nikon D800 (60,5 Punkte im Test) sichern: Mit einer Auflösung von 36 Megapixeln (7360 x 4912, FX-Sensor) und einer Top-Bildqualität mit einem Maximum an Schärfe und relativ geringem Rauschen macht sie den Profi-DSLRs Konkurrenz. Vorteil der Rekordauflösung der Nikon D800: Man benötigt diese zwar nicht immer; die Reserven für hochaufgelöste Bildausschnitte aber sind phänomenal.

Klassentypisch besteht das Gehäuse der Nikon D800 aus einer robusten Magnesiumlegierung und ist gegen Spritzwasser abgedichtet. Hinzu kommen viele Konfigurationsmöglichkeiten, eine intuitive Bedienung und ein integrierter Blitz, der auch als Master für externe Blitzgeräte genutzt werden kann. Eine Besonderheit der Nikon-DSLR ist ihr USB-3.0-Anschluss, ein Vorteil ihr geringer Stromverbrauch, wenn nicht im Live-View fotografiert wird.

Pixelmonster: Die Nikon D800 bringt es auf eine AUflösung von 36 Megapixeln. © Nikon
Pixelmonster: Die Nikon D800 bringt es auf eine AUflösung von 36 Megapixeln.

In puncto Auslöseverzögerung inklusive Autofokus ist die Nikon D800 eine der schnellsten Kameras ihrer Klasse. Allerdings bremsen die enormen Datenmengen die Serienbildgeschwindigkeit: Sie schafft gerade mal einen Durchsatz von 4 B/s, nach 10 Bildern ist Schluss, was sie für Sport- und Lowlight-Aufnahmen weitgehend disqualifiziert. Im Videobetrieb zieht sie die Schärfe zudem nur sehr unzuverlässig nach. Eine Schwäche in dieser Preiskategorie ist überdies der fehlende verstellbare Monitor.

Kauftipp Preis-Leistung: Canon EOS 6D

Canons Vollformat-Einstiegsmodell EOS 6D (57 Punkte im Test) präsentiert sich mit 20-Megapixel-Vollformatsensor und günstigem Preis besonders zeitgemäß. Einen klaren Mehrwert kann die Spiegelreflexkamera mit ihrem eingebautem GPS-Modul verbuchen, der Geotagging und das Aufzeichnen der Reiseroute selbst bei ausgeschalteter Kamera ermöglicht. Mit an Bord der EOS 6D ist eine WLAN-Funktion, um die Bilder auf einen Rechner zu übertragen oder per Smartphone fernzusteuern.

Konnektivität satt: Die Canon EOS 6D kommt mit WLAN- und GPS-Modul. © Canon
Konnektivität satt: Die Canon EOS 6D kommt mit WLAN- und GPS-Modul.

Das Bedienkonzept der Canon-DSLR ist einfach und intuitiv, die Fokussierung schnell. Der Phasen-AF arbeitet selbst bei schlechtem Licht vergleichsweise zügig. Die Auslöseverzögerung liegt bei flotten 0,35 s. Deutlich länger dauert es im Live-View und im Videobetrieb mit 2,2 s. Mit 4,4 JPEG- oder RAW-Bildern pro Sekunde in Serie ist die Canon EOS 6D zwar nicht herausragend schnell, dafür werden JPEG-Serien bei Sport, Spiel und Action nur durch die Speicherkartengröße begrenzt.

Beste Bildqualität: Sony Cybershot DSC-RX1R

Sony folgt dem Trend zu kompakten Highend-Kameras mit fest verbautem Objektiv. Abgesehen von den dementsprechend eingeschränkten Einsatzmöglichkeiten hat die neue Sony Cybershot DSC-RX1R (56 Punkte im Test) mit 24-Megapixel Sensor-Auflösung das Potenatial zur Traumkamera: Durch den fehlenden Tiefpassfilter konnte Sony Grenzauflösung und Schärfe gegenüber dem Vorgängermodell Sony RX1 auf ein Maximums steigern. Betrachtet man die ISO-Stufen bis 800 summiert, liegt die Sony RX1R über den Konkurrenten Nikon D800, Canon 6D oder Sony A99.

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Der Empfindlichkeitsbereich der Sony RX1R lässt sich von ISO 50 bis maximal 102.400 inklusive Multi-Shot-Rauchunterdrückung beziehungsweise im Expanded-Modus variieren. Mit zur Ausstattung gehört ein mit 307.250 RGBW-Pixel hochauflösendes 3-Zoll-Display; das zusätzliches Weißpixel (W) sorgt für ein konrastreiches, helleres Monitorbild. Darüber hinaus kann ein um 90 Grad nach oben klappbarer elektronischer OLED-Sucher mit 786.333 RGB-Pixeln Auflösung genutzt werden. Abstriche muss man indes beim Autofokus hinnehmen, der mit 0,79/0,71 s Auslösezeiten vergleichsweise träge arbeitet. Einschaltverzögerung und Serienbildgeschwindgkeit der Sony RX1R gehen in Ordnung.  

 
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